Butter: Vielseitiges Talent in der Küche

Butter steht für Genuss. Vor allem in vielen Soßen ist Butter das i-Tüpfelchen, das zur geschmacklichen Vollendung führt. Mit ihrem einzigartigen Aroma hebt Butter den Geschmack der Zutaten hervor und veredelt jedes Gericht. Doch welche Buttersorte eignet sich für welche Soße? Der Artikel weiß die Antwort und gibt Tipps, was sich mit Butter in der Soßenküche alles zaubern lässt.
Butter


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Butter schmeckt nicht nur pur aufs Brot. Auch Kartoffeln oder Spargel erreichen durch sie geschmackliche Höhepunkte. Dazu ist sie Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, die der Körper ohne Fett nicht verwerten kann.

Mit der richtigen Buttersorte gelingt jede Soße
Butter gibt es in drei verschiedenen Sorten: Sauerrahmbutter, Süßrahmbutter und mildgesäuerte Butter. Um eine Soße geschmacklich abzurunden ist es wichtig, die richtige Butter auszuwählen. Cremige, feine Soßen gelingen am besten mit der mild-sahnigen Süßrahmbutter. Kräftige, würzige Soßen dagegen werden mit dem herzhaft-säuerlichen Geschmack von Sauerrahmbutter vollendet.

Butter als Soßenhilfe
Nicht nur in geschmacklicher Hinsicht verfeinert Butter Soßen aller Art – auch in der Zubereitungsweise gibt es so manchen Trick, bei dem Butter als Helfer nicht fehlen darf. Um die Soße schön sämig zu servieren, wird diese montiert. Dazu werden kalte Butterflocken mit einem Schneebesen unter die nicht mehr kochende Soße gerührt.

Sauce Hollandaise selbst gemacht
Butter ist die Grundzutat für eine der bekanntesten klassischen Soßen, die „Sauce Hollandaise“. Jedoch wissen nur noch Wenige, wie man eine Sauce Hollandaise selbst zubereitet. Dabei ist dies ganz einfach. Eine der wichtigsten Zutaten für die Sauce Hollandaise ist Butter. Für eine perfekte Sauce Hollandaise die Butter zunächst vorsichtig zerlassen. Anschließend 4 Eigelb, 1 TL Weißwein und eine Prise Salz im ca. 80° C warmen Wasserbad zu einer locker-cremigen Masse schlagen. Dies gelingt besonders gut, wenn das Eigelb nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt, sondern vorher etwas angewärmt ist. Nun die lauwarme Butter langsam zugießen und dabei ständig mit dem Schneebesen unterschlagen.

Butter – gelbes Gold

Einst durch Zufall entdeckt, war Butter vor allem in der Nachkriegszeit eine heiß begehrte Tauschwährung und im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Der hohe Stellenwert des Milchproduktes spiegelt sich bis heute im Sprachgebrauch wider: So ist Butter ein häufig zitierter Begriff in vielen Redewendungen.

Auch wenn Ausgrabungen belegen, dass bereits vor 5.000 Jahren gebuttert wurde, war das "gelbe Gold" wohl in der Nachkriegszeit am wertvollsten. Wer Butter zur Verfügung hatte, konnte diese gegen andere wertvolle Güter eintauschen. Butter zu besitzen und zu essen war ein Privileg, denn die breite Masse musste sich mit der damals sehr viel preisgünstigeren Alternative Margarine begnügen.

Ein genauer Blick auf verschiedene Redewendungen, zeigt, dass Butter sogar die deutsche Sprache geprägt hat. "Alles in Butter" heißt es beispielsweise, wenn eigentlich "alles in Ordnung" gemeint ist. Seinen Ursprung hat dieses Sprichwort im Mittelalter, als zerbrechliche Gegenstände vor dem Transport in warme, flüssige Butter gebettet wurden. Nach dem Abkühlen waren die sensiblen Utensilien auch auf sehr holprigen Wegen weich gepolstert.

Das Repertoire an Redensarten und Sprüchen rund um die Butter ist weit größer. So wird als Antwort auf ein besonders schönes Kompliment häufig "das geht runter wie Butter" erwidert. Wer hingegen Angst hat, einer wichtigen Sache beraubt zu werden, möchte sich unter keinen Umständen "unterbuttern" und somit "die Butter vom Brot nehmen" lassen.
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