Käsethekenratgeber: Das Einmaleins des bayerischen Käses

Gemütlichkeit und gutes Essen - das sind die Markenzeichen des „Bavarian way of life“. Einer darf da nicht fehlen: original bayerischer Käse, der aus frischer Milch nach traditionellen Rezepten hergestellt wird. Den bekannten Allgäuer Emmentaler, würzigen Bergkäse oder bayerischen Edelpilzkäse finden Sie deutschlandweit auch an Ihrer Käsetheke. Welche bayerischen Käsesorten Sie unbedingt einmal probieren und worauf Sie beim Käsekauf achten sollten, verrät Ihnen das Einmaleins des bayerischen Käses.
Jeder Bundesbürger verzehrt im Durchschnitt 22 kg Käse pro Jahr. Ein Großteil davon stammt aus dem Freistaat Bayern, der über 400 verschiedene Käsesorten mit rund 1000 Geschmacksrichtungen zu bieten hat. Da heißt es ausprobieren! Damit Sie bei so viel Auswahl nicht den Überblick verlieren, hat die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft Genießer- und Einkaufstipps zu den wichtigsten bayerischen Käsespezialitäten zusammen gefasst.
Scheuen Sie sich nicht, sich von den Käsekennern hinter der Theke beraten zu lassen und den Käse zu verkosten. Manchmal genügt auch schon ein Blick auf den Käse, um dessen Qualität zu erkennen: Bei Schnitt- und Hartkäse zum Beispiel sollten die Käselöcher nicht nur von der gleichen Größe und Form, sondern auch gleichmäßig über den Käse verteilt sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Käse am Stück zu kaufen, denn so bleibt der Geschmack intensiver und optimal erhalten. Bei der Lagerung zu Hause sollte er niemals ganz luftdicht verpackt sein. Am besten den Käse in einer Folie mit Löchern oder in einer Käseglocke aufbewahren, damit er atmen kann. Der Käse fühlt sich bei 12 Grad Celsius am wohlsten. Noch ein Tipp für den Verzehr: Servieren Sie Käse grundsätzlich bei Zimmertemperatur, damit sich das Aroma entfalten kann. Aber nehmen Sie den Käse nicht zu früh aus der Kühlung, sonst fängt er an zu schwitzen. Eine halbe Stunde vorher, ist genau richtig.
Die wichtigsten bayerischen Käsespezialitäten - Alles auf einen Blick
1. Bayerischer Frischkäse
Frischkäse hat einen feinsäuerlichen Geschmack. Er besitzt sein volles Aroma gleich nach der Herstellung und muss deshalb nicht reifen. In unterschiedlichen Fettstufen - von der Magerstufe unter 10 % bis zur Doppelrahmstufe von 87 % Fett i.Tr. - ist er vielseitig verwendbar: Sei es pur aufs Brot, in Soßen oder Nachspeisen. An der Käsetheke bekommen Sie besondere Frischkäsezubereitungen zum Beispiel mit Kräutern, Gewürzen, Lachs, Blauschimmelkäse, Früchten und vielem mehr.
2. Bayerischer Butterkäse
Butterkäse ist ein Klassiker der Käsetheke. Seinen typischen buttrigen Geschmack hat er nach 4-5 Wochen Reifedauer. Je nach Fettgehalt, der Art der Milchsäurebakterien und der Reifedauer entwickelt der Käse seinen typischen Geschmack. Erkundigen Sie sich nach der Reifezeit: Je kürzer diese ist, um so milder schmeckt der Käse.
3. Bayerischer Tilsiter
Sie erkennen den Tilsiter an seinen vielen winzigen Löchern und seiner typischen goldgelben Farbe. Er reift mindestens fünf Wochen und hat einen herben, leicht säuerlicher Geschmack. Er ist appetitanregend und eignet sich zum Beispiel für Käsehäppchen. Aber Tilsiter ist nicht gleich Tilsiter. Das Naturprodukt schmeckt in jeder Region ein wenig anders, denn jede Käserei hat ihre eigenen Rezepte und Geheimnisse. Probieren Sie verschiedene Sorten, um Ihren Favoriten zu bestimmen.
4. Allgäuer Emmentaler
Allgäuer Emmentaler - auch als Löcherkäse bekannt - hat seine Wiege im Tal der Emme im Schweizer Kanton Bern. Vor ca. 180 Jahren verrieten die Schweizer den Allgäuern das Rezept. Heute ist der Allgäuer Emmentaler so begehrt, dass er der Lieblingskäse der Deutschen ist. Er schmeckt mild aromatisch, nusskernig und um so kräftiger, je älter er ist. Original Allgäuer Emmentaler darf nur in der Allgäuer Region produziert werden. Er muss drei bis sechs Monate reifen, einige Sorten sogar bis zu 12 Monaten.
5. Allgäuer Bergkäse
Ob unterwegs oder zuhause - eine Brotzeit mit einem dicken Stück bayerischen Bergkäse auf frischem Brot und einem Bier ist für viele ein Highlight des Tages. Bis der Bayerische Bergkäse verspeist werden kann, vergehen mindestens drei Monate Reifezeit, in denen er von Hand gepflegt wird. Allgäuer Bergkäse ist eine regionale Spezialität, die nur in drei Landkreisen im Allgäu hergestellt werden darf. Man erkennt den Bergkäse an wenigen erbsengroßen Löchern und am unverwechselbaren Geschmack. Wenn Sie es mild mögen, fragen Sie nach einem jungen Bergkäse, soll es hingegen pikant sein, entscheiden Sie sich für einen alten Bergkäse.
6. Bayerischer Camembert
Camembert ist der bekannteste Weichkäse mit Weißschimmel. In Deutschland wird dieser beliebte Käse mit dem typisch weichen, weißen äußerem Schimmel schon seit 1891 hergestellt. Auch heute noch wird er in Bayern während der Reifung von Hand gewendet, damit der empfindliche Schimmel nicht zerstört wird. Denn dieser verleiht dem Käse seinen milden, aromatischen Geschmack, der an frische Champignons erinnert. Der Unterschied zum Brie liegt im Gewicht begründet. Während Camembert als kleine Torte angeboten wird, kann man den Brie durch seine große, flache Tortenform leicht erkennen.
7. Bayerischer Edelpilzkäse
Der bayerische Edelpilzkäse ist ein cremig herzhafter halbfester Schnittkäse mit blauen Edelpilzschimmel innen und außen. Er schmeckt mild-fein, sahnig-aromatisch bis vollmundig-delikat und ist kräftiger als die sogenannten Weiß-Blauen (Weichkäse), die nur innen den blauen Edelpilzschimmel haben und außen von typisch weißen Camembertschimmel umhüllt sind. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Edelpilzkäse nicht zu reif ist, da er ansonsten sehr scharf ist. Einen hohen Reifegrad erkennen Sie am krümeligen Teig.
8. Bayerischer Romadur / Limburger
Der Romadur bzw. Limburger ist ein typischer Käse aus dem Allgäu, der bis 180 g als Romadur und bei einem Gewicht darüber als Limburger bezeichnet wird. Bei diesem Weichkäse wird die Reifung durch spezielle gelbe bis rötliche Schmierkulturen unterstützt. Bei Weichkäse, den man an der Käsetheke kaufen kann, erkennt man den Reifegrad am Kern, zum Nachreifen ist Zimmertemperatur ideal. Der Teig eines optimal gereiften Romadurs sollte mattglänzend, hellgelb und mit kleinen unregelmäßigen Bruchlöchern durchzogen sein. Er schmeckt pikant bis würzig und wird beispielsweise sauer mariniert mit Zwiebelringen serviert.
Jeder Bundesbürger verzehrt im Durchschnitt 22 kg Käse pro Jahr. Ein Großteil davon stammt aus dem Freistaat Bayern, der über 400 verschiedene Käsesorten mit rund 1000 Geschmacksrichtungen zu bieten hat. Da heißt es ausprobieren! Damit Sie bei so viel Auswahl nicht den Überblick verlieren, hat die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft Genießer- und Einkaufstipps zu den wichtigsten bayerischen Käsespezialitäten zusammen gefasst.
Scheuen Sie sich nicht, sich von den Käsekennern hinter der Theke beraten zu lassen und den Käse zu verkosten. Manchmal genügt auch schon ein Blick auf den Käse, um dessen Qualität zu erkennen: Bei Schnitt- und Hartkäse zum Beispiel sollten die Käselöcher nicht nur von der gleichen Größe und Form, sondern auch gleichmäßig über den Käse verteilt sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Käse am Stück zu kaufen, denn so bleibt der Geschmack intensiver und optimal erhalten. Bei der Lagerung zu Hause sollte er niemals ganz luftdicht verpackt sein. Am besten den Käse in einer Folie mit Löchern oder in einer Käseglocke aufbewahren, damit er atmen kann. Der Käse fühlt sich bei 12 Grad Celsius am wohlsten. Noch ein Tipp für den Verzehr: Servieren Sie Käse grundsätzlich bei Zimmertemperatur, damit sich das Aroma entfalten kann. Aber nehmen Sie den Käse nicht zu früh aus der Kühlung, sonst fängt er an zu schwitzen. Eine halbe Stunde vorher, ist genau richtig.
Die wichtigsten bayerischen Käsespezialitäten - Alles auf einen Blick
| Bayerische Käsesorte | Fettgehalt in Trockenmasse (Fett i.Tr.) | Reifedauer | Geschmack |
| 1. Bayerischer Frischkäse | 0-87 % | 0 Tage | feinsäuerlich |
| 2. Bayerischer Butterkäse | 50 % | 4-5 Wochen | mild, dezentes Aroma |
| 3. Bayerischer Tilsiter | 30-45 % | 3-10 Wochen | mild bis kräftig aromatisch, leicht säuerlich |
| 4. Allgäuer Emmentaler | 45 % | 3-12 Monate | mild-aromatisch, nusskernig, je älter, um so kräftiger |
| 5. Allgäuer Bergkäse | 45-50 % | 3-12 Monate | würzig, nussartig, je nach Alter pikant bis kräftig |
| 6. Bayerischer Camembert | 30-60 % | 8-10 Tage | mild-aromatisch |
| 7. Bayerischer Edelpilzkäse | 45-65 % | 3-4 Wochen | cremig herzhaft |
| 8. Bayerischer Romadur / Limburger | 20, 45, 50 und 60 % | 2-4 Wochen | pikant bis würzig |
1. Bayerischer Frischkäse
Frischkäse hat einen feinsäuerlichen Geschmack. Er besitzt sein volles Aroma gleich nach der Herstellung und muss deshalb nicht reifen. In unterschiedlichen Fettstufen - von der Magerstufe unter 10 % bis zur Doppelrahmstufe von 87 % Fett i.Tr. - ist er vielseitig verwendbar: Sei es pur aufs Brot, in Soßen oder Nachspeisen. An der Käsetheke bekommen Sie besondere Frischkäsezubereitungen zum Beispiel mit Kräutern, Gewürzen, Lachs, Blauschimmelkäse, Früchten und vielem mehr.
2. Bayerischer Butterkäse
Butterkäse ist ein Klassiker der Käsetheke. Seinen typischen buttrigen Geschmack hat er nach 4-5 Wochen Reifedauer. Je nach Fettgehalt, der Art der Milchsäurebakterien und der Reifedauer entwickelt der Käse seinen typischen Geschmack. Erkundigen Sie sich nach der Reifezeit: Je kürzer diese ist, um so milder schmeckt der Käse.
3. Bayerischer Tilsiter
Sie erkennen den Tilsiter an seinen vielen winzigen Löchern und seiner typischen goldgelben Farbe. Er reift mindestens fünf Wochen und hat einen herben, leicht säuerlicher Geschmack. Er ist appetitanregend und eignet sich zum Beispiel für Käsehäppchen. Aber Tilsiter ist nicht gleich Tilsiter. Das Naturprodukt schmeckt in jeder Region ein wenig anders, denn jede Käserei hat ihre eigenen Rezepte und Geheimnisse. Probieren Sie verschiedene Sorten, um Ihren Favoriten zu bestimmen.
4. Allgäuer Emmentaler
Allgäuer Emmentaler - auch als Löcherkäse bekannt - hat seine Wiege im Tal der Emme im Schweizer Kanton Bern. Vor ca. 180 Jahren verrieten die Schweizer den Allgäuern das Rezept. Heute ist der Allgäuer Emmentaler so begehrt, dass er der Lieblingskäse der Deutschen ist. Er schmeckt mild aromatisch, nusskernig und um so kräftiger, je älter er ist. Original Allgäuer Emmentaler darf nur in der Allgäuer Region produziert werden. Er muss drei bis sechs Monate reifen, einige Sorten sogar bis zu 12 Monaten.
5. Allgäuer Bergkäse
Ob unterwegs oder zuhause - eine Brotzeit mit einem dicken Stück bayerischen Bergkäse auf frischem Brot und einem Bier ist für viele ein Highlight des Tages. Bis der Bayerische Bergkäse verspeist werden kann, vergehen mindestens drei Monate Reifezeit, in denen er von Hand gepflegt wird. Allgäuer Bergkäse ist eine regionale Spezialität, die nur in drei Landkreisen im Allgäu hergestellt werden darf. Man erkennt den Bergkäse an wenigen erbsengroßen Löchern und am unverwechselbaren Geschmack. Wenn Sie es mild mögen, fragen Sie nach einem jungen Bergkäse, soll es hingegen pikant sein, entscheiden Sie sich für einen alten Bergkäse.
6. Bayerischer Camembert
Camembert ist der bekannteste Weichkäse mit Weißschimmel. In Deutschland wird dieser beliebte Käse mit dem typisch weichen, weißen äußerem Schimmel schon seit 1891 hergestellt. Auch heute noch wird er in Bayern während der Reifung von Hand gewendet, damit der empfindliche Schimmel nicht zerstört wird. Denn dieser verleiht dem Käse seinen milden, aromatischen Geschmack, der an frische Champignons erinnert. Der Unterschied zum Brie liegt im Gewicht begründet. Während Camembert als kleine Torte angeboten wird, kann man den Brie durch seine große, flache Tortenform leicht erkennen.
7. Bayerischer Edelpilzkäse
Der bayerische Edelpilzkäse ist ein cremig herzhafter halbfester Schnittkäse mit blauen Edelpilzschimmel innen und außen. Er schmeckt mild-fein, sahnig-aromatisch bis vollmundig-delikat und ist kräftiger als die sogenannten Weiß-Blauen (Weichkäse), die nur innen den blauen Edelpilzschimmel haben und außen von typisch weißen Camembertschimmel umhüllt sind. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Edelpilzkäse nicht zu reif ist, da er ansonsten sehr scharf ist. Einen hohen Reifegrad erkennen Sie am krümeligen Teig.
8. Bayerischer Romadur / Limburger
Der Romadur bzw. Limburger ist ein typischer Käse aus dem Allgäu, der bis 180 g als Romadur und bei einem Gewicht darüber als Limburger bezeichnet wird. Bei diesem Weichkäse wird die Reifung durch spezielle gelbe bis rötliche Schmierkulturen unterstützt. Bei Weichkäse, den man an der Käsetheke kaufen kann, erkennt man den Reifegrad am Kern, zum Nachreifen ist Zimmertemperatur ideal. Der Teig eines optimal gereiften Romadurs sollte mattglänzend, hellgelb und mit kleinen unregelmäßigen Bruchlöchern durchzogen sein. Er schmeckt pikant bis würzig und wird beispielsweise sauer mariniert mit Zwiebelringen serviert.


