Alleskönner Milch – Was genau ist in Milch?

Milch und Milchprodukte sind wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung. Kaum ein anderes Lebensmittel ist derart reich an gesunden Inhaltsstoffen. Was genau in der Milch steckt, erklärt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft.
Milch trinken


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Milch enthält fast alle Nährstoffe, die der Mensch täglich braucht. Das bekömmliche Milcheiweiß benötigt der Körper zum Beispiel für den Aufbau und die Erneuerung von Muskeln und Organen. Milchfett ist ein leicht verdaulicher Energiespender und zudem Träger der Vitamine. Vollfette Milchprodukte erfüllen diese Aufgabe besser als fettreduzierte Varianten.

Wer ansonsten fettarm lebt, kann ruhigen Gewissens zu Produkten mit normalem Fettgehalt greifen. Außerdem haben diese ein vollmundigeres Aroma. Milchzucker (Laktose) wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und fördert die Aufnahme von Kalzium. Die Milch ist der wichtigste Kalzium-Lieferant in der Ernährung. Der Mineralstoff sorgt für einen gesunden Aufbau der Knochen und Zähne. Übrigens ist nicht nur für Kinder eine ausreichende Kalziumversorgung wichtig, auch später sollte ausreichend Kalzium aufgenommen werden, um die aufgebaute Knochenmasse möglichst lange aufrechtzuerhalten.

Weitere Mineralstoffe in der Milch sind Magnesium für Muskeln und Nerven, Kalium für den geregelten Flüssigkeitshaushalt, Jod und Zink für die Stärkung der Immunabwehr. Milch und Milchprodukte tragen außerdem entscheidend zur Deckung des Tagesbedarfs an vielen Vitaminen bei: Vitamin A sorgt für gutes Sehen und gesunde Haut, Vitamin B1, B2 und B6 regeln den Stoffwechsel im Körper, wobei das Vitamin B6 besonders die Funktionen des Nervensystems, der Immunabwehr und der Blutbildung beeinflusst. Vitamin B12 und Folsäure sind wesentlich für die Bildung neuer Zellen verantwortlich – vor allem der Blutzellen. Mit täglich drei Portionen verschiedener Milchprodukte (z. B. einem Glas Vollmilch, 50 g Emmentaler und einem Fruchtjoghurt) ist man optimal mit Nährstoffen versorgt.

Milchprodukte
Zu den Milchprodukten zählen Joghurt und Kefir. Beide unterscheiden sich in ihrer Herstellungsweise. Joghurt ist durch Milchsäurebakterien verdickte Milch. Im Detail wird bei der so genannten Fermentation pasteurisierte, warme Milch mit spezifischen Joghurtkulturen versetzt. Milchsäurebakterien wie Lactobacillus bulgaricus bewirken durch die teilweise Umwandlung des Milchzuckers in Milchsäure und durch die Bildung von produktspezifischen Aromastoffen den charakteristischen Geschmack und Geruch eines Joghurtproduktes.

Um Kefir herzustellen, werden der Milch neben Milchsäurebakterien auch sogenannte Kefirknollen zugesetzt. Diese Knollen sind ein Eiweißgerüst, in dem neben Milchsäurebakterien auch Hefen, Eiweißen und Fetten angesiedelt sind. Sie bewirken, dass ein Teil des Milchzuckers in Milchsäure umgewandelt wird, ein anderer Teil in Alkohol und Kohlensäure. Sowohl Kefir als auch Joghurt zählen zu den Sauermilchprodukten, die ebenso gesundheitsfördernd wie erfrischend sind.
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