Nüsse, Steinfrüchte, Mandeln & Co.

Wegen ihres sehr niedrigen Wassergehalts sind sie wahre "Nährstoffbomben". Sie enthalten sowohl viele Kohlenhydrate als auch sehr hochwertiges Eiweiß und besonders viel Fett (selten unter 50 %). Deshalb enthält sie viel Vitamine E, welches Membranen von Muskel- und Nervenzellen schützt und insbesondere die Aufnahme von lebenswichtigen Fettsäuren ermöglicht. Der hohe Gehalt an Mineralstoffen wie Phosphor, Kalium und Magnesium macht Nüsse noch hochwertiger. Auch sind sie reich an Ballaststoffen, die Verdauung beeinflusst das positiv. Bei der Lagerung sollte man auf eine luftige und trockene Aufbewahrung achten, da Nüsse leicht schimmeln oder muffig werden.
Haselnuss
Ihr Urahn, die Wildhasel ist schon immer eine von Europa bis Kleinasien beheimatete Frucht gewesen. Der gewerbliche Anbau findet in Mittelmeerländern wie Italien, Griechenland, Türkei, Spanien und in USA bzw. Russland statt. Die Haselnuss ist botanisch eine Schließfrucht, also die einzige bei uns beheimatete echte Nuss! Sie wächst auf bis zu 7 m hohen Sträuchern (keine Bäume!) und reift ab Mitte August. Der innere, genießbare Kern ist annähernd rund und beansprucht ca. die Hälfte des Gesamtgewichts für sich. Besonders herauszuheben ist der Vitamin-E-Gehalt. Schon etwa 50 g Haselnüsse decken den Tagesbedarf. Wegen dem hochwertigen Eiweiß wird die Haselnuss nicht zu unrecht als „Fleisch der Vegetarier“ bezeichnet.
Macadamia-Nuss
Sie wurde erst 1857 in Australien von John McAdam entdeckt und nach ihm benannt. Seit 15 Jahren wird sie auch auf Hawaii angebaut und weiter gezüchtet. Ein etwa 5 m hoher, immergrüner Baum trägt die 2-3 cm großen Nüsse, die den Kastanien ein wenig ähneln und von Juli bis November reifen. Ihre Inhaltsstoffe sind eher durchschnittlich, nicht aber ihr Geschmack und ihr hoher Preis! Die Macadamianuss ist eine Delikatesse für Feinschmecker, vor allem in Schokolade oder auch mit Schinken oder Lachs!
Walnuss
Ihre Wurzeln liegen im südlichen Europa, heutzutage ist aber Kalifornien der Haupterzeuger der Nuss, die wohl jeder von uns schon einmal zum Nikolaus- oder Weihnachtsfest geknackt hat.
Auch bei uns sind Walnussbäume in vielen großen Garten anzutreffen. Besonders wertvoll machen sie die lebenswichtigen Fettsäuren, welche unglaubliche 40,9 % der Walnuss ausmachen. Ob roh, im Speiseeis, im Kuchen, im Pudding oder auch im Waldorf-Salat, ihr vorzüglicher, etwas herber Geschmack verleiht vielen Speisen eine individuelle Note. Wird 1 kg der reinen Nüsse benötigt, so sollte man etwa 3 kg der Nuss mit Schale einkaufen. Achtung: Äußerlich sehr helle Schalen könnten mit Sulfitlauge oder schwefeliger Säure gebleicht worden sein! Wollen sie ungeschwefelte Ware, dann achten Sie auf die Bezeichnung „naturell“!
Marone
Sie wird auch als Esskastanie bezeichnet, hat mit unserer Rosskastanie aber überhaupt keine Verwandtschaft. Die Heimat der Marone ist das Schwarzmeergebiet, heute ist sie besonders in warmen Gegenden Europas anzutreffen. Das Fleisch der ei- oder herzförmigen Frucht schmeckt sahnig und intensiv, besonders nach dem Rösten. Im Gegensatz zu den Nüssen weist sie einen sehr niedrigen Fettgehalt (1,9 %) auf, dafür machen die Kohlenhydrate, hauptsächlich Stärke, über 40 g aus! Somit liegt sie mit 196 kcal deutlich unter den Werten der Nüsse. Mit 27 mg/100 g ist sie reich an Vitamin C, der Tagesbedarf liegt bei 100 mg. Geschätzt werden die Maronen als heiße Leckerei im Winter, man kann sie aber auch als Füllung für Geflügel oder als Beilage zu Rotkraut verwenden.
Zwar umgangssprachlich werden viele Früchte und Steinfrüchte als Nuss bezeichnet, doch im botanischen Sinne sind sie dies nicht. Nachfolgende eine kleine Auswahl:
Erdnuss
Beheimatet ist diese ganzjährig angebaute Frucht in Brasilien und wird heute bevorzugt in Afrika und den USA angebaut. Interessanterweise ist sie botanisch gesehen überhaupt keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ähnlich der Bohne. Die Erdnüsse wachsen zwar an Sträuchern, bohren sich zur Reifung aber einige Zentimeter in den Boden, wodurch sie dessen Farbe annehmen. Auch der Name Erdnuss dürfte daher stammen. Besonders reich sind sie an Eiweiß (26 g) und vor allem dem Vitamin Niacin, das sonst in Nüssen nur sehr spärlich vorhanden ist. Bereits 100 g Erdnüsse decken den durchschnittlichen Tagesbedarf. Außerdem hervorzuheben ist Kalium mit 777 mg pro 100 g. Im Handel sind Erdnüsse preisgünstig erhältlich, vor allem beliebt als ein Hauptteil des Studentenfutters“. In Amerika ist es die Erdnussbutter, die auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht!
Cashewnuss
Sie kommt ursprünglich aus Indien und Südamerika, wo sie auch heute noch in großem Maßstab angebaut wird. Sie wächst auf einem ca. 10 m hohem Baum und ist eigentlich der verdickte Fruchtstiel einer birnenähnlichen Frucht, die bei uns völlig unbekannt ist. Um an die Cashewkerne zu gelangen, muss man die Nuss rösten, um die giftige Schale knacken zu können. Oft sind sie anteilig in Nussmischungen vorhanden, zusammen mit Mandeln oder Haselnüssen. Sie schmecken süß und passen als Snack besonders zu Bier oder Wein. Besonders in der asiatischen Küche werden sie zu Geflügelgerichten gereicht.
Pistazie
Diese Verwandte der Cashewnuss hat ihre Wurzeln im Iran, Irak und in Syrien. Dort werden sie ebenso wie in den USA oder der Türkei in Plantagen angebaut. Die grünen bis hellrötlichen Kerne sind mit (möglichst aufgesprungener) Schale oder geschält erhältlich. Sie sind von allen Nüssen die kaliumreichsten (1020 mg), 100 g decken schon den halben Tagesbedarf! Ihr feiner aromatischer und mandelartigem Geschmack eignet sich sowohl für Kuchen, Müsli oder als Speiseeis vorzüglich.
Pekannuss
Ähneln der Walnuss sowohl vom Aussehen, der Anwendung als auch im Geschmack. Sie hat auch oft den Ruf der „billigen Walnuss“. Im großen Stil angebaut wird die Pekannuss in Texas, wo sie besonders an Flussläufen optimal gedeiht. Ihr sogar für Nüsse ungewöhnlich hoher Fettgehalt macht sie mit 703 kcal/100g zur „Kalorienbombe“.
Pinienkerne
Sie stammen von der Nusskiefer des Mittelmeerraums, eine Pinie die 30 m Höhe erreichen kann. Die Pinienkerne, auch Pignoli genannt, stecken in den Zapfen des Baums, sind länglich, ausgesprochen weich und haben einen süßlichen Geschmack. Legt man Wert auf hohe Qualität, so sollte man auf Pinienkerne aus der Toskana zurückgreifen. Besonders gut für die Gesundheit sind die vielen Vitamine, besonders das Vitamin B1. Schon 100 g decken den durchschnittlichen Tagesbedarf. Pinienkerne verwendet man für Salate und Gemüse, verziert damit Nudel- und Reisgerichte oder auch Backwaren. Besonders gut passen sie zu allen Nuss- oder Mandelrezepten.
Paranuss
Die Paranuss ist nach einem brasilianischen Bundesstaat, Para, benannt. Sie wachsen außerdem noch in den Urwäldern angrenzender Staaten, es gibt aber fast keine gezüchteten Arten. Die Nüsse sind 35 cm lang, von dünner graubrauner Samenschale umgeben und im Inneren weiß. Die dreikantige, relativ weiche Nuss schmeckt mandelartig und ist besonders nahrhaft. 6 Nüsse entsprechen einem Steak von 200 g! Ausgesprochen hoch ist auch der Gehalt an Vitamin B1, ca. 100 g Paranüsse decken unseren Tagesbedarf. Da sie nicht allzu bekannt ist, findet man kaum Rezepte mit Paranüssen, geschmacklich passt sie aber gut zu Gemüse und Currygerichten.
Kokosnuss
Wegen ihrer Fähigkeit, Tausende von Kilometern auf dem Meer zu schwimmen, ist ihre Heimat ungewiss. Auch ist sie botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern ein Steinobst wie etwa die Kirsche. Am besten gedeihen die auf Palmen wachsenden Kokosnüsse in Küstenähe, besonders in Südindien oder den Philippinen, aber auch in Westafrika. Was auf den Markt kommt, ist der Steinkern der Frucht, der frisch noch die Kokosmilch enthält („Schüttelprobe“ vor dem Kauf!). Zum Verzehr geeignet ist dann das Fruchtfleisch, auch Kopra genannt, das meist geschnitten oder geraspelt wird. So verarbeitet wird es auch fertig verkauft und wird bei diversen Weihnachtsgebäcken zugemischt. Industriell wird auch Kokosöl gepresst und verkauft. Übrigens: Wussten Sie, was eine „taube Nuss“ ist? Eine Kokosnuss, bei der alle Augen zugewachsen sind! Mit viel Glück enthält sie eine Kokosperle, die etwa so wertvoll sein soll wie ein Brillant!
Rosinen
Aus etwa 5 % der Traubenernte werden Rosinen (getrocknete Trauben) gewonnen. Die Bezeichnung Rosinen wird meist als Oberbegriff für die verschiedenen Arten verwendet. Die Korinthe, die aus Griechenland stammt, hat eine sehr kleine, bräunlichschwarze und sehr schrumpelige Form. Im Gegensatz dazu ist die Sultanine eher groß, rötlichbraun gefärbt und weniger verschrumpelt, jedoch bis auf kalifornische Sorten meist geschwefelt. Die Traubenrosine bildet eine Sonderform, da sie an der Traube getrocknet und nicht wie die Rosinen vorher abgerebelt wird. Rosinen sind besonders zuckerreich, also Powernahrung, und helfen bekanntlich bei Verdauungsstörungen aufgrund ihre Ballaststoffgehaltes. Ihre Vitamin- und Mineralstoffgehalte sind mit Ausnahme des Kaliums (710-860 mg) nicht außergewöhnlich. Besonders geschätzt wird die Rosine in Müslis, im Weihnachtszopf, im Apfelstrudel oder einfach roh im Studentenfutter.
Mandel
Als Heimat gilt Vorder- und Zentralasien, heutzutage wird sie hauptsächlich in den Mittelmeerländern angebaut. Jeder kennt die zwei Arten: Süß- und Bittermandeln. Die Süßmandel wird aus vielen Mittelmeerländern importiert, ist ca. 4- 5 cm lang, spitz zulaufend und wird immer ohne ihre Außenschale auf den Markt gebracht. Die bekanntesten Sorten der Steinfrucht sind „Sizil Juno“(Italien) oder „peerless“ (USA). Das dünne braune Häutchen ist oft mit schwefliger Säure behandelt (geschönt), um attraktiver auszusehen. Abgesehen von der ganzen Form wird sie geschält und ungeschält, gemahlen, geraspelt oder gestielt angeboten und hauptsächlich für Backwaren aller Art eingesetzt. Bittermandeln sind Träger eines bitteren Aromas und sollten nicht roh verzehrt werden, da sich im Magen die giftige Blausäure bilden kann. Für Kinder können schon 5-20 rohe Bittermandeln tödlich sein! Deshalb unbedingt für Kinder unzugänglich aufbewahren! Nach dem Kochen oder Backen sind Bittermandeln hingegen unbedenklich zu genießen. Allen Mandeln zu eigen sind besonders hohe Vitamin-E-Werte (25,2 mg), so dass schon 50 g Mandeln an einem Tag den Bedarf decken. Geradezu ideal ist auch der hohe Ballaststoffanteil von 15 %. Insbesondere werden Mandeln wegen ihres feinen Aromas für Weihnachtsgebäck verwendet. Geschält, ungeschält oder zu Marzipan verarbeitet bilden sie eine leckere Zutat für Plätzchen, Kuchen oder Stollen. Besonders Kinder lieben gebrannte Mandeln, die auf allen Weihnachtsmärkten verkauft werden.
Haselnuss
Ihr Urahn, die Wildhasel ist schon immer eine von Europa bis Kleinasien beheimatete Frucht gewesen. Der gewerbliche Anbau findet in Mittelmeerländern wie Italien, Griechenland, Türkei, Spanien und in USA bzw. Russland statt. Die Haselnuss ist botanisch eine Schließfrucht, also die einzige bei uns beheimatete echte Nuss! Sie wächst auf bis zu 7 m hohen Sträuchern (keine Bäume!) und reift ab Mitte August. Der innere, genießbare Kern ist annähernd rund und beansprucht ca. die Hälfte des Gesamtgewichts für sich. Besonders herauszuheben ist der Vitamin-E-Gehalt. Schon etwa 50 g Haselnüsse decken den Tagesbedarf. Wegen dem hochwertigen Eiweiß wird die Haselnuss nicht zu unrecht als „Fleisch der Vegetarier“ bezeichnet.
Macadamia-Nuss
Sie wurde erst 1857 in Australien von John McAdam entdeckt und nach ihm benannt. Seit 15 Jahren wird sie auch auf Hawaii angebaut und weiter gezüchtet. Ein etwa 5 m hoher, immergrüner Baum trägt die 2-3 cm großen Nüsse, die den Kastanien ein wenig ähneln und von Juli bis November reifen. Ihre Inhaltsstoffe sind eher durchschnittlich, nicht aber ihr Geschmack und ihr hoher Preis! Die Macadamianuss ist eine Delikatesse für Feinschmecker, vor allem in Schokolade oder auch mit Schinken oder Lachs!
Walnuss
Ihre Wurzeln liegen im südlichen Europa, heutzutage ist aber Kalifornien der Haupterzeuger der Nuss, die wohl jeder von uns schon einmal zum Nikolaus- oder Weihnachtsfest geknackt hat.
Auch bei uns sind Walnussbäume in vielen großen Garten anzutreffen. Besonders wertvoll machen sie die lebenswichtigen Fettsäuren, welche unglaubliche 40,9 % der Walnuss ausmachen. Ob roh, im Speiseeis, im Kuchen, im Pudding oder auch im Waldorf-Salat, ihr vorzüglicher, etwas herber Geschmack verleiht vielen Speisen eine individuelle Note. Wird 1 kg der reinen Nüsse benötigt, so sollte man etwa 3 kg der Nuss mit Schale einkaufen. Achtung: Äußerlich sehr helle Schalen könnten mit Sulfitlauge oder schwefeliger Säure gebleicht worden sein! Wollen sie ungeschwefelte Ware, dann achten Sie auf die Bezeichnung „naturell“!
Marone
Sie wird auch als Esskastanie bezeichnet, hat mit unserer Rosskastanie aber überhaupt keine Verwandtschaft. Die Heimat der Marone ist das Schwarzmeergebiet, heute ist sie besonders in warmen Gegenden Europas anzutreffen. Das Fleisch der ei- oder herzförmigen Frucht schmeckt sahnig und intensiv, besonders nach dem Rösten. Im Gegensatz zu den Nüssen weist sie einen sehr niedrigen Fettgehalt (1,9 %) auf, dafür machen die Kohlenhydrate, hauptsächlich Stärke, über 40 g aus! Somit liegt sie mit 196 kcal deutlich unter den Werten der Nüsse. Mit 27 mg/100 g ist sie reich an Vitamin C, der Tagesbedarf liegt bei 100 mg. Geschätzt werden die Maronen als heiße Leckerei im Winter, man kann sie aber auch als Füllung für Geflügel oder als Beilage zu Rotkraut verwenden.
Zwar umgangssprachlich werden viele Früchte und Steinfrüchte als Nuss bezeichnet, doch im botanischen Sinne sind sie dies nicht. Nachfolgende eine kleine Auswahl:
Erdnuss
Beheimatet ist diese ganzjährig angebaute Frucht in Brasilien und wird heute bevorzugt in Afrika und den USA angebaut. Interessanterweise ist sie botanisch gesehen überhaupt keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ähnlich der Bohne. Die Erdnüsse wachsen zwar an Sträuchern, bohren sich zur Reifung aber einige Zentimeter in den Boden, wodurch sie dessen Farbe annehmen. Auch der Name Erdnuss dürfte daher stammen. Besonders reich sind sie an Eiweiß (26 g) und vor allem dem Vitamin Niacin, das sonst in Nüssen nur sehr spärlich vorhanden ist. Bereits 100 g Erdnüsse decken den durchschnittlichen Tagesbedarf. Außerdem hervorzuheben ist Kalium mit 777 mg pro 100 g. Im Handel sind Erdnüsse preisgünstig erhältlich, vor allem beliebt als ein Hauptteil des Studentenfutters“. In Amerika ist es die Erdnussbutter, die auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht!
Cashewnuss
Sie kommt ursprünglich aus Indien und Südamerika, wo sie auch heute noch in großem Maßstab angebaut wird. Sie wächst auf einem ca. 10 m hohem Baum und ist eigentlich der verdickte Fruchtstiel einer birnenähnlichen Frucht, die bei uns völlig unbekannt ist. Um an die Cashewkerne zu gelangen, muss man die Nuss rösten, um die giftige Schale knacken zu können. Oft sind sie anteilig in Nussmischungen vorhanden, zusammen mit Mandeln oder Haselnüssen. Sie schmecken süß und passen als Snack besonders zu Bier oder Wein. Besonders in der asiatischen Küche werden sie zu Geflügelgerichten gereicht.
Pistazie
Diese Verwandte der Cashewnuss hat ihre Wurzeln im Iran, Irak und in Syrien. Dort werden sie ebenso wie in den USA oder der Türkei in Plantagen angebaut. Die grünen bis hellrötlichen Kerne sind mit (möglichst aufgesprungener) Schale oder geschält erhältlich. Sie sind von allen Nüssen die kaliumreichsten (1020 mg), 100 g decken schon den halben Tagesbedarf! Ihr feiner aromatischer und mandelartigem Geschmack eignet sich sowohl für Kuchen, Müsli oder als Speiseeis vorzüglich.
Pekannuss
Ähneln der Walnuss sowohl vom Aussehen, der Anwendung als auch im Geschmack. Sie hat auch oft den Ruf der „billigen Walnuss“. Im großen Stil angebaut wird die Pekannuss in Texas, wo sie besonders an Flussläufen optimal gedeiht. Ihr sogar für Nüsse ungewöhnlich hoher Fettgehalt macht sie mit 703 kcal/100g zur „Kalorienbombe“.
Pinienkerne
Sie stammen von der Nusskiefer des Mittelmeerraums, eine Pinie die 30 m Höhe erreichen kann. Die Pinienkerne, auch Pignoli genannt, stecken in den Zapfen des Baums, sind länglich, ausgesprochen weich und haben einen süßlichen Geschmack. Legt man Wert auf hohe Qualität, so sollte man auf Pinienkerne aus der Toskana zurückgreifen. Besonders gut für die Gesundheit sind die vielen Vitamine, besonders das Vitamin B1. Schon 100 g decken den durchschnittlichen Tagesbedarf. Pinienkerne verwendet man für Salate und Gemüse, verziert damit Nudel- und Reisgerichte oder auch Backwaren. Besonders gut passen sie zu allen Nuss- oder Mandelrezepten.
Paranuss
Die Paranuss ist nach einem brasilianischen Bundesstaat, Para, benannt. Sie wachsen außerdem noch in den Urwäldern angrenzender Staaten, es gibt aber fast keine gezüchteten Arten. Die Nüsse sind 35 cm lang, von dünner graubrauner Samenschale umgeben und im Inneren weiß. Die dreikantige, relativ weiche Nuss schmeckt mandelartig und ist besonders nahrhaft. 6 Nüsse entsprechen einem Steak von 200 g! Ausgesprochen hoch ist auch der Gehalt an Vitamin B1, ca. 100 g Paranüsse decken unseren Tagesbedarf. Da sie nicht allzu bekannt ist, findet man kaum Rezepte mit Paranüssen, geschmacklich passt sie aber gut zu Gemüse und Currygerichten.
Kokosnuss
Wegen ihrer Fähigkeit, Tausende von Kilometern auf dem Meer zu schwimmen, ist ihre Heimat ungewiss. Auch ist sie botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern ein Steinobst wie etwa die Kirsche. Am besten gedeihen die auf Palmen wachsenden Kokosnüsse in Küstenähe, besonders in Südindien oder den Philippinen, aber auch in Westafrika. Was auf den Markt kommt, ist der Steinkern der Frucht, der frisch noch die Kokosmilch enthält („Schüttelprobe“ vor dem Kauf!). Zum Verzehr geeignet ist dann das Fruchtfleisch, auch Kopra genannt, das meist geschnitten oder geraspelt wird. So verarbeitet wird es auch fertig verkauft und wird bei diversen Weihnachtsgebäcken zugemischt. Industriell wird auch Kokosöl gepresst und verkauft. Übrigens: Wussten Sie, was eine „taube Nuss“ ist? Eine Kokosnuss, bei der alle Augen zugewachsen sind! Mit viel Glück enthält sie eine Kokosperle, die etwa so wertvoll sein soll wie ein Brillant!
Rosinen
Aus etwa 5 % der Traubenernte werden Rosinen (getrocknete Trauben) gewonnen. Die Bezeichnung Rosinen wird meist als Oberbegriff für die verschiedenen Arten verwendet. Die Korinthe, die aus Griechenland stammt, hat eine sehr kleine, bräunlichschwarze und sehr schrumpelige Form. Im Gegensatz dazu ist die Sultanine eher groß, rötlichbraun gefärbt und weniger verschrumpelt, jedoch bis auf kalifornische Sorten meist geschwefelt. Die Traubenrosine bildet eine Sonderform, da sie an der Traube getrocknet und nicht wie die Rosinen vorher abgerebelt wird. Rosinen sind besonders zuckerreich, also Powernahrung, und helfen bekanntlich bei Verdauungsstörungen aufgrund ihre Ballaststoffgehaltes. Ihre Vitamin- und Mineralstoffgehalte sind mit Ausnahme des Kaliums (710-860 mg) nicht außergewöhnlich. Besonders geschätzt wird die Rosine in Müslis, im Weihnachtszopf, im Apfelstrudel oder einfach roh im Studentenfutter.
Mandel
Als Heimat gilt Vorder- und Zentralasien, heutzutage wird sie hauptsächlich in den Mittelmeerländern angebaut. Jeder kennt die zwei Arten: Süß- und Bittermandeln. Die Süßmandel wird aus vielen Mittelmeerländern importiert, ist ca. 4- 5 cm lang, spitz zulaufend und wird immer ohne ihre Außenschale auf den Markt gebracht. Die bekanntesten Sorten der Steinfrucht sind „Sizil Juno“(Italien) oder „peerless“ (USA). Das dünne braune Häutchen ist oft mit schwefliger Säure behandelt (geschönt), um attraktiver auszusehen. Abgesehen von der ganzen Form wird sie geschält und ungeschält, gemahlen, geraspelt oder gestielt angeboten und hauptsächlich für Backwaren aller Art eingesetzt. Bittermandeln sind Träger eines bitteren Aromas und sollten nicht roh verzehrt werden, da sich im Magen die giftige Blausäure bilden kann. Für Kinder können schon 5-20 rohe Bittermandeln tödlich sein! Deshalb unbedingt für Kinder unzugänglich aufbewahren! Nach dem Kochen oder Backen sind Bittermandeln hingegen unbedenklich zu genießen. Allen Mandeln zu eigen sind besonders hohe Vitamin-E-Werte (25,2 mg), so dass schon 50 g Mandeln an einem Tag den Bedarf decken. Geradezu ideal ist auch der hohe Ballaststoffanteil von 15 %. Insbesondere werden Mandeln wegen ihres feinen Aromas für Weihnachtsgebäck verwendet. Geschält, ungeschält oder zu Marzipan verarbeitet bilden sie eine leckere Zutat für Plätzchen, Kuchen oder Stollen. Besonders Kinder lieben gebrannte Mandeln, die auf allen Weihnachtsmärkten verkauft werden.


