Was Tee trinken so gesund macht und wie Sie Tee richtig kochen

Nur bei entsprechender Zubereitung kann der Tee sein volles Aroma entfalten. Ob sich der echte Teegenuss einstellt, wird entscheidend beeinflusst durch Teemenge, Wasser und Ziehzeit.
Tee


ANZEIGE
ArganÖl mit Aprikosenmandelöl
 
Trägt zur Flüssigkeitszufuhr bei
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt für Erwachsene eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von zwei bis zweieinhalb Litern vor. Tee, vor allem Kräutertee bietet eine überaus effiziente und schmackhafte Möglichkeit, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, ohne gleichzeitig überflüssige Kalorien zu liefern - sofern sie ungesüßt bleiben.

Gesunde Inhaltsstoffe
Tee enthält in großen Mengen Fluorid, das maßgeblich die Bildung von Karies unterbindet. Mit 3-5 Tassen Tee wird bereits der Tagesbedarf an dem Spurenelement gedeckt. Außerdem findet man im Tee je nach Sorte wichtige Vitamine wie z. B. Vitamin A, B1, B2 und C, sowie einige Mineralstoffe. Kräutertees sind bekannt für unterschiedliche gesundheitsfördernde Wirkungen, die vor allem auf den Gehalt an ätherischen Ölen und anderen sekundären Pflanzenstoffen wie z. B. Flavonoiden zurückzuführen sind.

Der Geschmack der Tees wird in erster Linie durch den Gehalt an Gerbstoffen beeinflusst. Vor allem Grüner Tee enthält große Mengen dieser Stoffe und schmeckt deshalb herber als z.B. Schwarztee. Die Tannine - so heißen die Gerbstoffe des Tees - wirken beruhigend auf Magen und Darm, weshalb man Tee auch zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen einsetzt. Außerdem wirken diese Pflanzenstoffe auf den Darm stopfend. Gerbstoffe beeinträchtigen jedoch auch die Eisenaufnahme. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, zu den Hauptmahlzeiten Grüntee zu trinken. Eine Tasse Grüner Tee kann bereits die Eisenresorption aus einer Mahlzeit um die Hälfte reduzieren.

Egal ob Schwarzer Tee, Grüner Tee, Kräutertee wie Rooibos oder Früchtetee - Heute werden Tees nicht nur aus geschmacklichen Gründen mit Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten kombiniert. Vielmehr gibt es einige sehr schmackhafte Tees, die in idealer Weise Geschmack mit Gesundheit verbinden. Ob Pfefferminz-Zimt, Kamille-Ingwer, Hibiskus-Gingko, Brennnessel-Lemongras, Früchtetee mit Waldfrüchten oder spezielle Kindertees, die mit leckeren Fruchtaromen und wertvollen Kindervitaminen angereichert werden - Gesunde Tees zeichnen sich heute auch durch Geschmack aus!

Coffein ganz schonend
Das Coffein ist im Tee an die Gerbstoffe gebunden und wird deshalb wesentlich langsamer freigesetzt als beim Kaffee. Ganz besonders ist dieser Effekt bei Mate-Tee zu beobachten. Die anregende Wirkung auf Körper und Geist tritt langsamer ein und hält insgesamt länger an als nach dem Kaffeetrinken. Wegen seiner milden anregenden und stoffwechselaktivierenden Wirkung beschleunigt Mate-Tee den Fettabbau und wird deshalb zur Unterstützung von Fastenkuren und Diäten empfohlen.

Tee richtig kochen

Nur bei entsprechender Zubereitung kann der Tee sein volles Aroma entfalten. Ob sich der echte Teegenuss einstellt, wird entscheidend beeinflusst durch Teemenge, Wasser und Ziehzeit. Teesorten, die ätherische Öle enthalten, sollten beim Ziehen unbedingt abgedeckt werden, damit sich die wertvollen ätherischen Öle nicht verflüchtigen.

Die Kanne
Die zum Aufguss von Tee verwendete Kanne sollte möglichst aus Porzellan oder Glas, niemals aus Metall bestehen. Sie sollte ausschließlich für das Zubereiten von Tee verwendet und nur mit Wasser gereinigt werden. Denn Spülmittelrückstände können das besonders empfindliche Teearoma beeinträchtigen. Die Kanne sollte immer vor dem Aufguss mit heißem Wasser ausgeschwenkt werden.

Das Wasser
Das Wasser sollte möglichst rein und vor allem ungechlort sein. Am besten eignet sich weiches Wasser zum Teekochen. Über den Kalkgehalt des Trinkwassers gibt das zuständige Wasserwerk Auskunft. Allzu kalkhaltiges (hartes; Härtegrad 3 oder 4) Leitungswasser kann mit einem Wasserfilter enthärtet oder durch mineral- und kohlensäurearmes Mineralwasser ersetzt werden. Oder wählen Sie bei sehr kalkhaltigem Wasser bzw. Wasser mit starkem Eigengeschmack besonders kräftige Teesorten.

Die richtige Dosis
Erforderliche Teemenge und Wassertemperatur sind in der Regel auf der Packung angegeben. Pro Tasse rechnet man einen, für einen Liter Tee jedoch maximal 4 Teelöffel, wobei individuelle Abweichungen nach oben oder unten möglich sind. Man sollte jedoch beachten, dass der zerkleinerte Broken-Tee ergiebiger ist als Blatt-Tee.

Die Ziehzeit
Wichtig ist, den Tee immer nach Vorschrift ziehen zu lassen. Das anregende Coffein wird bereits nach 2-3 Minuten freigesetzt. Erst nach dieser Zeit entfaltet sich die Wirkung der Gerbstoffe. Diese binden das Coffein und wirken daher beruhigend. Grüner und Schwarzer Tee sollen daher, wenn sie anregend wirken sollen, nicht länger als 2-3 Minuten ziehen. Soll der Tee beruhigend wirken, lässt man ihn etwa 5 Minuten ziehen und verwendet nur etwa 2/3 der normalen Teemenge, da der Tee sonst bitter wird. Kräutertees lässt man 5-10 Minuten ziehen, damit sich das Aroma vollständig entfalten kann. Lässt man den Tee zu lange ziehen, wird er bitter oder verfärbt sich. Zieht der Tee zu kurz, schmeckt er dünn. Jeder kann den Tee also nach Belieben auf seinen individuellen Geschmack einstellen.

Tee sollte beim Ziehen nicht kochen, da sonst vor allem beim Kräutertee die ätherischen Öle verloren gehen. Es empfiehlt sich, den Tee dabei abzudecken und das Kondensat mit den flüchtigen Ölen anschließend wieder in den Tee zu geben.

Den Gehalt des Tees an Gerbsäuren bzw. Coffein kann man selbst steuern. Da das in den Teeblättern enthaltene Coffein leichter löslich ist, geht bei einer Ziehzeit von 2-3 Minuten ein Großteil des Coffeins in den Tee über. Der Tee zeigt vor allem anregende Wirkung.

Lässt man den Tee längere Zeit ziehen (4-5 Minuten), kommen die Gerbstoffe voll zur Geltung und wirken beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Außerdem binden Gerbstoffe das im Aufguss gelöste Coffein. Dieses wird dadurch im Magen-Darm-Trakt langsamer resorbiert. Dadurch wird die Verträglichkeit verbessert. Der bittere Geschmack des so zubereiteten Tees lässt sich mit Milch, Honig oder Zucker mildern.

Das Abgießen
Optimal entfaltet sich das Teearoma, wenn man den Tee freischwimmend in einer vorgewärmten Kanne aufbrüht und anschließend in eine zweite Kanne abgießt. Im Handel sind jedoch auch Kannen mit herausnehmbaren großen Siebeinsätzen erhältlich, in denen der Tee reichlich Entfaltungsfreiheit hat. Bei der Verwendung anderer Filter sollte man immer beachten, dass der Tee beim Aufbrühen das 6-7fache Volumen erreicht. Die Löcher der Filter sollten nicht zu klein sein, da sich sonst Teeblätter davor legen und den Aromafluss behindern. Gut geeignet sind Papierfilter oder auch Stoffnetze, sofern nur eine Teesorte verwendet wird. Gut geeignet sind auch Tee-Eier aus Porzellan oder Metall, sofern sie nicht zu sehr gefüllt werden. Denn der Tee braucht beim Aufbrühen Platz, damit sich das Teearoma frei entfalten kann.

Bei Beuteltees entfällt natürlich das Abgießen. Nach einer bestimmten Zeit wird der Beutel einfach aus dem Tee herausgenommen. Neu sind pyramidenförmige Teebeutel aus Nylon, in denen der Tee nicht nur viel Platz zum Ausdehnen hat. Das Nylon-Netz erlaubt zudem eine optimale Entfaltung der Aromen und Farbstoffe, ähnlich wie im Tee-Ei.

Die Zubereitung von Grünem Tee

Grüner Tee sollte im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Man lässt das Wasser aufkochen und anschließend auf Temperaturen zwischen 50 und 80° C abkühlen. Ein Liter kochendes Wasser benötigt etwa 10 Minuten, um auf 75° C abzukühlen. Je feiner der Tee, desto kälter sollte er aufgegossen werden. Der Grund liegt bei den Gerbstoffen, die im nicht fermentierten Grünen Tee in natürlicher Form vorliegen und deshalb den Tee bitter machen können. Aus diesem Grund wird dieser Tee nach 2-3 Minuten bereits abgegossen. Soll der Tee anregend sein, verwendet man entsprechend mehr Teeblätter. Für die erfrischende Variante empfiehlt es sich, mit niedrigeren Wassertemperaturen aufzugießen und den Tee kürzer ziehen zu lassen. Gerät der Tee zu bitter, leisten geringere Teemengen und niedrigere Aufgusstemperaturen Abhilfe.

Zutaten und Bräuche
In Ostasien wird Grüner Tee ohne jede Zutat getrunken. Im Orient sowie in Indien trink man gerne Tees, die durch spezielle Gewürze anregende oder harmonisierende Wirkungen erhalten (siehe Gewürztee). Die Sitte, den Tee mit Milch und Zucker etwas milder zu machen, stammt aus England. Und aus Ostfriesland kommt der Brauch, Kandiszucker und Sahne zum Tee zu servieren. Es ist übrigens Tatsache, dass Zucker - wohlgemerkt in kleinen Mengen - verborgene Duftstoffe und das Aroma erst so richtig zur Geltung bringt.

Einige Tipps

Ätherische Öle verflüchtigen sich
Enthält der Tee ätherische Öle, ist es empfehlenswert, den Tee abgedeckt ziehen zu lassen. Dadurch bleiben die wertvollen ätherischen Öle nahezu vollständig im Tee erhalten. Vor allem bei Arzneitees ist das unbedingt zu beachten!

Zu bitter?
Schmeckt Grüner Tee besonders bitter, empfiehlt es sich, die Blattmenge zu reduzieren oder einen zweiten Aufguss zu probieren. Oft lässt sich so der Gerbstoffgehalt des Tees reduzieren, ohne dass er dabei zu viel von seinem Aroma einbüßen muss.

Tee für Kinder
Auch coffeinhaltige Tees (Schwarztee, Grüner Tee, Mate-Tee) kann man z.B. für Kinder leicht coffeinfrei zubereiten. Dazu lässt man den wie gewohnt aufgebrühten Tee kurz (ca. 30 Sekunden) ziehen, gießt ihn ab und übergießt die Teeblätter nochmals mit heißem Wasser. Einfacher ist allerdings das Servieren von Kindertees (z.B. Bärenstarker Kindertee), Rooibos- oder Früchtetees, die von Natur aus coffeinfrei sind und - aromatisiert (z. B. mit Vanille oder Orange) - Kindern besonders gut schmecken.

Lagerung
Tee sollte in verschlossenen Gefäßen an kühlen und dunklen Orten aufbewahrt werden. Stark riechende Lebensmittel, wie Gewürze oder andere Teesorten können den Geschmack des offen gelagerten Tees negativ beeinflussen. Geeignet sind luftdicht verschließbare Gefäße aus Porzellan, dunklem Glas oder Metall. Grüner Tee darf auf keinen Fall in Metallgefäßen gelagert werden, da der Tee darin oxidiert und das enthaltene Vitamin C abgebaut wird. Schwarztee kann bei entsprechender Lagerung bis zu zwei Jahre gelagert werden. Aromatisierte Tees hingegen sollten möglichst schnell aufgebraucht werden, damit die Aromastoffe im Tee voll zur Geltung kommen können.

Quellenhinweis: Wirths PR
ANZEIGE

ANZEIGE
BIO ArganÖl