Yoga-Variationen – für jeden die passenden Übungen

Ziel von Yoga ist die Entspannung und das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Mittlerweile gibt es verschiedene Yoga-Variationen mit unterschiedlichen Ansätzen und Bewegungsabläufen.
Yoga


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Im Laufe der letzten Jahre sind immer neue Yoga-Variationen kreiert worden, die verschiedene Techniken kombinieren oder einen veränderten Schwerpunkt besitzen. Lesen Sie in Kurzform die besonderen Merkmale dieser Yogaformen.

Iyengar-Yoga
Diese Form des Yogas ist gut für Anfänger geeignet. Bei den körperbetonten Übungen wird viel Wert auf eine präzise Ausführung gelegt. Begründet wurde diese Form von dem Inder B. K. S. Iyengar. Anhand einer Vielzahl von eigenen Erfahrungen setzte er in den Yoga-Übungen Hilfsmittel ein, wie beispielsweise Gurte, Polster oder rutschfeste Matten ein. Damit werden den Übenden ermöglicht, auch schwierigere Yogahaltungen einzunehmen. Typisch im Iyengar-Yoga sind die Kombination von Technik, Dauer und Sequenz mit dem Ziel der tiefen Durchdringung des Körpers. Iyengar-Yoga ist somit für sportliche Menschen, wie auch für körperlich Behinderte interessant.

Yoga-Pilates
In harmonischen, fließenden Bewegungen werden bei diesem Ganzkörpertraining Atemtechnik, Kraftübungen, Koordination und Stretching kombiniert. Entstanden ist das Fitness-Programm Pilates in den 20er Jahren in New York. Der Bodybuilder Joseph Pilates brachte zum ersten Mal Kampfsport mit Yoga-Elementen und westlicher Gymnastik in Einklang. An speziellen Geräten aus Holz, Leder und an Seilzügen trainierten Tänzer und Schauspieler, die durch ihren Beruf Probleme mit den Gelenken oder Bandscheiben hatten. Heute werden die Übungen ohne Geräte durchgeführt. Pilates ist ideal, um den ganzen Körper zu trainieren und die eigene Mitte zu finden. Es werden immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig gekräftigt und gedehnt. Das ist zwar anstrengender, aber ein besseres und energiegeladenes Körpergefühl ist der angenehme Lohn. Die Kombination von Yoga und Pilates verbindet entspannende Elemente mit körperstraffenden Übungen. Durch diese Mischung ist Yoga-Pilates eine der beliebtesten Sportarten unter Frauen.

Power-Yoga
Diese Mischung aus Krafttraining und Stretching dehnt und entspannt die Muskeln und kräftigt sie gleichzeitig. Die Grundpositionen (Asanas) des Hatha-Yoga bleiben die gleichen, aber wie bei einer Choreografie werden die Übungen direkt aufeinanderfolgend und fließend miteinander verbunden. Die Positionen gehen harmonisch ineinander über. Power-Yoga ist sehr kraftvoll und vor allem bei Männern beliebt. In den USA praktizieren über 25 Millionen Menschen diese Yoga-Variante und auch in Deutschland findet sie immer mehr Freunde.

Kundalini
Die spirituell ausgerichtete Yoga-Variante kombiniert Dehnungs- und Atemübungen mit Meditation und Gesängen (Mantras). Kundalini-Yoga wird auch das Yoga des Bewusstseins genannt. Klassische Körperhaltungen regen den Stoffwechsel an, halten die Organe gesund, dehnen die Muskulatur und bewirken eine konzentrierte Ausgeglichenheit. Besonders im Tantrismus spielt diese Yoga-Praxis eine große Rolle.

Ashtanga
Auch hier werden die klassischen Positionen des Hatha-Yogas durchgeführt, die Bewegungen sind aber schneller, sportlicher und erfordern etwas mehr Kondition. Die Tiefenatmung ist während der Übungen besonders wichtig. Sie klingt wie Meeresrauschen in der Kehle. Viele moderne Hatha-Yoga-Stile leiten sich aus diesem Yoga ab.

Jivamukti
Die Jivamukti Yoga Methode wurde 1986 von Sharon Gannon und David Life entwickelt. Meditation, Musik und Mantra-Singen kombiniert mit Körperübungen beinhalten diese Yoga-Methode. Choreografierte Bewegungsabläufe gehen beinahe tänzerisch ineinander über und gleichzeitig werden Vegetarismus, Umweltbewusstsein und Selbstbestimmung als praktische Philosophie angeboten.

Bikram-Yoga
Bikram-Yoga wurde von dem indischen Yogameister Bikram Choudhury entwickelt. Hierbei werden 26 Körperpositionen und zwei Atemübungen bei einer Temperatur von bis zu 40 Grad ausgeführt. Durch den heißen Raum ist dies sehr schweißtreibend, aber die Muskeldehnung wird dabei erheblich erleichtert. Der Körper soll zugleich mit dem Schwitzen entgiftet werden. Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist eine wichtige Voraussetzung, da die Wärme anstrengend für den Körper ist.
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