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Yoga-Variationen – für jeden die passenden Übungen

Ziel von Yoga ist die Entspannung und das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Mittlerweile gibt es verschiedene Yoga-Variationen mit unterschiedlichen Ansätzen und Bewegungsabläufen.

Yoga

Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Der Begriff Yoga stammt aus der altindischen Gelehrtensprache des Sanskrit und bedeutet so viel wie „Anbindung“ oder „Vereinigung“. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. Ganz bekannt ist Hatha-Yoga. Bei diesem Yogastil werden Übungen zur inneren Reinigung durch Atemübungen und Meditation ergänzt. Im Laufe der letzten Jahre sind immer neue Yoga-Variationen kreiert worden, die verschiedene Techniken kombinieren oder einen veränderten Schwerpunkt besitzen. Lesen Sie in Kurzform die besonderen Merkmale dieser Yogaformen.

Iyengar-Yoga

Diese Form des Yogas ist gut für Anfänger geeignet. Bei den körperbetonten Übungen wird viel Wert auf eine präzise Ausführung gelegt. Begründet wurde diese Form von dem Inder B. K. S. Iyengar. Anhand einer Vielzahl von eigenen Erfahrungen setzte er in den Yoga-Übungen Hilfsmittel ein, wie beispielsweise Gurte, Polster, Klötze oder rutschfeste Matten ein. Damit werden den Übenden ermöglicht, auch schwierigere Yogahaltungen einzunehmen. Typisch im Iyengar-Yoga sind die Kombination von Technik, Dauer und Sequenz mit dem Ziel der tiefen Durchdringung des Körpers. Iyengar-Yoga ist somit für sportliche Menschen, wie auch für körperlich Behinderte interessant.

Yoga-Pilates

In harmonischen, fließenden Bewegungen werden bei diesem Ganzkörpertraining Atemtechnik, Kraftübungen, Koordination und Stretching kombiniert. Entstanden ist das Fitness-Programm Pilates in den 20er Jahren in New York. Der Bodybuilder Joseph Pilates brachte zum ersten Mal Kampfsport mit Yoga-Elementen und westlicher Gymnastik in Einklang. An speziellen Geräten aus Holz, Leder und an Seilzügen trainierten Tänzer und Schauspieler, die durch ihren Beruf Probleme mit den Gelenken oder Bandscheiben hatten. Heute werden die Übungen ohne Geräte durchgeführt. Pilates ist ideal, um den ganzen Körper zu trainieren und die eigene Mitte zu finden. Es werden immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig gekräftigt und gedehnt. Das ist zwar anstrengender, aber ein besseres und energiegeladenes Körpergefühl ist der angenehme Lohn. Die Kombination von Yoga und Pilates verbindet entspannende Elemente mit körperstraffenden Übungen. Durch diese Mischung ist Yoga-Pilates eine der beliebtesten Sportarten unter Frauen.

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Power-Yoga

Diese Mischung aus Krafttraining und Stretching dehnt und entspannt die Muskeln und kräftigt sie gleichzeitig. Die Grundpositionen (Asanas) des Hatha-Yoga bleiben die gleichen, aber wie bei einer Choreografie werden die Übungen direkt aufeinanderfolgend und fließend miteinander verbunden. Die Positionen gehen harmonisch ineinander über. Power-Yoga ist sehr kraftvoll und vor allem bei Männern beliebt. In den USA praktizieren über 25 Millionen Menschen diese Yoga-Variante und auch in Deutschland findet sie immer mehr Freunde. Das Hauptziel des Power-Yoga ist die Stärkung der Körperkraft und Beweglichkeit.

Kundalini

Die spirituell ausgerichtete Yoga-Variante kombiniert Dehnungs- und Atemübungen mit Meditation und Gesängen (Mantras) und ist eine besonders sanfte Form des Yoga. Kundalini-Yoga wird auch das Yoga des Bewusstseins genannt. Es geht hier um Überwindung körperlicher Blockaden. Klassische Körperhaltungen regen den Stoffwechsel an, halten die Organe gesund, dehnen die Muskulatur und bewirken eine konzentrierte Ausgeglichenheit. Besonders im Tantrismus spielt diese Yoga-Praxis eine große Rolle.

Ashtanga

Auch hier werden die klassischen Positionen des Hatha-Yogas durchgeführt, die Bewegungen sind aber schneller, sportlicher und erfordern etwas mehr Kondition. Die Tiefenatmung ist während der Übungen besonders wichtig. Sie klingt wie Meeresrauschen in der Kehle. Die kontinuierlichen Bewegungsabläufe regen die Durchblutung an und bringen den gesamten Kreislauf auf Trag. Viele moderne Hatha-Yoga-Stile leiten sich aus diesem Yoga ab. Für Yoga-Einsteiger ist diese Yoga-Variante weniger zu empfehlen.

Jivamukti

Die Jivamukti Yoga Methode wurde 1986 von Sharon Gannon und David Life entwickelt. Meditation, Musik und Mantra-Singen kombiniert mit Körperübungen beinhalten diese Yoga-Methode. Choreografierte Bewegungsabläufe gehen beinahe tänzerisch ineinander über und gleichzeitig werden Vegetarismus, Umweltbewusstsein und Selbstbestimmung als praktische Philosophie angeboten.

Bikram-Yoga

Bikram-Yoga wurde von dem indischen Yogameister Bikram Choudhury entwickelt. Hierbei werden 26 Körperpositionen und zwei Atemübungen bei einer Temperatur von bis zu 40 Grad und 40 Prozent Luftfeuchtigkeit ausgeführt. Durch den heißen Raum ist dies sehr schweißtreibend, aber die Muskeldehnung wird dabei erheblich erleichtert. Der Körper soll zugleich mit dem Schwitzen entgiftet werden. Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist eine wichtige Voraussetzung, da die Wärme anstrengend für den Körper ist.

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