Müde, kraftlos und abgespannt? Mit Yoga stark in allen Lebenslagen

Yoga hat sich als eine Methode der Entspannung etabliert. Immer mehr wird nun Yoga auch als Ergänzung konkreter medizinischer Therapien entdeckt.
Yoga


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Yoga gehört seit Jahren zu einer der beliebtesten Entspannungsformen und ist eine sehr beliebte Methode, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. So mancher Mensch verbindet mit Yoga körperlich anstrengende Verrenkungen, die hohe Gelenkigkeit und viel Mühe erfordern. Dabei lässt sich mit Yoga im Alltag einfach und schnell neue Lebensenergie tanken – ob zu Hause oder unterwegs. Beliebt ist Yoga, weil es unter anderem den Menschen als Ganzes anspricht und viele Möglichkeiten der Entwicklung bietet.

Yoga ist eine ganzheitliche Lebensführung, die aus verschiedenen praktischen Übungen und theoretischen Lebensgrundlagen besteht. Diese führen bei regelmäßiger Anwendung zu körperlichem Wohlbefinden, Gesundheit, Lebensfreude, Wissen und Weisheit. Yoga harmonisiert und beeinflusst auf sanfte Weise positiv alle Stoffwechselvorgänge, aktiviert Selbstheilungskräfte, stabilisiert die Immunabwehr und optimiert biologische und chemische Prozesse im Körper. Grundsätzlich können alle Menschen Yoga praktizieren. Dabei sollte sich jeder beim Üben wohlfühlen, Übungen sofort anwenden können und sich nicht überfordert fühlen. Ist Yoga hingegen kompliziert und mühsam, macht es weder Freude noch bewirkt es etwas.

Yoga entstresst und macht gesünder
Basierend auf dem Weg des Raja-Yoga mit seinen Hatha-Übungen entwickelte die Yogalehrerin Zora Gienger Grund- und Tanzübungen sowie spezielle Übungen für Lebenskrisen, neue Herausforderungen, seelische Verletzungen und Schuldgefühle. Sogar die Zeit in Bus oder Bahn lasse sich für eine kleine Auszeit zwischendurch nutzen.

Als Übung zum Meistern der Alltagsherausforderungen stehen Sie auf den Füßen hüftbreit auseinander. Strecken Sie die Arme parallel leicht nach vorne, die Handflächen zeigen dabei nach oben. Stellen Sie sich nun eine Schaufel vor. Ihre Arme bilden gedanklich eine Schaufel, mit der Sie Energie zu sich herschaufeln. Atmen Sie kräftig ein und vollführen Sie mit den Armen eine Schaufelbewegung, indem Sie die Arme schnell zu sich herziehen in Richtung Oberkörper. Beim Ausatmen finden die Arme wieder in die Ausgangsposition zurück. Atmen Sie in einem schnellen Rhythmus, um sich energetisch aufzuladen. Atmen Sie dennoch tief mit der Nase ein und mit dem Mund wieder aus. Führen Sie die Übung mindestens eine Minute lang aus.

Entspannung für Seele und Körper
Die uralte, indisch-philosophische Lehre umfasst eine Reihe geistig und körperlich wirksamer Übungen. Im Westen sind allerdings oft nur die körperlichen Übungen bekannt, dabei gibt es viele verschiedene Formen des Yogas – alle mit eigener Philosophie und Praxis. Bei den meditativen Formen liegt der Schwerpunkt auf der geistigen Konzentration, bei den körperlichen auf den Übungen und Positionen. Yoga heißt "Einheit, Harmonie" und der Ursprung ist rein spirituell. Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Übungen (Asanas), die zunächst nur der Stärkung des Körpers dienten, um den Weg zur Erleuchtung zu erleichtern. Die positive Wirkung auf den gesamten Körper wurde erst später festgestellt. Bei uns ist vor allem das klassische "Hatha-Yoga" bekannt, das die körperbetonte Art der Philosophie als Oberbegriff zusammenfasst.

Über 80 klassische Übungen für mehr Beweglichkeit
Das Ziel ist der körperliche, geistige und seelische Einklang. Dabei ist die positive Wirkung des Yogas noch vielfältiger: Flexibilität, Kraft, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer werden trainiert, Durchblutungs- und Schlafstörungen, nervöse Beschwerden, chronische Kopf- oder Rückenschmerzen können gelindert werden. Über 80 klassische Asanas, die oft Tiernamen tragen, weil sie der Haltung des natürlichen Vorbilds nachempfunden sind, verhelfen zu mehr Beweglichkeit und Geschmeidigkeit. Den Körper entspannen und nach und nach geht alles wie von selbst, die Muskeln und Sehnen werden weicher, der Körper beweglicher. Alles ist im Fluss – den eigenen Körper sehen, das Herz schlagen hören, die Atmung spüren und das im gleichmäßigen Rhythmus.

Einige Regeln gilt es zu beachten
Um die positive Wirkung dieser Philosophie zu unterstützen, sollten einige Regeln beachtet werden: Üben Sie nicht mit vollem Magen, weil die Übungen sonst, speziell die der Bauchmuskeln, erschwert werden. Eine gestörte Verdauung könnte außerdem die Folge sein. Sie sollten sich frei fühlen, auch in der Kleidung. Tragen sie deshalb bequeme und lockere Bekleidung, nichts sollte sie einengen. Sobald Ihnen eine Bewegung weh tut, brechen Sie sie ab. Yoga soll Ihnen gut tun und keine Schmerzen bereiten. Eine bestmögliche Körperwahrnehmung und der damit verbundene Trainingseffekt sind durch langsame, präzise Bewegungen und bewusste Positionshaltung erreichbar.

Wichtig ist außerdem: es kommt nicht auf die Leistung an. Tempo und Grad der Anstrengung muss jeder für sich selbst finden oder bestimmen. Yoga wirkt auch, wenn es noch nicht vollständig beherrscht wird.
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