Gesundheitskapital durch Bewegung

Gesundheit heißt der Zustand vollständigen körperlichen, geistig-seelischen und sozialen Wohlbefindens – nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Regelmäßige Bewegung stärkt den Körper und steigert das Wohlbefinden.
Jogging


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Unser Körper ist von Natur aus auf Bewegung angelegt. Bewegung drückt gleichsam Freiheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität aus. Bewegung verbraucht Kalorien und hat einen günstigen Effekt auf unser Appetitverhalten. Regelmäßige Bewegung und Sport baut Muskelmasse auf, das den Grundbedarf an Energie ansteigen lässt und auch in Ruhephasen mehr Kalorien verbraucht. Ein weiterer Vorteil ist die Freisetzung von Endorphinen. Die Glücksgefühle sorgen für das nötige Wohlbefinden und stärken die Motivation, für sich und den Körper etwas zu tun.

Im modernen Berufsleben kommt die Bewegung meist zu kurz. Kaum eine Schreibtischarbeit sorgt für eine gleichmäßige Belastung und Nutzung des Bewegungsapparates. Im Sitzen bei Besprechungen, am Schreibtisch vor dem Computer und stundenlang unterwegs im Auto verkümmern ganze Muskelgruppen. Das beeinträchtigt die Funktion des gesamten Organismus.

Bewegungsmangel verursacht chronische Erkrankungen
Nach Meinung von Gesundheitsexperten werden mehr als die Hälfte aller chronischen Erkrankungen durch Bewegungsmangel verursacht. Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen besonders dazu. Der menschliche Organismus ist jedoch genetisch auf Bewegung programmiert. Bewegung an der frischen Luft versorgt den ganzen Körper mit ausreichend Sauerstoff.

Die besten Auswirkungen auf die Gesundheit hat dabei das Training im aeroben Bereich. Kohlendioxid wird verstärkt abgeatmet und die Säure-Basen-Bilanz positiv beeinflusst. Beim Training im aeroben Bereich sollte die Herzfrequenz bei Belastung zwischen 60 und 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz bleiben. Die maximale Herzfrequenz kann bei einem Belastungs-EKG oder durch einen Belastungstest ermittelt werden.

Bei anaerober Belastung hingegen bildet sich im Organismus verstärkt Milchsäure. Deshalb steht am Beginn jedes sinnvollen Bewegungsplanes eine sportmedizinische Untersuchung, um die individuellen Grenzen bei jedem Gast auszuloten. Die anaerobe Schwelle kann man mit dem Laktattest, besser noch mit der Ergospirometrie (Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung) erfassen.

Aerobes Ausdauertraining
Ein aerobes Training wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem aus und kann mit richtiger Ernährung das Gewicht reduzieren. Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Walking und Nordic Walking kommen dafür besonders in Betracht.

Aerobes Training verbessert nach Studien die Hirndurchblutung und sorgt für eine Anreicherung von Botenstoffen. Solche Signalmoleküle stimulieren das Wachstum von neuen Nervenzellen, fördern die Synapsenbildung und damit die Vernetzung der Neuronen untereinander. Bewegung wirkt somit unmittelbar positiv auf die geistige Kapazität und erhöht die Lernfähigkeit und beugt der Altersdemenz vor.

Auf Grund der Anregung zur Ausschüttung von Hormonen wie Endorphin und Serotonin spielt die körperliche Aktivität auch für die seelische Verfassung eine positive Rolle. Durch den positiven Einfluss auf die Stimmung wird regelmäßige Bewegung gerne als fester Bestandteil in der Therapie eingesetzt.

Mit einfachen Mittel lässt sich im Alltag die Aktivität steigern. Regelmäßig die Treppe statt den Fahrstuhl benutzen, mit dem Rad zum Einkaufen fahren, das Auto stehen lassen und mal zu Fuß gehen – das sind bereits die ersten Schritte zu mehr Bewegung.
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