Die Prostata gesund erhalten – mit Natursubstanzen

Wenn Männer in die Jahre kommen, treten am häufigsten Herz- und Prostatakrankheiten auf. Bereits lange vorher sollte man sich um eine natürliche Vorsorge kümmern.
Granatapfel


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Für viele Männer ist die Prostata das eher unbekannte Organ. Erst wenn sie Probleme bereitet, interessiert man sich dafür. Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, gehört zu den Geschlechtsorganen des Mannes und liegt unterhalb der Blase und umkleidet den Anfang der Harnröhre.

Erkrankungen der Prostata führen aufgrund der Lage dieser Drüse häufig zu Problemen beim Wasserlassen. Die Blasenentleerung ist gestört, es tritt häufiger Harndrang auf, besonders nachts. Um dem Fortschreiten dieser häufig bereits ab Mitte 40 einsetzenden Unanehmlichkeiten entgegenzuwirken, ist anfangs noch eine rein pflanzliche Therapie möglich und erfolgversprechend.

Beim Besuch des Urologen wird dieser die Prostata abtasten und mit Ultraschall untersuchen, danach in der Regel ein Adenom – eine gutartige Vergrößerung – diagnostizieren und eine medikamentöse Therapie beginnen. Der Arzt wird außerdem den sogenannten PSA-Test (auf das Vorhandensein eines Tumors) empfehlen, der aber seine Tücken hat: Die Bestimmung dieses Eiweißstoffs liefert so ungenaue Ergebnisse – da zu vielen Einflüssen unterworfen –, dass sie Männern statistisch keinen Vorteil bietet. Wer allerdings rechtzeitig selbst mit einer pflanzlichen Therapie beginnt, hat gute Chancen, der begonnenen Prostatavergrößerung noch entgegenzuwirken. Aus der Vielfalt an möglichen Naturheilmitteln stellen wir hier vier bereits in der Praxis bewährte Pflanzenextrakte vor:

Bei Entzündungen im Körper außerordentlich wirksam und dabei ohne Nebenwirkungen ist Weihrauch. Damit ist hier nicht das ätherische Öl gemeint, sondern der Extrakt, den man einnehmen kann. Bei Entzündungen in der weiblichen Brust ist das Naturharz schon seit einer Studie der Uni Tübingen (1991) als Entzündungen wirksam hemmend und eindämmend bekannt. Als Helfer für die Prostata wartet Weihrauch zwar noch auf seine breite Entdeckung. Dabei könne Weihrauch auch hier ohne Nebenwirkungen die Entzündung stark verringern, sagt Hans-Peter Strobel, der im schweizerischen Davos seit Jahren in der Forschung mit Naturharzen und deren pharmazeutischen Einsatz tätig ist. Empfohlen wird die gleichzeitige Einnahme von Vitamin E, welches die zelluläre Immunfunktion steigert und die Bildung krebserregender Nitrosamine im Lipidsystem verhindern hilft, und von Selen, das ebenfalls positive Auswirkungen auf das Tumorsuppressor-Gen 53 hat.

Zur Rückbildung einer vergrößerten Prostata können sterolhaltige Pflanzen beitragen, neben Kürbiskernen, Brennesselwurzeln, Sägepalme und Roggenpollen ist das auch die aus Mexiko stammende Yamswurzel. Eine gesunde Prostata ist von einem hormonellen Gleichgewicht abhängig. Die in der Yamswurzel enthaltenen Phytohormone wirken auf den Hormonstoffwechsel. Der Organismus wird angeregt, Harmonie in die Hormonproduktion zu bringen. Die mexikanische wilde Yamswurzel ist besonders wirkstoffreich. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die körpereigene Synthese des natürlichen Prähormons DHEA durch Diosgenin – in der Yam enthalten – gefördert werden kann. DHEA soll verjüngende Effekte und eine Steigerung von Vitalität und Wohlbefinden bewirken. Wer Yamswurzel-Extrakt nimmt, sollte mit Kupfer- und Zinkpräparaten ergänzen, empfiehlt der Männerarzt und Hormonexperte Dr. Volker Rimkus. Die Mineralstoffe dienen der Stabilisierung der Immunabwehr und sorgen auch dafür, dass die zur Hormonsynthese in der Nebenniere notwendigen Fermente aktiv bleiben. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Progesteron überhaupt weiter in die peripheren Hormone umgesetzt werden kann. Ebenso wichtig ist eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie viel Bewegung.

Bei Tumorgeschehen hilfreich, da wachstumshemmend auf Krebszellen; aber auch vorbeugend zur kurweisen Einnahme empfehlenswert ist Granatapfel. Die Frucht hemmt aufgrund ihrer Vielzahl natürlicher Pflanzenstoffe den Prostatakrebs. Das ergab im Jahr 2006 eine klinische Studie. Aufgrund der täglichen Einnahme von 20 ml Granatapfel-Elixier verdoppelte sich der PSA-Wert statt in 15 Monaten erst in einer Zeitspanne von 54 Monaten (viereinhalb Jahre!). Die Bilanz der verlängerten Studie am Jahresende 2008 erbrachte sogar eine PSA-Verdoppelungszeit von 60 Monaten (fünf Jahre). Keine Heilung, aber ein Zugewinn an wertvoller Lebenszeit! Neueste Forschungsergebnisse zeigen den Grund: Die Polyphenole des Granatapfelmarks wirken den besonderen Überlebensstrategien der aggressiven hormonabhängigen Krebsarten (wie Brust-, Prostata-, Lungen-, Darm- und Hautkrebs) entgegen. Krebszellen konnten sich wieder zu gesunden Zellen zurückbilden oder wurden in den programmierten Selbstmord getrieben. Fermentiert zeigt der Saft übrigens die doppelt hohe Wirksamkeit wie der frische Saft, ist der Deutschen Zeitschrift für Onkologie zu entnehmen (Ausgabe 3/2008). Die Bioverfügbarkeit der Polyphenole sei am höchsten, so Dr. Manfred Ludwig Jacob in dieser Veröffentlichung, wenn der Saft vor den Hauptmahlzeiten getrunken werde.

Moosbeerensaft: Krebsforscherin Tamara Lebedewa hat ihn in Deutschland bekannt gemacht, den Saft aus der Moosbeere, der europäischen Verwandten der Cranberry. Jene wirkt vor allem bei Blasenentzündungen recht zuverlässig. Bei Krebsgeschehen – das nach der These der Forscherin auf sich ausbreitende Einzeller (Trichomonaden) zurückzuführen ist, soll nach vorheriger Darm- und Leberreinigungskur der Moosbeerensaft innerhalb von Minuten die Parasiten vernichten, schreibt die russische Wissenschaftlerin in ihren Büchern. Auch der Saft aus Preiselbeeren, Johannisbeeren und wilden Trauben soll ähnlich wirken. Als entscheidender Wirkfaktor wird der hohe Gehalt an roten und blauen Pflanzenfarbstoffen (Proanthocyanidin-A) vermutet.

Trotz den beschriebenen Erfolgen mit einer pflanzlichen Therapie, sollten Patienten immer mit ihrem Arzt und Therapeuten die passende Vorbeugung und individuelle Behandlung besprechen.
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