Qigong - Selbstheilung durch meditatives Atmen und langsame Bewegungsübungen
Es sind weiche, langsam ausgeführte Bewegungen. Mit Konzentration und nach detaillierten Vorgaben. Sie strahlen eine tiefe Ruhe aus. Sinn dieser Übungen ist eine bessere Körperwahrnehmung und eine Stärkung des inneren Gleichgewichts. Qigong, das ist die jahrtausendealte chinesische Kultivierung von Körper und Geist. Es zeigt, wie die allesdurchdringende Kraft des „Qi“ aktiviert, trainiert und genährt werden kann. „Qi“, das ist vitale Lebensenergie.
Qigong ist seit Jahren dabei, sich auch in der westlichen Welt zu verbreiten. Kosmische Wahrheiten sind überall gültig und werden von allen Mentalitäten gespürt, begründete ein Meister dieser „Inneren Kunst“ einmal das große Interesse im Westen an diesem System langsamer, fließender Bewegungen.
Frei übersetzt bedeutet der Begriff „Qigong“: ausdauernd (täglich) mit dem Qi üben, um gesund und zufrieden leben zu können. Mit dem Qi haben die Chinesen vor mehr als viertausend Jahren die Existenz einer „alles durchdringenden Kraft„ im gesamten Universum wahrgenommen und sich fortan bemüht, die Geetzmäßígkeiten dieser Kraft, des Qi, zu ergründen. Sie haben festgestellt, dass durch das Qi das Universum in Bewegung (lebendig) gehalten wird.
Die vitale Lebensenergie kultivieren, sammeln und stärken
Auch der Mensch, als Teil des Universums, wird vom Qi durchströmt und ohne dieses Qi gibt es kein Leben. Deshalb erforschten die Chinesen, wie man es kultivieren, sammeln und stärken kann, um gesund zu bleiben und im Einklang mit der Natur zu leben. So entstand Qigong – und wurde ein energetisches System mit vielen tausend verschiedenen Übungen zur Stärkung des Qi, zur Vorbeugung und Heilung von Krankheit, aber auch zur Entdeckung der eigenen „Mitte“, um demütig im Einklang mit der Natur zu leben.
Qigong-Übungen können liegend, sitzend oder im Stehen ausgeführt werden und umfassen Übungen in Ruhe und Bewegung. Somit können alle Menschen, gleich welchen Alters oder mit welchen Handicaps, entsprechend ihrer Konstitution Qigong üben.
Ruhe (Yin) und Bewegung (Yang) verkörpern das universelle Gesetz von Yin und Yang. In unserer yangbetonten Gesellschaft (mit Hektik, Stress, Äußeres), fehlt oft der natürliche Ausgleich, das Yin (Ruhe, Erholung, Inneres). Mit Qigong werden Ruhe und Bewegung, Anspannung und Entspannung geübt. Yin und Yang können so in Balance, in Harmonie gebracht werden.
Qigong harmonisiert alle Körpersysteme, wobei es im Chinesischen keine Trennung von Körper, Geist und Seele gibt. Alles gehört zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Alle Qigong-Übungen vereinen auf unterschiedlichste Art und Weise die folgenden drei Aspekte:
1. Atmung,
2. Bewegung, Haltung,
3. Aufmerksamkeitsführung, Vorstellungskraft leiten.
Am Anfang steht die natürliche Zwerchfellatmung
So liegt allen Übungen eine bestimmte Atemtechnik zugrunde, zu Beginn oft die natürliche Zwerchfellatmung. Wir heben und senken beim Ein- und Ausatmen die Bauchdecke (durch die Zwerchfellbewegung) und nicht den Brustkorb.
Weiter gibt es verschiedenen Bewegungsformen oder Haltungen, um das Qi anzuregen und in Fluß zu bringen. Es herrschen langsame Bogen oder Bewegungen vor, um den Fluß des Qi bestmöglich positiv zu beeinflussen. Dabei kann die Bewegung auch nur im Inneren erfolgen, ohne dass dies äußerlich sichtbar wird. Als Drittes soll der Geist beruhigt und Aufmerksamkeit auf bestimmte Energiezentren im Körper oder auf bestimmte Aspekte einer Bewegung geleitet werden. Alle drei Komponenten sollen harmonisch vereinigt werden.
Fehlt etwa die Atmung oder die Aufmerksamkeitsführung, so kann man nicht mehr von Qigong sprechen. Selbst Übungen, die rein äußerlich aussehen wie bei uns bekannte Gymnastik, sind also nicht damit vergleichbar, weil – zwar nicht sichtbar – doch eine ganze Menge mehr passiert und wesentlich mehr Anforderungen erfüllt werden müssen.
Durch die umfassende Übungsanforderungen kann sich der Übende auf vielfältige Weise selber positiv beeinflussen. So geht das Qigong auch über ein reines „Entspannungstraining“ hinaus. "Wir können ruhiger und gelassener werden, wieder mit der Erde verwurzeln, sensibler werden für energetische Prozesse in unserem Leben, unsere „Mitte“ wiederfinden oder sogar ganz neue Bewusstseinsebenen erreichen", berichten Qigong-Übende. Dass all dieses das Befinden verbessert, allerdings nicht innerhalb weniger Tage, liegt auf der Hand.
Eine kurze praktische Qigong-Übung
Regelmäßiges, tägliches Training gehört dazu, um alle Aspekte des Qigong zu erfahren. Wer nun neugierig geworden ist, kann nun den ersten Schritt tun, nämlich eine kurze praktische Übung ausprobieren. Setzen sie sich dazu auf einen Stuhl, ohne dass Sie sich an der Rückenlehne anlehnen. Der Stuhl sollte so hoch sein, dass die Beine etwa im 90-Grad-Winkel gebeugt werden. Die Füsse sollten in Schulterbreite auseinander sein und parallel stehen. Die Sitzknochen sollten fest auf dem Sitz aufliegen und der Oberkörper sollte aufgerichtet sein, ohne den Brustkorb hervorzuwölben. Das Kinn ist leicht eingezogen. Die Arme liegen am Oberschenkel auf, wobei die Ellbogen etwas nach außen zeigen, um die Achselhöhlen nicht zu verschließen.
Die Hände liegen aneinander, bei den Frauen die rechte, bei den Männer die linke Hände oben. Trotz all dieser Anforderungen sollten Sie locker und entspannt sitzen. Die Augen können leicht offen oder sanft geschlossen sein. Die Aufmerksamkeit lenken Sie ins Körperinnere, in den Bauchnabelbereich, praktisch unter Ihren Händen. Jetzt stellen Sie sich vor, dass dieser Körperbereich langsam warm wird. Nach einigen Minuten lassen Sie die Wärme wieder verschwinden, und beenden diese Übung, indem Sie die Hände viermal nach links und dann viermal nach rechts kreisen lassen. Bleiben Sie noch eine Weile bei der Übung und gehen Sie dann einige Schritte. Übertreiben Sie nichts! Sollte es zu warm werden, so beenden Sie die Übung. Wenn Sie nicht sogleich beim ersten Mal die Wärme gespürt haben, so machen Sie sich nichts daraus. Es ist eine Frage der Zeit und wir sollten uns auf gar keinen Fall beim Qigong unter Druck setzen.
Qigong ist seit Jahren dabei, sich auch in der westlichen Welt zu verbreiten. Kosmische Wahrheiten sind überall gültig und werden von allen Mentalitäten gespürt, begründete ein Meister dieser „Inneren Kunst“ einmal das große Interesse im Westen an diesem System langsamer, fließender Bewegungen.
Frei übersetzt bedeutet der Begriff „Qigong“: ausdauernd (täglich) mit dem Qi üben, um gesund und zufrieden leben zu können. Mit dem Qi haben die Chinesen vor mehr als viertausend Jahren die Existenz einer „alles durchdringenden Kraft„ im gesamten Universum wahrgenommen und sich fortan bemüht, die Geetzmäßígkeiten dieser Kraft, des Qi, zu ergründen. Sie haben festgestellt, dass durch das Qi das Universum in Bewegung (lebendig) gehalten wird.
Die vitale Lebensenergie kultivieren, sammeln und stärken
Auch der Mensch, als Teil des Universums, wird vom Qi durchströmt und ohne dieses Qi gibt es kein Leben. Deshalb erforschten die Chinesen, wie man es kultivieren, sammeln und stärken kann, um gesund zu bleiben und im Einklang mit der Natur zu leben. So entstand Qigong – und wurde ein energetisches System mit vielen tausend verschiedenen Übungen zur Stärkung des Qi, zur Vorbeugung und Heilung von Krankheit, aber auch zur Entdeckung der eigenen „Mitte“, um demütig im Einklang mit der Natur zu leben.
Qigong-Übungen können liegend, sitzend oder im Stehen ausgeführt werden und umfassen Übungen in Ruhe und Bewegung. Somit können alle Menschen, gleich welchen Alters oder mit welchen Handicaps, entsprechend ihrer Konstitution Qigong üben.
Ruhe (Yin) und Bewegung (Yang) verkörpern das universelle Gesetz von Yin und Yang. In unserer yangbetonten Gesellschaft (mit Hektik, Stress, Äußeres), fehlt oft der natürliche Ausgleich, das Yin (Ruhe, Erholung, Inneres). Mit Qigong werden Ruhe und Bewegung, Anspannung und Entspannung geübt. Yin und Yang können so in Balance, in Harmonie gebracht werden.
Qigong harmonisiert alle Körpersysteme, wobei es im Chinesischen keine Trennung von Körper, Geist und Seele gibt. Alles gehört zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Alle Qigong-Übungen vereinen auf unterschiedlichste Art und Weise die folgenden drei Aspekte:
1. Atmung,
2. Bewegung, Haltung,
3. Aufmerksamkeitsführung, Vorstellungskraft leiten.
Am Anfang steht die natürliche Zwerchfellatmung
So liegt allen Übungen eine bestimmte Atemtechnik zugrunde, zu Beginn oft die natürliche Zwerchfellatmung. Wir heben und senken beim Ein- und Ausatmen die Bauchdecke (durch die Zwerchfellbewegung) und nicht den Brustkorb.
Weiter gibt es verschiedenen Bewegungsformen oder Haltungen, um das Qi anzuregen und in Fluß zu bringen. Es herrschen langsame Bogen oder Bewegungen vor, um den Fluß des Qi bestmöglich positiv zu beeinflussen. Dabei kann die Bewegung auch nur im Inneren erfolgen, ohne dass dies äußerlich sichtbar wird. Als Drittes soll der Geist beruhigt und Aufmerksamkeit auf bestimmte Energiezentren im Körper oder auf bestimmte Aspekte einer Bewegung geleitet werden. Alle drei Komponenten sollen harmonisch vereinigt werden.
Fehlt etwa die Atmung oder die Aufmerksamkeitsführung, so kann man nicht mehr von Qigong sprechen. Selbst Übungen, die rein äußerlich aussehen wie bei uns bekannte Gymnastik, sind also nicht damit vergleichbar, weil – zwar nicht sichtbar – doch eine ganze Menge mehr passiert und wesentlich mehr Anforderungen erfüllt werden müssen.
Durch die umfassende Übungsanforderungen kann sich der Übende auf vielfältige Weise selber positiv beeinflussen. So geht das Qigong auch über ein reines „Entspannungstraining“ hinaus. "Wir können ruhiger und gelassener werden, wieder mit der Erde verwurzeln, sensibler werden für energetische Prozesse in unserem Leben, unsere „Mitte“ wiederfinden oder sogar ganz neue Bewusstseinsebenen erreichen", berichten Qigong-Übende. Dass all dieses das Befinden verbessert, allerdings nicht innerhalb weniger Tage, liegt auf der Hand.
Eine kurze praktische Qigong-Übung
Regelmäßiges, tägliches Training gehört dazu, um alle Aspekte des Qigong zu erfahren. Wer nun neugierig geworden ist, kann nun den ersten Schritt tun, nämlich eine kurze praktische Übung ausprobieren. Setzen sie sich dazu auf einen Stuhl, ohne dass Sie sich an der Rückenlehne anlehnen. Der Stuhl sollte so hoch sein, dass die Beine etwa im 90-Grad-Winkel gebeugt werden. Die Füsse sollten in Schulterbreite auseinander sein und parallel stehen. Die Sitzknochen sollten fest auf dem Sitz aufliegen und der Oberkörper sollte aufgerichtet sein, ohne den Brustkorb hervorzuwölben. Das Kinn ist leicht eingezogen. Die Arme liegen am Oberschenkel auf, wobei die Ellbogen etwas nach außen zeigen, um die Achselhöhlen nicht zu verschließen.
Die Hände liegen aneinander, bei den Frauen die rechte, bei den Männer die linke Hände oben. Trotz all dieser Anforderungen sollten Sie locker und entspannt sitzen. Die Augen können leicht offen oder sanft geschlossen sein. Die Aufmerksamkeit lenken Sie ins Körperinnere, in den Bauchnabelbereich, praktisch unter Ihren Händen. Jetzt stellen Sie sich vor, dass dieser Körperbereich langsam warm wird. Nach einigen Minuten lassen Sie die Wärme wieder verschwinden, und beenden diese Übung, indem Sie die Hände viermal nach links und dann viermal nach rechts kreisen lassen. Bleiben Sie noch eine Weile bei der Übung und gehen Sie dann einige Schritte. Übertreiben Sie nichts! Sollte es zu warm werden, so beenden Sie die Übung. Wenn Sie nicht sogleich beim ersten Mal die Wärme gespürt haben, so machen Sie sich nichts daraus. Es ist eine Frage der Zeit und wir sollten uns auf gar keinen Fall beim Qigong unter Druck setzen.

