Die ganzheitliche, positive Wirkung des Jonglierens

Pausen bringen notwendige Erholung: Jonglieren fördert Konzentration und Entspannung.
Jonglieren


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Ob in der Schule, an der Universität oder am Arbeitsplatz, unsere Gesellschaft ist fordernd und leistungsorientiert. Nicht immer kann auf eine Phase der Anspannung oder Belastung gleich eine Zeit der Entspannung und Erholung folgen. Doch wer lange und intensiv arbeitet oder lernt, bei dem lassen Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit mit der Zeit ganz erheblich nach. Dies führt dazu, dass die Qualität der zu leistenden Arbeiten sinkt und die Anzahl der Fehler steigt. Deshalb sind kurze Pausen nach Arbeits- und Konzentrationsphasen sinnvolle und notwendige Massnahmen zur Regeneration des Leistungsvermögens.

Aktive Pausen bringen Wohlbefinden
Bewegungs- und Entspannungsübungen tragen dazu bei, Pausen besonders effektiv zu gestalten. Wenn solche "aktiven Pausen" regelmässig durchgeführt werden wollen oder sollen, müssen die Übungen jedoch leicht erlernbar und selbständig durchführbar sein. Das Jonglieren eignet sich deshalb hervorragend für aktive Pausen, insbesondere für "Sitzberufler". Es ist ganzjährig und überall möglich. Man benötigt keine spezielle Kleidung und kein teures Gerät. Schon kleine Jongliereinheiten von 5-10 Minuten reichen aus, um eine erholsame und aktivierende Pause zu gestalten.

Jonglieren fördert Konzentration und Entspannung
Beim Jonglieren werden Konzentration und Entspannung gleichermassen geschult. So gilt es zwar, geduldig und ausdauernd das eigene Jonglieren zu beobachten und sich auf seine Bewegungsabläufe zu konzentrieren, gleichzeitig bringt der spielerische Grundcharakter des Jonglierens - und die mit dieser Tätigkeit häufig verbundene Fröhlichkeit - auch Entspannung. Bei richtiger Haltung von Kopf- und Wirbelsäule ist schon beim gleichmässigen Jonglieren mit drei Bällen ein ausgeglichener Ruhezustand erreichbar: Die dauerhaft regelmässigen Bewegungen führen im Zusammenhang mit den gleichförmigen Geräuschen beim Fangen und Werfen zu meditationsähnlichen Erfahrungen ("Jonglier-Fließzustand"), da dann das Jonglieren vom Gehirn hauptsächlich rechtshemisphärisch gesteuert wird.

Jonglieren fördert Beweglichkeit und Ausdauer
Mit den ersten Jonglierübungen wird die gleichmässige Benutzung beider Hände, Handgelenke und Arme gefördert. Da gleichzeitig die beiden Gehirnhälften mit ihren unterschiedlichen Aufgabenstellungen eingebunden sind, dient Jonglieren der Einübung psychophysicher Beidseitigkeit. Jonglieren regt Körper und Kreislauf auf natürliche Weise an, deshalb kann es neben der Steigerung der Beweglichkeit auch zur Förderung der Ausdauer genutzt werden.

Jonglieren fördert Koordination und Wahrnehmung
Jonglieren schult die sensorischen Fähigkeiten, dies gilt besonders für die Augen. Schnelleres Fokussieren und eine Verbesserung beim peripheren Sehen führen deshalb in Verbindung mit einer sicheren Auge-Hand-Koordination zu mehr Zielgenauigkeit beim Werfen und Fangen. Der Umgang mit den Jonglierbällen oder anderen Jongliermaterialien schult außerdem das taktile Empfinden. Das Jonglieren stärkt zudem das Zeit- und Rhythmusgefühl, optimiert bei ausreichendem Training Reflexe und Balance und ermöglicht so schnelle und effektive Muskeltätigkeit, d.h. ein rationelles und angemessenes Maß an Bewegung.

Jonglieren fördert Ich-Kompetenz und Interaktion
Jonglieren erscheint Zuschauern als faszinierende, aber auch schwierige Tätigkeit. Wer jedoch mit dem Jonglieren anfängt, macht Lebenserfahrungen, die ihm in vielen Lebensbereichen helfen: Jonglieren zeigt als Lernmodell, dass man Schwieriges und Kompliziertes vereinfachen kann, um es sch dann in Teilschritten anzueignen. Diese wichtige Erfahrung schafft in Verbindung mit der verbesserten individuellen Ausdrucksfähigkeit des Körpers und der rhythmisch-kreativen Umsetzung erlernter oder selbst erdachter Jongliertricks positive Selbsterfahrung und Selbstvertrauen. Wer Jonglieren gelernt hat, der zieht aus gewachsener Ich-Kompetenz Selbstvertrauen und ein Erfolgsgefühl.

weitere Infos/Urheberhinweis: Beim Autor des Beitrags Stephan Ehlers, E-Mail: info@rehoruli.de.
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