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Zahnfreunde und Zahnfeinde

Mit der Beachtung weniger Grundregeln können Zahnproblemen vorgebeut werden.

Cola

Strahlendes Lächeln – ein Wunsch, für den viele Menschen viel Geld ausgeben. Schöne Zähne stehen in unserer Gesellschaft, in den Medien und in der Werbung für ein attraktives Äußeres. Jeder möchte sie haben, doch kaum jemand achtet meist auf eine tägliche Pflege. Manche Leute ist gar nicht bewusst, was den Zähnen überhaupt gut tut. Bereits einfache Regeln stärken Zahnfleisch und Zahnschmelz und beugen Zahnerkrankungen vor.

Billionen von Bakterien tummeln sich in unserem Mund und sitzen auf Zunge, Zahnflächen und Schleimhäuten. Wichtige Aufgaben sind die Stärkung der Immunabwehr und der Stärkung der Schleimhäute. Doch bei mangelnder Mundhygiene vermehren sich die Mikroorganismen ungehemmt und bringen die verschiedenen Bakterienarten aus dem Gleichgewicht. Es entsteht ein schädlicher Belag, der Plaque genannt wird und Grundlage für Kariesbildung bildet.

Dass Süßigkeiten den Zahn angreifen, wird bereits dem Nachwuchs in jungen Jahren vermittelt. Im Detail produzieren Bakterien im Mundraum beim Abbau des Zuckers Säuren, welche den Zahnschmelz aufweichen. Was hingegen oft weniger bekannt ist, dass bei eigentlich gesunden Nahrungsmitteln wie Obst (Ananas, Äpfel und Orangen), Säften oder essighaltigen Dressings Vorsicht geboten sein sollte. Warten Sie vor dem Zähneputzen etwa 30 bis 60 Minuten ab, da sonst der Zahnschmelz angegriffen wird. Diese Zeit wird benötigt, damit sich das Gewebe regenerieren kann. Zudem ist es meist hilfreich, ein Glas Wasser zu trinken, um die Säure zu neutralisieren.

Nahrungsmittel wie Kaffee und Tee, aber auch Rotwein, sorgen für einen aufgelagerten Farbschleier der Zähne. Doch auf den Genuß muss nicht gleich verzichtet werden. Wer sich zweimal täglich die Zähne putzt und regelmäßig eine professionelle Reinigung wahrnimmt, beugt unschönen Verfärbungen auf der Zahnoberfläche bestmöglich vor und verhindert, dass diese dauerhaft in das Zahninnere übergehen.

Zahnfreunde

Regelmäßige Zahnarztbesuche: Empfohlen wird mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. So kann der Zahnarzt frühzeitig Erkrankungen erkennen und erste wichtige Behandlungsschritte einleiten.

Tägliches Zähneputzen: Zweimal am Tag, morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafen gehen, ungefähr drei Minuten lang die Zähne gründlich reinigen. Wischen Sie immer vertikal mit der Zahnbürste vom Zahnfleisch weg in Richtung Kauflächen. Üben Sie keinen zu starken Druck auf die Zähne aus, sonst wird durch eine grobe Behandlung die schützende Schicht geschädigt. Um Beläge zu entfernen, daher immer eine weiche Zahnbürste nutzen und vor allem nicht zu fest aufdrücken. Warten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Nahrungsmitteln mit dem Putzen noch etwa eine halbe Stunde ab. Diesen Zeitraum benötigt der Zahnschmelz, um sich wieder zu erhärten und vor dem Bürstenabrieb zu schützen.

Putzreihenfolge: Wichtig beim Zähneputzen ist die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge, beispielsweise zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Regelmäßiges Wechseln der Zahnbürste: Zahnbürste oder Bürstenkopf bei elektrischen Zahnbürsten sollten spätestens alle drei Monate gewechselt werden. Damit wird ein gleichmäßiger Härtegrad der Borsten gewährleistet und die Entstehung von Bakterien vermieden.

Fluoridhaltige Zahncreme: Das Spurenelement Fluor erhöht die Widerstandsfähigkeit von Zahnschmelz und behindert die Ansiedelung von Bakterien an der Zahnoberfläche. Ebenfalls hemmen ihre Bestandteile den Stoffwechsel der Bakterien und damit deren Säureproduktion. Fluoridhaltige Zahnpasta fördert auch die Aufnahme von Mineralstoffen in den Zahnschmelz und wirkt einer Demineralisation entgegen.

Zahnseide: Zahnseide und Interdentalbürsten helfen die Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen. Eine sorgfältige Pflege beugt Karies sowie bakteriellen Entzündungen vor. Mundspülung: Neben der Pflege mit Zahnbürste und Zahnseide ist die regelmäßige Anwendung einer Mundspülung sinnvoll. Antimikrobielle und antiseptische Lösungen wirken gegen Bakterienbefall und Entzündungen. Zusätzlich wird das Zahnfleisch gestärkt und der Atem angenehm erfrischt.

Gesunde Ernährung: Vollwertige, vielseitige und ausgewogene Lebensmittel stärken das komplette Immunsystem und vermindern die Krankheitsanfälligkeit. Wichtige Nährstoffe und Spurenelemente auch für die Zahnsubstanz werden durch Vollkornprodukte sowie frisches Obst und Gemüse geliefert.

Viel Wasser trinken: Regelmäßiges Trinken von Wasser fördert die Produktion von Speichel, der wiederum positiv auf den Zahnschmelz wirkt. Ein Ausspülen des Mundes nach dem Essen mit Wasser schützt daneben die Zähne vor Bakterienangriffen.

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Zahnfeinde

Süßigkeiten: Vermeiden Sie möglichst Süßigkeiten oder gebäckartige Speisen. Sie erhöhen den Säurehaushalt im Mund, fördern somit die Ansiedelung von Bakterien und begünstigen die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen. Zucker dient als Nahrungsquelle für Bakterien, die sich auf und zwischen den Zähnen anlagern.

Zuckerhaltige Getränke: Sämtliche zuckerhaltigen Getränke greifen die gesunde Zahnsubstanz und den Zahnschmelz an. Verzichten Sie am besten auf Cola, Limonade und einer großen Menge an Fruchtsäften. Falls Sie säurehaltige Lebensmittel gegessen bzw. getrunken haben, sollten Sie eine halbe Stunde warten und dann erst mit einer schonenden Zahnpaste die Zähne reinigen. In dieser Zeit neutralisiert der natürliche Speichelfluss die vorhandenen Säuren, sodass diese den Schmelz weniger angreifen können.

Fast Food: Weißmehlprodukte, wie helle Brötchen, Toastbrot oder auch Hamburger, und auch Fast Food reduzieren die Kaufunktionen des Kiefers. So bildet sich dieser langfristig zurück und entzieht dem Zahn nötigen Halt. Lockerungen können entstehen und diese führen zu Zahnverlusten. Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten sind Zähne besonders gefährdet. Der Säuregehalt im Mund steigt an und entzieht dem Zahnschmelz notwendige Mineralstoffe.

Rauchen: Inhaltsstoffe von Zigaretten gelangen direkt beim Inhalieren in die feinen Blutgefäße des Zahnfleisches sowie auch nach dem Einatmen über die Lunge ins Blut. Aufgrund der gefäßverengenden Eigenschaften von Nikotin wird das Zahnfleisch nicht mehr ausreichend durchblutet und es entsteht eine Nährstoff- und Sauerstoffunterversorgung. Folge: Die Krankheitsanfälligkeit der Zähne steigt an. In der Zigarette enthaltenes Teer und Nikotin erzeugen zusätzlich unerwünschte Zahnverfärbungen.

Medikamente: Bestimmte Arzneimittel können sich auf den Mundraum auswirken. Beispielsweise können sie Mundtrockenheit hervorrufen und durch den verminderten Speichelfluss das Risiko für Karies und Parodontose erhöhen.

Stress: Die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems wird durch permanenten Stress vermindert. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Zahnerkrankungen, wie Parodontitis und Karies. Wer ständig von Sorgen geplagt ist, beißt zudem oft mehrere Stunden täglich auf die Zähne. Zahn- und Kieferfehlstellungen können daraus resultieren. Dauerhaftes Knirschen und Pressen verursachen Absplitterungen und Abreibungen von Zahnschmelz, schwächen den Zahnhalteapparat und führen somit zu Zahnlockerungen.

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