Kinderfüße - Kinderschuhe: Vorteile und Nachteile.

Schuhe und Socken schützen den Kinderfuß vor Verletzungen, Schmutz und extremen Temperaturen. Die Bewegungsfreiheit der kleinen Füße und Zehen wird dadurch natürlich ein wenig eingeschränkt. Um diesen Nachteil möglichst klein zu halten, sollten wir einige Dinge beachten. Schuhe, die nicht passen, können zu kurz, zu eng oder zu niedrig sein. Sie können aber auch ungeeignet sein, weil sie zu steif sind oder zu hohe Absätze haben.
Kinderschuhe


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Natürlich setzt sich ein Kinderfuß gegen nicht passende Schuhe zur Wehr, aber immer wieder gegen einen mächtigen Gegner anzukämpfen, kann auch quicklebendige Kinderfüße ermüden. Entwicklungsstörungen können die Folge sein.

Wann braucht mein Kind die ersten Schuhe?
Lassen Sie sich mit den ersten Schuhen Zeit! Nur weil die kleinen Füße schon hemmtappsen, ist das noch lange kein Grund, Schuhe zu besorgen. Kleine Füße entwickeln sich ohne Schuhe am Besten.

Braucht mein Kind Lauflernschuhe?
Vergessen Sie alle Verkaufsargumente rund um hohe, niedrige, stützende und was auch immer Schuhe! Gehen, Laufen, Springen und Hüpfen lernen wir auch ohne Schuhe!

Soll man Schuhe übertragen?
Schuhe können in den ersten Lebensjahren nur einige Monate getragen werden, bis sie zu klein sind. Da bietet es sich geradezu an, Schuhe beispielsweise von älteren Geschwistern zu übernehmen. Dagegen spricht nichts, achten Sie dabei jedoch auf Folgendes: Ist die Schuhsohle im Bereich der Ferse einseitig abgelaufen und hängt der Schuh somit auf eine Seite? Wenn ja, ist er nicht mehr zu empfehlen.

Wie beweglich ist der kleine Schuh?
Der Schuh muß sich am Fuß orientieren und nicht umgekehrt! Dass kleine, steife Trachtenschühchen zum Walkjanker passen, mag zwar stimmen, zu quirligen und beweglichen Kinderfüßen passen sie aber überhaupt nicht. Wenn es um Kinderfüße geht, sind ästhetische Werte zweitrangig!

Damit sich die kleinen Füße wohlfühlen und möglichst uneingeschränkt bewegen können, müssen die Schuhe natürlich auch alle Bewegungen mitmachen. Vergessen Sie deshalb steife und unbewegliche Mini-Erwachsenen-Modelle wie beispielsweise Trachten- und Bergschuhe, auch wenn sie noch so "süß und herzig" sind.

Worin fühlt sich der kleine Fuß wohl?
Kinderschuhe sollen bequem, funktioneil und robust sein. Keine leichte Aufgabe für verantwortungsbewusste Hersteller!

Das Material muß folgenden Anforderungen entsprechen:
  • weich und geschmeidig
  • Innenmaterial: feuchtigkeitsaufnehmend und feuchtigkeitstransportierend
  • Außenmaterial: feuchtigkeitsabgebend und eventuell wasserdicht
Hochwertiges Leder entspricht diesen Anforderungen am ehesten, aber auch neue, atmungsaktive Gewebe finden in der Kinderschuhproduktion bereits Verwendung.

Gummistiefel und Lackschühchen können diese Forderungen nicht erfüllen, und sollten daher - wenn überhaupt - immer nur kurz getragen werden. Was die Lebensdauer des Materials betrifft: Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken darüber! In zwei, drei Monaten ist Ihr Kind sowieso schon aus den Schuhen herausgewachsen.

Stöckelschuh oder Cowboystiefel?
Weder noch! Weiche, griffige und flache Synthetik- und Polyurethan-Sohlen sind für den Laufanfänger am besten geeignet. Ledersohlen und harte Kunststoffsohlen sind nicht zu empfehlen.

Die Einlagesohle: Wenig Platz -viel Werbung.
Schon beinahe jeder Kinderschuhhersteller macht Werbung für seine grandiosen Hügellandschaften auf den Einlagesohlen. Auf kürzestem Raum werden Gewölbestützen, Polster und Wachstumslenkungen untergebracht. Kinderfüße brauchen das alles nicht und bewegen sich am liebsten ungestützt und ungelenkt!

Fahren sie mit einem Finger über die Einlagesohle (herausnehmbar?) : Wenn es sich wie bei einer Berg- und Talfahrt anfühlt, stellen Sie den Schuh besser wieder zurück. Generell gilt: Je unspektakulärer die Einlagesohle, desto besser für die Füße Ihres Kindes.

Quelle: Dr. Wieland Kinz, Copyright www.kinderfuesse.com
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