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Sprechenlernen bei Kleinkindern

Wie gut hört und spricht Ihr Kind? Was sollten die Eltern wissen über das Hören und Sprechenlernen des Kleinkindes.

süßes Kleinkind

Sebastian ist mit seinen 1 1/2 Jahren schon ein typischer Vertreter der Spezies Mann: Er beschränkt sich auf einen begrenzten Wortschatz, mogelt sich durch sämtliche Konversationen und ist eher mundfaul. Dabei versteht er eigentlich alles, zeigt den Großeltern Katze, Hund und Auto im Bilderbuch und bringt Schuhe, wenn man ihn darum bittet. Sprechen? Findet Sebastian nicht nötig.

Oft ist bereits im Kindesalter ein Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Wesen zu spüren. Frauen reden und Männer schweigen. Die gleichaltrige Alessa bennent bereits Katze, Kuh und Haus und das mit klarer und verständlicher Aussprache. Falls dies auch bei Ihrem Kind der Fall ist, dann keine Sorge. Ihr Kind nimmt einfach die Informationen länger in sich auf, bevor es zur Tat schreitet und sie ausspuckt. Jedes Kind entwickelt sich nach seinem eigenen Rhythmus - sei es bei der Sprache oder auch bei anderen Lebensbereiche.

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Einjährige imitieren einfache Wörter

Als Meilensteine der Sprachentwicklung gilt bereits nach etwa einem halben Jahr der Übergang vom Brabbeln in zweisilbige Äußerungen. Das Kind sollte auch dann auf eine Stimme reagieren, wenn es den Sprecher nicht sehen kann. Damit wird die Hörfähigkeit des Kindes sichergestellt. Bei Zweifeln sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit eine professionelle Überprüfung des Gehörs vorgenommen werden kann. Mit knapp einem Jahr werden einfache Wörter imitiert und zwischen 1 1/2 bis 2 Jahren umfasst das Vokabular eines Kindes ungefähr 200 Wörter, vor allem Hauptwörter. Zwischen 18 und 20 Monaten lernen Kinder 10 oder mehr Wörter täglich hinzu.

Sprachschatz Zweijährige

Am Ende des zweiten Lebensjahres explodiert der kindliche Sprachschatz förmlich und es werden verstärkt Zwei-Wort-Sätze gebildet. Der nächste große Schritt ist mit etwa zwei Jahren, wenn der Nachwuchs Drei-Wort-Sätze bilden und einfache Melodien singen kann. Das Kind beginnt zu sprechen was es mag und was nicht, was es denkt und fühlt. Zwischen zwei und drei Jahren erweitert sich das Vokabular des Kindes auf 300 Wörter und es verwendet Nomen und Verben miteinander, um komplette Sätze zu bilden. Persönliche Fürwörter (ich, du, er und sie) werden nun auch beherrscht und Sätze, wie z.B. "ich spiele Ball" von sich gegeben. Ab drei Jahren wird das Kind immer mehr und mehr formulieren und kann seinen Namen und sein Alter sagen.

Wie wird das Sprache lernen beim Nachwuchs gefördert?

Bereits im Babyalter sollte der Nachwuchs die Sprache erleben. So ist es wichtig, bereits in den ersten Monaten mit dem Baby normal zu sprechen und zu erklären, was gerade geschieht. Anstatt Aussprachefehler ihrer Kinder zu verbessern und diese anzuhalten, Wörter richtig nachzusprechen, sollten sie aus Motivationsgründen die Aussagen des Kindes in einer verbesserten Variante wiederholen. Beantworten Sie Fragen, und machen Sie die Kinder auf neue Dinge und Wörter aufmerksam, indem Sie davon erzählen.

Vorlesen

Vorlesen ist eine andere gute Möglichkeit, um die Sprachentwicklung zu fördern. Lieder und Aufzählreime sind ebenfalls sehr nützlich beim Sprechenlernen. Durch ihren einfachen, gleich bleibenden Rhythmus können die lustigen Verse Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit verbessern. Vorteil dabei ist ebenfalls, dass die Kinder durch die Lieder spielerisch neue Wörter und deren richtige Aussprache lernen.

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