Sport trotz Schniefnase?

Bei Erkältung sollten Sie einen Gang runterschalten.
Schniefnase


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Ein Kribbeln in der Nase, und das Training ist erstmal gelaufen? Wer sich regelmäßig an den körpereigenen Endorphinen „berauscht“, die beim Laufen freigesetzt werden, schiebt bei den ersten Anzeichen einer Erkältung Frust. Doch komplett pausieren müssen die Wenigsten: „Leichte Anstrengung ist erlaubt, so lange der Kopf oder die Glieder nicht schmerzen und die Temperatur nicht erhöht ist. Bewegung an der frischen Luft unterstützt sogar die Genesung“, weiß DAK-Sportexperte Uwe Dresel. „Es ist jedoch ratsam, genau auf die Signale des Körpers zu achten. Gönnen Sie sich Gehpausen oder nehmen sie sich kürzere Strecken vor. Hausärzte oder Sportmediziner beraten über Trainingsmöglichkeiten bei Erkältungen.“

Der Arzt sollte auch entscheiden, ob Sportler mit einer Infektion lieber aussetzen: Handelt es sich um eine eitrige Halsentzündung, die von Streptokokken verursacht wird? Diese Bakterien können auch zu einer Herzmuskelentzündung führen! Sport ist in diesem Fall tabu. Bei einer echten Grippe oder erhöhter Temperatur ist ebenfalls Bettruhe angesagt - auch wenn das Fieber mit Medikamenten unterdrückt wird. Dresels Faustregel: „Man sollte genauso viele Tage fieberfrei sein wie man krank war. Erst dann kann das Training wieder starten.“

Der Experte rät, nach der Schonzeit schrittweise wieder einzusteigen, zunächst langsamer zu laufen oder kleinere Runden zu drehen. Eine vitaminreiche Ernährung, viel Flüssigkeit und ausreichend Schlaf sorgen zusätzlich dafür, dass Sportler wieder in Form kommen. „Bei einer einwöchigen Krankheit büßt man nicht mehr als zehn Prozent der Leistungsfähigkeit ein. Wer grundsätzlich fit ist, kann schnell an alte Erfolge anknüpfen, wenn der Körper vorher ausreichend Zeit hatte, sich zu regenerieren.“
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