Richtige Pflege hilft gegenüber Mundgeruch

Mundgeruch ist für viele Menschen ein Tabuthema und Problem. Die Ursachen dafür liegen häufig in der Mundhöhle. Lesen Sie, welche Pflege nötig ist, um schlechtem Atem vorzubeugen.
Zähne


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Vorübergehend schlechter Atem nach dem Genuss einer Knoblauchsauce, eines Zwiebelbrötchens oder eines Biers kennt jeder. Wenn jedoch Mundgeruch, das auch Halitosis genannt wird, zum Dauerbegleiter wird, dann leidet meist die Beziehung und die Kommunikation mit anderen wird beeinträchtigt. Mundgeruch hat keiner gern und fast nichts stößt im Umgang mit Mitmenschen so sehr wie schlechter Atem ab. Vielen Betroffenen bereitet dieses Leiden große Probleme in Beruf, Freizeit und Partnerschaft.

Früher machte man meist den Magen dafür verantwortlich, doch heutzutage sind in den meisten Fällen die Ursachen in der Mundhöhle zu finden. Speisereste setzen sich dort in den Zahnzwischenräumen und an den Zähnen ab und zersetzen sich. Durch den Zersetzungsprozess bilden sich sogenannte Sulfide, die für den üblen Geruch verantwortlich sind.

Schlechter Atem kann aber nicht nur entstehen, wenn die Zähne nicht regelmäßig geputzt werden, sondern auch aufgrund von Nasen-Rachenraum-Erkrankungen oder Magen- und Verdauungsbeschwerden. Im Einzelnen kann dies sein, wenn Reste von Zahnwurzeln im Kiefer verfaulen oder wenn das Zahnfleisch oder die Mundschleimhaut entzündet ist.

Falls Sie trotz gewissenhafter Zahnpflege einen Mundgeruch haben, könnten auch andere Gründe eine Rolle spielen. Schnarchen mit offenem Mund und beheizte Räume mit niedriger Luftfeuchtigkeit trocknen die Schleimhäute aus und Bakterien können sich darauf festsetzen. Regelmäßig viel trinken vermeidet, dass dadurch ein übler Geruch entsteht. Auch Stress kann Mundgeruch auslösen, da unter Stress sich die Zusammensetzung des Speichels ändert. Bei vielen Menschen ist der trockene Mund bei Aufregung sehr bekannt. Bei einer gestörten Darmflora, vereiterten Mandeln oder Pilze in der Mundhöhle sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Der Mundgeruch-Test
Halitose-Patienten können den Geruch des eigenen Atems selbst nicht wahrnehmen, da der Geruchssinn nur auf Veränderungen der Konzentration eines Duftstoffes anspricht. Deshalb gibt es mit dem Halimeter ein Atemmessgerät, mit dem der Schwefelgehalt der Ausatmungsluft festgestellt werden kann. Ein Wert über 180 bedeutet Mundgeruch. Als Schnelltest ohne Geräteinsatz bietet sich das Ablecken des Handrückens, trocknen lassen des Speichels und daran riechen an.

Damit der Atem immer frisch bleibt, gibt es einige Tipps:
  • Das A und O ist regelmäßige Zahnhygiene. Das heißt: dreimal pro Tag Zähne putzen, zusätzlich einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen.
  • Regelmäßig mit Mundwasser spülen. Pflanzliche Wirkstoffe wie Pfefferminz, Melisse, Kamille oder Salbei wirken zusätzlich Entzündungen im Mund entgegen.
  • Viel trinken! Die Flüssigkeit spült Geruchsstoffe schneller aus dem Mund. Kaffee eignet sich dafür allerdings nicht, denn Koffein reduziert den Speichelfluss und trocknet somit den Mund aus. Am besten eignen sich natürliche Fruchtsäfte, ungesüßte Früchtetees und Mineralwasser.
  • Atem zwischendurch erfrischen: Zahnpflegekaugummis ohne Zucker oder Pfefferminzbonbons helfen, wenn gerade keine Zeit zum Zähneputzen ist. Damit regen Sie zudem die Speichelproduktion an.
  • Wer Zahnspangen oder Prothesen trägt, sollte diese immer sorgfältig reinigen.
  • Die regelmäßige Untersuchung beim Zahnarzt ist Pflichtprogramm: mindestens einmal jährlich. Dazu gehören eine professionelle Zahnreinigung und die Entfernung von tiefliegendem Zahnstein und Bakterien aus den Zahnfleischtaschen.
  • Essen Sie über einen längeren Zeitraum täglich einen Becher zuckerfreien Naturjoghurt. Der Verzehr senkt den Schwefelwasserstoffgehalt im Mund.
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