Allergien: Wenn Lebensmittel krank machen

Nahrungsmittelallergien sind ernstzunehmende Probleme, die den allgemeinen Gesundheitszustand stark beeinflussen können. Wir informieren Sie über die häufigsten Erscheinungsformen und geben Tipps, was Betroffene dagegen tun können.
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Ein leckeres Buffetessen kann noch so toll ausschauen – Lebensmittelallergiker müssen besonders vorsichtig sein. Die Zahl der Allergiker, die auf ein oder mehrere Lebensmittel reagieren, nimmt stetig zu. Experten schätzen etwa drei Millionen Betroffene, die unter Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten leiden.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeit
Treten nach dem Essen Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen und Kopfschmerzen auf, dann kann eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit dahinter stehen. Immer mehr Menschen reagieren mit Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel. Größere Mengen eines Säure-, Milchzucker- oder Schwefelgehalts von Speisen können den Organismus reizen. Neben den mittlerweile gut bekannten Unverträglichkeiten gegen Laktose (Milch und Milchprodukte) oder Gluten (Getreide) leiden viele Menschen auch an einer Intoleranz gegenüber Histamin.

Histamin ist eine Substanz, die vom Körper selbst gebildet wird und eine wichtige Aufgabe als Botenstoff übernimmt. Sie ist in zahlreichen Lebensmitteln vorhanden. Dazu zählen vor allem alkoholische Getränke. Rotwein, Sekt und Champagner sind besonders histaminhaltig. Doch auch andere lang gelagerte und gereifte Lebensmittel wie Käse und Wurst und bestimmte Gemüsesorten wie Tomaten und Auberginen und Walnüsse, Schokolade sowie Kakao weisen einen hohen Histamingehalt auf.

Der Genuss histaminreicher Speisen führt zu allergieähnlichen Symptomen, weil das Histamin im Körper nicht abgebaut werden kann. Die Symptome können nach etwa einer dreiviertel Stunde nach dem Verzehr histaminhaltiger Speisen auftreten und klingen meist erst nach zwölf Stunden wieder ab. Um solche Beschwerden zu vermeiden, müssen Menschen mit Histamin-Intoleranz größte Sorgfalt auf die Zusammensetzung der Gerichte walten lassen.

Nahrungsmittelallergie
Im Gegensatz zu Unverträglichkeiten treten Nahrungsmittel-Allergien auf, wenn das Immunsystem mit Abwehrstoffen gegen bestimmte Nahrungsmittel reagiert. Schon geringste Mengen eines bestimmten Lebensmittels können beim Allergiker eine heftige Reaktion auslösen. Hautausschlag, Juckreiz, laufende Nase, Zungen- und Lippenschwellung, Magen-Darm-Beschwerden, Atemnot bis hin zum Kreislaufzusammenbruch können die Folge sein.

Liegt eine solche Allergie vor, muss das entsprechende Nahrungsmittel strikt gemieden werden. Klarheit, um welchen Stoff es sich handelt, kann die Untersuchung und Testung durch einen Allergologen bringen. Durch Haut- und Labortests können ganz bestimmte Antikörper nachgewiesen werden.

Eine Abstinenz ist leichter gesagt als getan. Ein Allergiker sollte sehr genau die Zusammensetzung der Produkte lesen oder sich beim Restaurantbesuch von dem Kellner und Koch informieren lassen. Denn auf den Speisekarten stehen in der Regel nicht die Inhaltstoffe der angebotenen Gerichte.

Häufige Allergien und ihre Folgen
Kleine Kinder reagieren häufig allergisch auf Milcheiweiß, Hühnerei, Nüsse, Soja und Fisch. Bekommt das Kind nach dem Genuss von bestimmten Speisen einen Hautausschlag oder andere Beschwerden, sollten die Eltern dringend mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Er kann auch Alternativen zu den allergieauslösenden Produkten aufzeigen. Nahrungsallergiker sollten zurückhaltend bei der Verwendung von Fertignahrungsmitteln oder Würzmischungen sein. Solche Fertigprodukte können Allergene in Form von Nahrungsmittelzusätzen enthalten.

Erwachsene mit Neurodermitis oder mit Heuschnupfen haben verstärkt mit Nahrungsmittelallergien zu kämpfen. Fast immer sind aber nur ganz wenige Substanzen der Auslöser. Am besten die Einzelsubstanz meiden, die die Reaktion auslöst. Heuschnupfen-Betroffene mit Allergie gegen die Birke, Hasel und Erle sollten bei Kernobst, Steinobst, Nüssen, Mandel, Kiwi, Erdbeere, Anis und Curry vorsichtig sein. Besonders Haselnüsse gelten als einer der häufigsten Auslöser von Nussallergien. Bei einer Getreideallergie wird oft Dinkel besser vertragen als Weizen.
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