Wenn der Magen drückt und krampft: Was bei einem Reizmagen-Syndrom hilft

Nervlicher Stress macht sich bei vielen Menschen in Form von Magenbeschwerden bemerkbar. Wie kann man dem nervösen Magen vorbeugen?
Stress


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Schmerzen und Krämpfe im Oberbauch, Völlegefühl, Sodbrennen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Die Symptome sind vielfältig, wenn der Magen rebelliert und der Darm gereizt ist. Beim Reizmagen-Syndrom treten wiederkehrende oder chronische Schmerzen im oberen Bauchbereich auf, ohne dass organische Ursachen gefunden werden können. Die Diagnose lautet dann Reizmagen, auch funktionelle Dyspepsie genannt.

Nervlicher Stress, berufliche und private Sorgen und Nöte schlagen bei vielen Menschen auf den Magen. Tendenz steigend. Die möglichen Folgen: Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen und Aufstoßen. Bei sensiblen Menschen kann die Psyche eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Reizmagenbeschwerden sein.

Grund für die Beschwerden kann auch eine Empfindlichkeit des Magens gegenüber Genussmitteln und stark gewürzten, fettigen, frittierten oder besonders süßen Speisen. Diesem sauren Aufstoßen und den Magenschmerzen versuchen viele Betroffene mit Medikamenten beizukommen. Doch oft lässt sich Sodbrennen ohne Pharmazeutika mit einfachen mindern. Sodbrennen beschreibt ein brennendes, stechendes Gefühl, das vom Oberbauch ausgeht und teilweise bis in den Hals aufsteigt. Gelangt saurer Mageninhalt bis in den Mund, spricht man von saurem Aufstoßen.

Hilfe bei Sodbrennen
Manche Menschen reagieren bei Stress und nervlichen Anspannungen mit einer erhöhten Produktion von Magensäure. Für solche Sodbrennen-Geplagte ist das Schaffen eines Ausgleichs wichtig. Bereits wenige Minuten am Tag gezielte Entspannungstechniken (z. B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation) und sanfter Bewegung, helfen Stress abzubauen und Bauchbeschwerden vorzubeugen.

Ernährung bei Sodbrennen
In der Hektik morgens nur ein Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, mittags ein schneller Imbiss im Stehen (z.B. Currywurst und Pommes) und abends Alkohol und eine üppiges Abendessen. Früher oder später rebelliert der Magen. Sind für das saure Aufstoßen und das Sodbrennen bestimmte scharfe Speisen und Genussmittel schuldig, so sollten diese Speisen reduziert werden. Meiden Sie auch Alkohol und Zigaretten.

Personen, die zu Sodbrennen neigen, sollten besser mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten über den Tag verteilen. So wird der Magen nicht überfordert und die Säureproduktion in Maßen gehalten. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und lassen Sie sich dabei nicht von der Arbeit oder von Zeitung, Fernsehen oder Computer ablenken. Das Essen und die Getränke sollten weder zu kalt noch zu warm sein. Ausgiebiges Kauen nimmt dem Magen viel Arbeit ab. Hilfreich ist auch eine basenreiche Kost mit viel Gemüse und Obst.

Kein spätes Abendessen
Gerade die waagerechte Lage im Bett begünstigt den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Deshalb sollte der Magen vor dem Schlafen genug Zeit für die Verdauung haben. Empfohlen wird das Abendessen nicht später als drei Stunden vor dem Schlafengehen einzunehmen. Nächtliche Beschwerden lassen sich durch Hochlagerung des Oberkörpers und durch Keilkissen lindern.

Gewicht reduzieren
Vor allem im Liegen drücken die überflüssigen Pfunde auf den Magen und den Schließmuskel. Somit steht als Hilfe gegen Sodbrennen eine Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion an, damit der erhöhte Druck im Bauchraum abnimmt.
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