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Therapien beim Riss des Syndesmoseband

Ein Riss des Syndesmosebandes ist eine typische Verletzung von Kontaktsportarten, wie bei Fußball, Handball oder Judo.

Fußball

Das Syndesmoseband ist ein sehr wichtiges Band für die Stabilität des oberen Sprunggelenks. Es verbindet Schienbein und Wadenbein im oberen Sprunggelenk und hält diese zusammen. Das Wort Syndesmose stammt aus dem Griechischen und beinhaltet die Begriffe „syn“ für zusammen und „desmos“ für Band. Die Syndesmose gehört zu den bindegewebigen Knochenverbindungen und ist im Unterschenkel zwischen Schien- und Wadenbein und im Unterarm zwischen Elle und Speiche zu finden. Das Band ist etwa zwei bis drei Zentimeter lang und so breit wie ein Finger.

Wichtig für die Stabilität des Sprunggelenks

Für die Stabilität des oberen Sprunggelenks ist das Syndesmoseband sehr wichtig. Ohne die Sehne würde bei jeder Bewegung Schienbein und Wadenbein auseinander gedrückt, was sehr schmerzhaft wäre. Ein Riss tritt meistens auf, wenn das Wadenbein durch äußere Einwirkung vom Schienbein abgespreizt wird. Dies tritt meist bei großer Gewalteinwirkung oder sehr starker Verdrehung des Gelenks auf. Neben Fußball auch oft bei anderen Kontaktsportarten, wie beispielsweise Handball oder Judo.

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Syndesmosenruptur

Wenn der Sportler nach einem Unfall druckschmerzhafte Schwellungen oberhalb des Sprunggelenkspaltes bemerkt, so kann es sich um eine Syndesmosenruptur handeln. Im Röntgenbild des verletzten Beines ist i.d.R. eine Bandverletzung nicht zu erkennen. Es müsste ein Vergleichsbild mit dem gesunden Gelenk gemacht werden, um die Unterschiede feststellen zu können. Deshalb wird meist eine Kernspintomographie zur weiteren Diagnostik vorgenommen.

Therapien

Nach Expertenmeinung heilen Bänder meist in rund sechs Wochen, in denen das Gelenk besonders stabilisiert werden sollte. Acht Wochen nach dem Sportunfall könne meist ein Verletzter wieder mit dem Training beginnen. Bei Hobbyfußballer kann dies ein paar Wochen länger dauern und oft kann frühestens nach drei Monaten wieder gegen den Ball getreten werden.

Eine gewisse Art Gips stellt das Gelenk ruhig. Jedoch sollte es unter ärztlicher und physiotherapeutischer Aufsicht schnell wieder funktionell belastet werden. Sonst steift das Gelenk durch die Ruhigstellung schnell ein.

Eine Operation ist meist notwendig, wenn bei einem Syndesmoseriss nicht nur die Syndesmose von unten nach oben komplett gerissen ist, sondern auch Knochen beschädigt werden. Zudem droht in einigen Fällen die Knochengabel aus Schien- und Wadenbein sich zu öffnen, die über das Sprunggelenk spannt. Die Stabilität der Knöchelgabel wird operativ durch Bandnaht und Einbringen einer so genannten Stellschraube gesichert. Die Schraube sorgt dafür, dass der richtige Abstand zwischen Schien- und Wadenbein erhalten bleibt. Sie wird nach 6 Wochen entfernt. Danach kann langsam wieder das Belastungstraining aufgenommen werden.

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