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Core-Wellness – Mit einfachen Übungen den Beckenboden stärken

Die Beckenbodenmuskulatur – eine für Frauen überaus wichtige Muskelgruppe – wird bei Bewegungsprogrammen oft etwas vernachlässigt. Hier setzt das Trainingsprogramm „Core Wellness“ an. Anders als viele andere Core-Trainingsprogramme, die vor allem für straffe Formen von Bauch, Beinen und Po sorgen, konzentrieren sich diese Übungen auf den Beckenboden. Ideal also für junge Mütter und für Frauen in den Wechseljahren.

Gymnastikübung

In der von Kari Bø entwickelten Variante geht es hauptsächlich um die Stärkung des Beckenbodens, einer für Frauen überaus wichtigen Muskelgruppe. Kari Bø ist Professorin am Institut für Sportwissenschaften an der Universität Oslo.

Gezieltes Training tief liegender Haltemuskeln

Das Wort "Core" (englisch) heißt Kern. Es bezieht sich auf den "Kern" unseres Körpers, den Rumpf. Er ist die Basis von Flexibilität und Stabilität. Zum Kern vordringen sollten alle, die den Rücken kräftigen wollen. Core-Training spricht deshalb nicht nur die oberflächliche dynamische Muskulatur an, sondern fördert ganz gezielt auch die tief liegenden Haltemuskeln.

Ein seriöses Core-Programm trainiert somit die gesamte Rumpfmuskulatur. Meist kombiniert es dazu bekannte Übungen, vor allem aus Pilates, Rückentraining, Wirbelsäulengymnastik sowie Übungen mit Flexibar und Theraband. Die Übungen stabilisieren die Körpermitte, Rückenschmerzen werden gelindert oder verschwinden sogar ganz. Körperhaltung und Wohlbefinden verbessern sich.

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Kari Bø erforscht seit 20 Jahren die innere Muskulatur des Körpers und behandelt Frauen mit Beckenbodenproblemen. Heute gilt sie als führende Expertin in Sachen Beckenbodentraining. Sie sagt: „Es wird leider zu wenig Zeit und Kraft darauf verwendet, Frauen die Funktion des Beckenbodens zu erklären. Auch werden sie nicht auf die Konsequenzen, die eine Vernachlässigung oder Schädigung dieser Muskeln zur Folge haben, hingewiesen. Die Beckenbodenmuskulatur kann trainiert werden – damit gesundheitliche Probleme gemildert werden oder gar nicht erst entstehen.“

Ist der Beckenboden zu schwach, stützt er die Blase nicht richtig, sodass es unter anderem zur Harninkontinenz kommen kann, und das schneller als man denkt: In Deutschland leidet jede fünfte Frau darunter. Sportwissenschaftlerin Bø: „Durch den Einsatz von physiotherapeutischen Übungen helfe ich Frauen, diese so wichtige Muskelgruppe zu trainieren. Die Stärkung des Beckenbodens ist für Frauen jeden alters wichtig, um Blasenschwäche zu verhindern, die unteren Bauchorgane zu schützen und kann sogar das Sexualleben verbessern!“ Der Beckenboden spannt sich wie eine Hängematte zwischen Sitzknochen, Scham- und Steißbein, nach außen hin ist er unsichtbar. Die Beckenbodenmuskeln tragen die inneren Organe. Wenn diese Muskeln ordentlich Kraft bekommen, kommt die gute Haltung ganz von allein. Man fühlt sich von innen heraus aufgerichtet, fast so, als wäre man ein Stück gewachsen.

Kari Bø, die dieses Programm entwickelt hat, beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren mit dem Beckenboden und weiß, woran Frauen mit Blasenschwäche am meisten leiden: Viele schämen sich, offen über ihr Problem zu reden und richten ihren ganzen Alltag darauf aus, dass es niemandem auffällt. Deshalb möchte sie dieses Tabuthema salonfähig machen und erreichen, dass sich mehr Betroffene helfen lassen, denn mit dem richtigen Training könne man große Erfolge erzielen. Core-Training wird in Fitness-Studios angeboten.

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