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Der Kürbis: Rund, gesund, vielfältig und lecker

Kürbisse sind aromatisch, gesund und kalorienarm. Nicht ohne Grund versorgen sie den Menschen schon seit Jahrtausenden mit wertvollen Nährstoffen.

Kürbis

Zu einer der ältesten Kulturpflanzen des Menschen gehört der Kürbis. Die Pflanze wurde in Südamerika und in Mexiko schon vor 8.000 Jahren kultiviert. Heute gibt es weltweit etwa 850 verschiedene Arten, die sich in Form, Farbe und Geschmack voneinander unterscheiden.

Der Herbst ist auch Kürbiszeit. Vielerorts leuchten die Kürbisarten gelblich bis orangefarben. Der Kürbis gibt es auch in anderen Farben, wie grün oder schwarz. Nicht nur als Zierkürbis oder Halloween-Schmuck wird die Pflanze geschätzt, sondern auch als Speisekürbis in der Küche. Auf den Speisezetteln erfreut sich der Kürbis immer größerer Beliebtheit. Das Fruchtfleisch lässt sich zu Suppen verarbeiten, als Beilage passen Kürbisse ausgezeichnet zu deftigen Fisch- und Fleischgerichten und auch süße Desserts lassen sich aus Kürbissen zubereiten.

Anbauer von Kürbissen unterscheiden zwischen Sommer- und Winterkürbissen. Letztere halten sich in der Regel den ganzen Winter, haben meist ein weiches, faseriges Fruchtfleisch und werden ausgereift geerntet. Je nach Sorte ist die Lagerzeit unterschiedlich. Diese kann bis zu einem dreiviertel Jahr betragen. Angeschnittene Kürbisse lassen sich im Kühlschrank drei bis fünf Tage aufheben. Um den Reifegrad eines Kürbisses herauszufinden, kann man mit der Faust auf die Schale klopfen. Erklingt eines hohles Geräusch und ist der Stilansatz leicht vertrocknet und verholzt, dann ist der Kürbis reif.

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Gesunde Frucht

Kürbisse gelten als gesunde Frucht, da sie wenige Kalorien enthalten und den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Wertvolle Ballaststoffe regeln die Verdauung und schützen vor Krankheiten. Bei den Mineralstoffen sticht besonders Kalium hervor und ist für die Regelung des Flüssigkeitshaushaltes wichtig, da es neben dem reichlich enthaltenen Wasser harntreibend ist. Kürbis hat viele antioxidative Inhaltsstoffe wie Carotinoide, die schädlichen freien Radikalen abwehren und dadurch das Immunsystem unterstützen.

Wichtige Nährstoffe stecken in Kürbiskerne und Öle, die aber richtige Kalorienbomben sind. 100 Gramm Kürbiskerne enthalten gut 500 Kalorien und mehr als 45 Gramm Fett. Kürbiskerne und Kürbiskernöl wird vor allem bei Prostataleiden empfohlen. Daneben wirken die Kürbiskerne beruhigend auf eine Reizblase. Kürbisse werden aufgrund ihrer Bekömmlichkeit und den wichtigen Inhaltsstoffen gerne in der Kleinkinderernährung mit als erstes Gemüse gefüttert.

Wichtige Kürbisarten

Hokkaido zählt zu den beliebtesten Kürbissorten. Die japanische Züchtung ist außen und innen kräftig orange gefärbt. Das aromatische dunkelrote Fruchtfleisch kann roh oder gegart gegessen werden. Hokkaido hat einen nussigen Geschmack. Er muss nicht geschält werden und passt gut für Suppen, Saucen und Gemüsepfannen.

Der Gartenkürbis, der umgangssprachlich auch Gelber Zentner genannt wird, ist der Riese unter den Kürbissen mit einem Gewicht von 30 bis 50 Kilogramm. Der Kürbis hat eine gelbe nicht sehr harte Schale. Das zerkleinerte und süßsauer eingemachte Fruchtfleisch ist als Kompott oder Fleischbelag schmackhaft. Die Kerne sind essbar und sehr gesund.

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Der Muskatkürbis hat kräftig einen intensiven Geschmack und wiegt drei bis fünf Kilogramm. Seine Schale ist grünlich bis bräunlich-orange. Man kann ihn sowohl roh als auch gegart genießen. Der Muskatkürbis eignet sich für die Zubereitung von Suppen, Konfitüre und Süßspeisen.

In der Steiermark wird aus dem Steirischen Ölkürbis Kürbiskernöl hergestellt. Kürbiskernöl gewinnt man aus den Samen der Gartenkürbisse entweder durch Kaltpressung oder durch Pressung der Samen unter Wärme. Aufgrund der gesunden Inhaltsstoffe bietet das Öl nicht nur in der Küche, sondern auch in der Kosmetik und in der Volksmedizin vielseitige Verwendungsmöglichkeiten. Das tiefgrüne Öl hat einen nussigen Geschmack und enthält zahlreiche Mineralstoffe (Kalium, Magnesium und Kalzium), Vitamine und Spurenelemente (Selen, Eisen und Zink).

Der Early Butternut hat eine Birnenform und eine hellgelbe Schale und zählt zu den Moschuskürbissen. Charakteristisch ist seine Birnenform und die hellgelbe Schale. Er wiegt im Durchschnitt ein Kilogramm und enthält wenige Kerne. Der Butternut schmeckt angenehm nussig und lässt sich roh und gegart genießen. Er eignet sich als Suppe, für Gemüse oder Aufläufe.

Rezeptvorschlag: Kürbissuppe mit Orangensaft

(für 4 Personen)

  • 700 g Hokkaidokürbis
  • 2 Zwiebeln
  • 40 g Butter
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 125 ml Orangensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Sahne
  • 1 Messerspitze Paprikapulver
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Currypulver

Zuerst waschen Sie den Kürbis. Danach wird er mit einem geeigneten Messer halbiert. Die Kerne entfernen Sie mit einem Löffel und schneiden den Kürbis samt Schale in kleine Würfel. Nun schälen und würfeln Sie die Zwiebeln. In einer Pfanne erhitzen Sie Butter und lassen darin die Zwiebeln und die Kürbiswürfel etwa 5 Minuten anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe und dem Orangensaft löschen Sie ab, lassen es aufkochen und danach für 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Nun geben Sie die Sahne dazu und pürieren alles mit einem Pürierstab fein. Abschließend schmecken Sie es vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer, Honig, Currypulver und Paprikapulver ab.

Die Kürbissuppe enthält pro Portion etwa 401 kcal/1666 kJ, 5,1 g Eiweiß, 22,7 g Fett und 41,4 g Kohlenhydrate. Guten Appetit.

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