Anzeige

Gesund essen ohne Geschmacksverstärker

Immer mehr Verbraucher suchen nach natürlichen Lebensmitteln ohne Geschmacksverstärker. Glutamat ist ein umstrittener Inhaltsstoff in der modernen Lebensmittelindustrie.

Pizza

Haben Sie schon einmal von dem „China-Restaurant-Syndrom“ gehört? Das ist keine Allergie, sondern beruht auf einer Überempfindlichkeit gegenüber Glutamat. Der Geschmacksverstärker Glutamat kann bei manchen Menschen Übelkeit und Schmerzen auslösen. Und es gibt fast kein Entkommen: Geschmacksverstärker dominieren die Zusammensetzungen in der modernen Lebensmittelindustrie und kaum ein Fertigprodukt kommt ohne aus.

China-Restaurant-Syndrom

China-Restaurant-Syndrom leitet sich von der traditionell hohen Dosierung von Glutamaten in chinesischen Gerichten ab. Der Begriff ist bekannt geworden, nachdem sich Überempfindlichkeitsreaktionen nach asiatischen Restaurantbesuchen gehäuft haben.

Glutamat ist vor allem in Soja- und Fischsauce enthalten. Auch in vielen asiatischen Speisen dient es als Gewürz. Glutamate als Geschmacksverstärker finden sich aber auch in fast allen Fertig- oder Halbfertigprodukten der Lebensmittelindustrie, so auch in Kartoffelchips, Tütensuppen, Brühwürfeln und Würzmischungen. Glutamat kommt auch in natürlicher Form vor. Beispielsweise reife Tomaten und Parmesankäse sind glutamathaltig.

Anzeige

Glutamat-Unverträglichkeit

Glutamat wird von vielen Menschen problemlos vertragen. Wer nach dem Genuss obig aufgeführten Speisen häufig unter Übelkeit, Hautrötungen, Zittern, Gliederschmerzen, Engegefühl in der Brust, Kopf- und Muskelschmerzen leidet, sollte an eine Glutamat-Unverträglichkeit denken.

Die Menge an Glutamat, die eine Unverträglichkeit auslösen kann, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wer überempfindlich darauf reagiert, sollte am besten ganz auf Speisen mit Glutamat-Zusatz verzichten. Die verschiedenen Glutamate werden mit den Nummern E620 bis E625 gekennzeichnet. Auf Verpackungen kann auch "Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat" aufgeführt sein. Glutamat kann sich oft hinter anderen Bezeichnungen verbergen. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe Hefeextrakt und Würze.

Reduzieren von Fertigprodukten

Glutamat kann vermieden werden, indem der Genuss von Fertigprodukten reduziert oder ganz abgelehnt wird. Würze und eine Salatsauce lassen sich bereits aus wenigen Zutaten ganz leicht selbst herstellen.

Chemisch gesehen ist Glutamat ein Natriumsalz der Glutaminsäure. Diese natürlich vorkommende Aminosäure wirkt im Gehirn auch als Neurotransmitter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Glutamat als Botenstoff zwischen den Zellen die Sättigungssignale stört. Es könnte zu einer Steigerung des Appetits und bei Allergikern zu epileptischen Anfällen führen. Insgesamt fehlen allgemein repräsentative Studien über die Wirkung von Glutamat. Der Verbraucher sollte selber entscheiden, ob und wie viel Glutamat er in seiner Nahrung haben möchte.

Anzeige