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Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig erkennen

Unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbergen sich viele verschiedene Leiden. Es werden meist sämtliche Krankheiten des Herzens, der Gefäße und des Blutkreislaufs zusammengefasst und es stellt nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland dar. Eine frühzeitige Diagnose eines gestörten Herz-Kreislauf-Systems gilt als entscheidend, um Folgekrankheiten zu verhindern. Welche Risikofaktoren sollten möglichst vermieden werden?

Zigarette

Herz-Kreislauferkrankungen kommen oft lautlos und schleichend. Doch die Erkrankung hat fatale Folgen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in Deutschland. Daneben verursachen sie nach dem Statistischen Bundesamt hohe Krankheitskosten.

Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind beispielsweise Schmerzen in der Brust, die eine Folge einer Verengung der Herzkranzgefäße sind. Ablagerungen an den Halsschlagadern können zu Lähmungen oder Sprachstörungen führen. Wichtig: Bei vorhanden Risikofaktoren und Anzeichen von Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder Schmerzen in der Brust sollte umgehend ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind das Alter, das Geschlecht und eine familiäre Vorbelastung. Jedoch gibt es beeinflussbaren Risikofaktoren wie Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) und Adipositas sowie gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen wie Rauchen, körperliche Inaktivität, Stress und ungesunde Ernährung. Gerade diese Risikofaktoren können durch gesundheitsbewusstes Verhalten und medikamentöse Therapien beeinflusst werden und geben auch ein großes Vorsorgepotential.

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Risikofaktor Bluthochdruck (Hypertonie)

Liegt ein erhöhter Druck in den Gefäßen vor und der Blutdruck überschreitet über einen längeren Zeitraum Werte von 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch, sprechen Ärzte von einer sogenannten Hypertonie. Etwa 20 Millionen der Bevölkerung in Deutschland haben einen erhöhten Blutdruck. Anfänglich macht der Bluthochdruck zunächst keine Beschwerden und bleibt oftmals für lange Zeit unentdeckt. Doch mit einem dauerhaft zu hohen Blutdruck steigt das Risiko für Schäden an lebenswichtigen Organen wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Eine Umstellung des Lebensstils mit mehr Bewegung und Medikamente können meist helfen, den Blutdruck zu senken.

Risikofaktor Stress

Alltagsstress ist bei vielen Menschen aufgrund von Zeitdruck, Lärm, Leistungsdruck oder Problemen im Beruf und in der Familie anzutreffen. In stressigen Situationen wird das vegetative Nervensystem aktiviert und Stresshormone werden vom Körper ausgeschüttet. Ist die Stresssituation wieder vorbei, normalisieren sich wieder die Funktionen im Körper und es kommt zu einer Entspannung. Doch bei Dauerstress gerät die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zunehmend aus dem Gleichgewicht. Typische Anzeichen sind erhöhte Reizbarkeit, Nervosität oder nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Dazu steigt der Blutdruck an, der Herzschlag wird beschleunigt und belastet auf Dauer Herz und Gefäße.

Risikofaktor Rauchen

Das Rauchen von Zigaretten belastet den Körper. Es ist schädlich für die Lunge und schlecht für Herz und Blutgefäße. Rauchen gilt anhand von Statistiken als besonderer Risikofaktor für Herzinfarkt, Arterienverkalkung und Schlaganfall. Tabakrauch verursacht eine Verengung der Blutgefäße und sorgt für eine Erhöhung des Blutdrucks. Daneben schädigt Tabakrauch die Herzmuskeln und verschlechtert deren Versorgung mit Sauerstoff. Hinzukommt, dass Inhaltsstoffe aus dem Tabakrauch die Innenwand der Gefäße auch direkt schädigen können. Deshalb ist der konsequente Verzicht auf das Rauchen wichtig bei der Behandlung des hohen Blutdrucks und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Risikofaktor Alkohol

Wer regelmäßig und in größeren Mengen Alkohol trinkt, kann seinen Blutdruck in die Höhe treiben. Das kann zu einem Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Als Orientierungswerte für den täglichen Alkoholkonsum hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Männer als obere Grenze 20 Gramm reinen Alkohol pro Tag festgelegt (etwa 0,5 l Bier bzw. 0,25 l Wein). Frauen hingegen sollten täglich maximal zwölf Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen (etwa 0,33 l Bier bzw. 0,125 l Wein). Beachtet werden sollte auch beim Alkohol der teilweise hohe Kaloriengehalt, der rasch zu Übergewicht führen kann.

Risikofaktor: Übergewicht

Ein weiterer Risikofaktor für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall ist Übergewicht. Je mehr Gewicht auf die Waage gebracht wird, desto schwerer muss das Herz arbeiten, um die zusätzliche Körpermasse mit Blut zu versorgen. Ein erhöhter Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte steigern das Risiko für Herzkrankheiten. Grund genug, sich von dem Übergewicht zu trennen. Hilfreich dabei ist eine ausgewogene und fettarme Ernährung, wie auch eine Änderung des Essverhaltens. Daneben ist auch eine ausreichende und regelmäßige Bewegung wichtig.

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