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Ganzheitliche Augenheilkunde

Schlechte Augen, Brille und Kontaktlinsen müssen nicht zwangsläufig zu den Folgen des Älterwerdens gehören. Mit einfachen Übungen lässt sich unscharfes Sehen verringern. Auch den Anteil der Gefühle am Sehvermögen gilt es sich bewusst zu machen, weil die Augen der Spiegel der Seele sind. Und es kommt auf das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften an.

Brille

Übungen für die Augen

Der Zauberstift: Suchen Sie sich einen bequemen Platz und nehmen Sie ihre Brille ab. Achten Sie darauf, wie sich Ihr Starren anfühlt. Die Energie, die Sie beim Starren gebunden haben, können Sie jetzt umsetzen in Lockerheit und Freude am Sehen. Atmen Sie tief ein und aus, lassen Sie den Atem durch den ganzen Körper fließen. Gähnen Sie ein paar Mal herzhaft, und stellen Sie sich nun einen Zauberstift an Ihrer Nasenspitze vor.

Skizzieren Sie mit leichten, lockeren Bewegungen die Umrisse von Gegenständen und die Ränder und Linien des Raumes, in dem Sie sitzen. Bewegen Sie dabei Ihren Kopf hin und her. Wechseln Sie von großen zu kleinen Dingen, zwischen nah und fern. Sie konzentrieren sich dabei nur auf die Spitze Ihres Zauberstiftes. Entspannen Sie dabei Schultern und Nacken. Verbinden Sie die Objekte in Ihrer Umgebung mit dem Nasenstift. Ihre Aufmerksamkeit fließt von einem Gegenstand zum anderen. Ihr Zauberstift passt sich automatisch dem Nah- und Fernbereich an. Während Sie sich mit dem rhythmischen Zeichnen entspannen, stellen sich die schnellen sakkadischen Bewegungen von selbst wieder ein. Gleiten Sie über Ihre Welt, ohne etwas festhalten zu wollen oder pedantisch genau zu sein. Beachten Sie, wie sehr die Welt in Bewegung ist, erfreuen Sie sich an den Farben. Farben und Formen gleiten vorüber und Sie genießen die neue Bewegungsfreiheit.

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Das Starren ist eine unbewusste Gewohnheit. Sie ersetzen sie, indem Sie sich den "Zauberstift" zum Freund machen. Im Zusammensein mit anderen Menschen nageln Sie diese nicht mehr mit den Augen fest, sondern zeichnen Sie mit dem Nasenpinsel das Aussehen der anderen nach – indem sie sanft von einem Auge zum anderen, zum Mund und zu den Haaren gleiten. Auf der Straße umwandern Sie so die Straßenschilder, die Autos und die Personen, lassen Ihren Blick von einer Seite zur anderen gleiten, von der Nähe in die Ferne und zurück – all das wird Ihre Aufmerksamkeit und Sehkraft erhöhen.

Mindestens alle 20 Minuten eine Sehpause machen

Der dänische Augentrainer Leo Angert weiß aus Erfahrung, dass man mit einem Sehtraining viel bewirken kann. Er empfiehlt, häufig eine Sehpause zu machen: Lassen Sie mindestens alle 20 Minuten Ihren Blick schweifen: von der Nähe (Computerarbeit, Lesen) in die Ferne – so als ob Sie dem Flug eines Bumerang folgen würden. Schweifen Sie dabei mit dem Blick so weit wie möglich in die Ferne. Suchen Sie mit den Augen stets nach dem kleinsten Detail (zum Beispiel die Spitze eines Blattes am Zweig eines Baumes). Die kurze Unterbrechung der Arbeit – etwa am Bildschirm – und der häufige Blickwechsel zwischen nah und fern entspannen die Augen.

Bei unterschiedlicher Sehstärke der Augen gelte es, so Augentrainer Angert weiter, das schwächere Auge durch Sehübungen zu stärken, da sonst Augenermüdung und Kopfschmerzen, insbesondere beim Lesen auftreten können. Hilfreich für diesen Ausgleich sei hier das "Posaunen": Da stärkere Auge wird bedeckt. Schauen Sie zum Beispiel auf eine Zahl des Ziffernblattes Ihrer Armbanduhr. Stellen Sie fest, in welcher Entfernung Sie die Zahl noch kristallklar erkennen können. Die Übung des Posaunenspielers: Bewegen Sie jetzt Ihr "Instrument", die Uhr, jeweils 10 Zentimeter in die Richtung, in die Sie klar sehen. Dann kommen Sie bis zum Punkt des kristallklaren Sehens zurück und gleiten 10 Zentimeter in die Richtung, in die Sie unklar sehen. Atmen Sie aus, während der Blick in die Ferne geht. Atmen Sie ein, wenn Sie den Blick zurückgleiten lassen.

Um die Augen lange fit zu halten, empfiehlt es sich, mehrmals täglich Kleingedrucktes – auch unter verschiedenen Lichtverhältnissen – zu lesen. Zum Beispiel klein gedruckte Inhaltsangaben auf Lebensmittelverpackungen. Wenn man nach längerer konzentrierter Arbeit am Computer nur noch alles verschwommen sieht und die Augen schmerzen, dann hilft die altbewährte chinesische Technik der Augenakupressur, um die Augen wieder zu erfrischen. Eine wirkungsvolle Übung: Lassen Sie die gekrümmten Zeigefinger mehrmals auf dem oberen Augenknochenrand vom inneren zum äußeren Augenwinkel gleiten. Wiederholen Sie diese gleitende Bewegung auch auf dem unteren Augenknochenrand mehrmals von innen nach außen.

Die Bedeutung der Ernährung für gute Sehfähigkeit

Auch Fehlernährung kann die Ursache von Sehschwäche sein. Vitamin A ist für den Sehvorgang von entscheidender Bedeutung, ein Mangel verursacht daher Sehstörungen, wie z.B. Nachtblindheit. Hier braucht der Körper zusätzlich Zink. Viel Vitamin C wiederum beugt der Trübung der Linse (grauer Star) vor. Wichtig ist viel gelbes und grünes, wenig gekochtes Gemüse. Trockene Augen sind häufig die Folge von Bildschirmarbeit (weniger Lidschläge), Rauchen, zuviel Kaffee, Kontaktlinsen, Klimaanlagen und Medikamenten. Ein bewährtes natürliches Mittel ist Walnussöl. Durch seinen hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist es in der Lage, die äußere Fettschicht auf der Tränenflüssigkeit wieder herzustellen. Vier Esslöffel täglich sollten es sein.

Als Organe stehen vor allem die Leber und die Nieren in Verbindung mit Sehstörungen, da beide Organe als Filter und Reiniger für unseren gesamten Organismus und für alles von uns durch den Mund Aufgenommene wirken. Nach längerer Überlastung der Leber (ungesunde Fette, Alkohol, Koffein) beginnen sich Schlacken im Blutkreislauf, im Gewebe und sogar in den Augen – speziell in der Linse – abzusetzen. Es empfiehlt sich spätestens dann, mit einer Fastenkur die Leber bei ihrer Reinigungsarbeit zu unterstützen.

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