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Osteoporose – den Knochenschwund erkennen und behandeln

Das Krankheitsbild Osteoporose macht vor allem älteren Menschen zu schaffen und führt zu mehr als 50.000 Schenkelhalsfrakturen pro Jahr. Um diese Gefahr zu vermeiden, lohnt es sich, dem Knochenschwund vorzubeugen. Besteht die Erkrankung bereits, kann eine sinnvolle Therapie die Symptome abmildern.

Gymnastik

Unter einer Osteoporose versteht der Arzt eine Verminderung von Knochenmasse, die sich auf Knochenstruktur und -funktionsfähigkeit auswirkt. Die Patienten klagen über Schmerzen, die bei starken Belastungen an Muskeln, Bändern und Gelenken auftreten.

Eine sehr früh auftretende („invenile“) Osteoporose unterscheidet sich von einer Knochendichteabnahme bei Frauen nach den Wechseljahren und der Erkrankungen in der späten Altersphase, von der auch häufig Männer betroffen sind. Es finden sich viele Ursachen und Risikofaktoren für eine Knochendichteabnahme:

  • Ernährungsbedingter Calciummangel
  • Abfallender Östrogenspiegel insbesondere in der Menopause
  • Genussgifte wie z.B. Alkohol, Kaffee und Nikotin
  • Konditionelle Faktoren wie z.B. ein schmalgliedriger Knochenbau
  • Chronische Mangelernährung oder eine schlechte Ernährung in der Jugend
  • Dauerhafte Einnahme von Kortisonpräparaten
  • Hormonmangelzustände, die den Einbau von Calcium in den Knochen verhindern
  • Zu geringe körperliche Aktivität

Die Messung der Knochendichte führt zur Diagnose

Ein Verdacht kommt in der Regel über das geäußerte Beschwerdebild zu Stande. Eine Knochendichtemessung führt dann zur Diagnose. Diese Messung kann über eine quantitative Computertomographie erfolgen. Relativ modern ist die Bestimmung der Knochendichte mittels Ultraschallmessung des Fersenknochens.

Eine Knochendichtemessung ist immer dann angezeigt, wenn Patienten durch eine lange Kortisonbehandlung, bestimmte Stoffwechselerkrankungen mit Einbaustörungen von Calcium in den Knochen oder Hormonmangelzustände gefährdet sind. Zusätzliche Diagnosemöglichkeiten bieten Untersuchungen von Blut und Urin.

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Was kann helfen?

Neben einer standardmedizinischen, medikamentösen Therapie mit Calciumpräparaten bei Calciummangel, Substitution von Vitamin D nach Bedarf und Notwendigkeit, Östrogen-Gestagen-Substitution in der Postmenopause und mittlerweile weit verbreitet mit Biphosphonaten (die sich im Knochen einlagern und einen weiteren Knochenabbau stoppen) zeichnet sich die naturheilkundliche Therapie überwiegend durch hormonfreie Behandlungsformen aus. Die Medikamente sind als Tabletten, Injektion oder Infusion verfügbar. Grundsätzlich sind Osteoporose-Medikamente sehr gut verträglich, können aber gelegentlich Nebenwirkungen haben.

Zu einem ausgewogenen naturheilkundlichen Behandlungskonzept gehören alte Verfahren wie z.B. das Trockenschröpfen (Aufbringen von Glasvakuumgefäßen entlang der Wirbelsäule) oder das Baunscheidtieren (sterile Stichelung der Haut mit Aufbringen eines besonderen Hautreizöles), das die Hautdurchblutung und zugleich den Stoffwechsel deutlich verbessern und somit reflektorisch den Knochenaufbau unterstützen kann.

Auch die Therapie mit Eigenblut und mit knochenaufbauenden Zusätzen unterstützt die Therapie gegen Osteoporose. In der Spurenelementtherapie hat sich Calcium bewährt. Eine calciumreiche Ernährung mit Milchprodukten, Nüssen, Mandeln, Hirse usw. ist hilfreich. Auch calciumreiche Mineralwässer sind empfehlenswert. Daneben wirken Phytoöstrogene, wie beispielsweise aus der Sojabohne, sich positiv auf den Stoffwechsel während der Wechseljahre aus.

Die Ernährungstherapie sollte immer mit Bewegungstherapie kombiniert werden. Eine regelmäßige Gymnastik von täglich zweimal zehn Minuten zur Stärkung der Muskulatur könnte mehr als 50 Prozent zur Optimierung einer Osteoporose-Therapie beitragen. Neben einem allgemeinen Fitness- und Krafttraining wird der Knochenstoffwechsel positiv durch Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Jogging, Walking oder Wandern beeinflusst. Die spezielle Bewegungstherapie sollte immer mit einem erfahrenen Sporttherapeuten und mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Der Heublumensack – über Dampf angefeuchtet und erhitzt – verbessert die Durchbltung von Muskulatur und Knochen und über die Cumarine der Heublumen erfolgt eine angenehme Entkrampfung der Muskulatur. Hilfreich können auch Fangopackungen und Moorbäder sein.

Nach Gesichtspunkten der klassischen Naturheilverfahren sind vorsichtige Sonnenbestrahlung und Wechselgüsse nach Kneipp hilfreich. Weitere therapeutische Ziele sind Schmerzbekämpfung, Unterstützung der Mineralstoffeinlagerung und die Vermeidung von Muskelabbau durch Schonungshaltung.

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