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Farbtherapie: Mit Farben die Stimmung aufhellen

Farben wirken sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Farbtöne können als Raumlicht und Wandfarbe den Menschen beeinflussen.

Wohnzimmer

Unterschiedliche Farben haben auf Menschen verschiedene Wirkungen. Das gilt besonders für die Psyche. Welche Bedeutung haben Farben allgemein und welchen Einfluss haben sie im Wohnraum?

Mit dem Zusammenspiel von Farben kann der Wohnraum nicht nur individuell gestaltet werden, sondern Farben können auch einen entscheidenden Einfluss auf unsere Stimmung und unser Wohlbefinden ausüben. Man spricht von „warmen“ und „kalten“ Farben, die eine psychologische Wirkung haben können: Manche beruhigen, manche motivieren und manche entspannen.

In der Farbtherapie spricht man von ihrer heilenden Wirkung. Wellness-Zentren setzen mittlerweile Farblicht-Saunen ein und gestalten die Entspannungsräume mit entsprechenden Farben. Sie nutzen Farben, um bestimmte Stimmungen bei den Besuchern zu erzeugen.

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Wirkungsweisen der Farben

Rot: Rotes Licht fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Der gesamte Organismus wird stimuliert. Kleine Kinder erinnern sich bei roten Räumen an die Geborgenheit im Mutterleib. Rot steht als warme Farbe für Feuer, Liebe und Leidenschaft, aber auch für Aggression und Zorn.

Gelb: Das Gelb der Sonne wird mit Wärme, Fröhlichkeit und Lebensfreude assoziiert und macht wach und kreativ. Als Wandfarbe eignet sich Gelb besonders für Räume in denen gelernt und gearbeitet wird. Seelisch wirkt Gelb aufheiternd.

Orange: Orange gilt in der Psychologie als stimmungsaufhellend, stimulierend und wird mit Lust verbunden. Es symbolisiert Optimismus und Lebensfreude und gehört wie Rot und Gelb zu den warmen Farben. Der Farbe wird auch eine appetitanregende Wirkung zugesprochen.

Blau: Als kalte Farbe kühlt blau und sorgt für eine sachliche und ernste Atmosphäre. Zwar gerät der Körper bei einem blauen Raum leicht ins Frösteln, doch der Farbe wird eine emotional ausgleichende, beruhigende und mäßigende Wirkung zugeschrieben. Blau schenkt Erholung, Entspannung und Schlaf.

Grün: Die Grüne Farbe symbolisiert Neubeginn und Wachstum und steht als Farbe der Mitte. In der Alternativmedizin gilt Grün als Farbe, die ausgleichend wirkt und sehr gut den Körper zur Regeneration und zum Aufbau erreicht. Auf der seelischen Ebene schenkt Grün Hoffnung und Vertrauen.

Violett: Gehört wie Blau zu den kalten Farben und wirkt auf das zentrale Nervensystem, gleicht aus und fördert den Schlaf. Auf der seelisch-geistigen Ebene wirkt es erhebend und befreiend. Oft wird Violett im Rahmen von Meditationsübungen eingesetzt.

Farbtherapeutische Methoden

Die Farbtherapie eignet sich in der Selbstanwendung und als psyhologische Begleittherapie. Als Methode können bestimmte Farbtafeln konzentriert betrachtet werden. Das Visualisieren von Farben spielt in der Entspannung eine Rolle. Bei der Farbpunktur nach Mandel wird gebündeltes Farblicht mit Hilfe von kleinen Stablampen auf Akupunkturpunkte gerichtet, die so stimuliert werden sollen.

Kritik an der Farbtherapie

Während Heilpraktiker und Farbpsychologen jeder Farbe bestimmte Effekte auf Körper und Geis zuschreiben, sehen Schulmediziner und Wissenschaftler dieses etwas kritischer. Die Wissenschaft führt etwaige Wirkungen der Farblichttherapie und Farbpunktur häufig auf den Placeboeffekt zurück. Wissenschaftliche Belege für spezifische Wirkungen der Farbtherapie auf das Wohlbefinden und auf das Nervensystem sind nicht vorhanden. Zusätzlich fehlen eindeutige wissenschaftliche Belege aus größeren kontrollierten Studien.

Grundsätzlich hängt es wohl vom Einzelnen ab, wie empfänglich er auf Farben reagiert und bei welchen Farbräumen der Mensch sich wohler fühlt. Je nach Stimmung und Situation bevorzugen Menschen unterschiedliche Farben und die meisten Menschen fühlen sich intuitiv zu bestimmten Farben hingezogen.

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