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Behandlung bei Gallensteine

Gallensteine machen sich oft gar nicht bemerkbar. Aber sobald das geschieht, sind Völlegefühl und Übelkeit möglich und der Oberbauch schmerzt dazu. Gallensteine können schwere Leberschäden, Blutvergiftungen und Gelbsucht verursachen. Wann muss operiert werden? Wie entstehen Gallensteine, wie können diese behandelt werden und wie kann vorgebeugt werden.

Die Galle hat für den Körper eine wichtige Funktion. Sie sorgt für eine reibungslose Verdauung von Fetten. Täglich produziert der menschliche Körper etwa 700 ml Galle, die zwischen den Mahlzeiten in der Gallenblase gespeichert werden.

Die Gallenflüssigkeit besteht größtenteils aus Wasser, dazu Elektrolyten, Lipide, Gallensäuren, Phospholipide und Cholesterin. Daneben finden sich in der Galle verschiedene Ausscheidungsprodukte des Körpers.

Wie entstehen Gallensteine?

Gallensteine sind Ansammlungen von Kristallen in der Gallenblase oder in den Gallengängen. Gallensteine entstehen durch ein Ungleichgewicht löslicher Stoffe in der Galle. Sie bestehen entweder überwiegend aus Cholesterin (Cholesterinsteine) oder überwiegend aus Bilirubin-Pigmentmaterial (Pigmentsteine).

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Symptome

Nicht immer sorgen Gallensteine für Beschwerden und bedürfen einer Therapie. Es wird meist erst schmerzhaft und gefährlich, wenn sie in den Gallengang gespült werden und dort hängenbleiben. Dann staut sich das Gallensekret und kann nicht mehr in den Darm fließen. Bei Nichtbehandlung drohen Schäden an der Leber, eine Blutvergiftung oder Gelbsucht.

Bemerkbar machen sich Gallensteine meist durch Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl oder Übelkeit. Oft treten die Beschwerden nach einer großen und fettreichen Mahlzeit auf.

Symptome einer Gallenkolik sind heftige, krampfartige Schmerzattacken unter dem rechten Rippenbogen oder unter dem Brustbein. Sie können von einer Viertelstunde bis zu fünf Stunden anhalten und in Wellen auftreten. Hinzukommen können eine begleitende Übelkeit und dazu Erbrechen.

Wie werden Gallensteine behandelt?

Die Behandlung richtet sich danach, ob die Gallensteine in der Gallenblase oder im Gallengang liegen, ob Entzündungen vorliegen und wie stark die Beschwerden sind. Gallensteine können mit Stoßwellen zertrümmert werden. Allerdings können sich danach neue Steine bilden. Auch Medikamente helfen bei kleinen Gallensteinen. Wenn Gallensteine zu Beschwerden führen, müssen sie oft mitsamt der Gallenblase mittels Schlüssellochchirurgie entfernt werden.

Risikofaktoren

Übergewicht und mangelnde Bewegung sind Faktoren, die eine Entstehung von Gallensteinen begünstigen. Dazu höheres Alter und eine falsche Ernährung. Wer Diabetes hat oder an einer schweren Lebererkrankung leidet, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, Gallensteine zu bekommen. Frauen sind eher betroffen als Männer. Auch während einer Schwangerschaft treten öfter, aufgrund der hormonellen Umstellung, Gallensteine auf. Es gibt jedoch auch eine genetische Veranlagung für die Bildung von Gallensteinen.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung gegen Gallensteine empfiehlt es sich auf eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Auch ein Übergewicht sollte reduziert werden.

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