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Meridian- Pflanzenfarbentherapie

In jahrzehntelanger Erkenntnisarbeit erforschte Frau Christel Heidemann experimentell die direkte Einwirkung von Farben auf den menschlichen Organismus, speziell auf die sogenannten Akupunkturmeridiane.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Akupunktur in Mitteleuropa wenig bekannt, stammt sie doch aus den völlig anderen Kulturkreisen Tibets und Chinas. Heute gehört das Wissen ihrer „Meridiane“ in Ländern wie China und Japan zur Grundausbildung eines jeden Arztes. Die Forschungen von Frau Heidemann stellen jedoch eine Weiterentwicklung der dort gelehrten Praktiken dar. Sie wird erst recht verständlich vor dem Hintergrund der modernen Geisteswissenschaft, der Anthroposophie Rudolf Steiners. Er selbst hat sich noch vor Gründung der anthroposophisch-medizinischen Bewegung z.B. mit der Einwirkung farbiger Lichtquellen auf den menschlichen Organismus beschäftigt. Mit diesen Versuchen, die in den folgenden Jahrzehnten an verschiedenen Orten fortgesetzt wurden, werden die bis in den Lebensorganismus reichenden Wirkungen der Farben vollauf bestätigt. Es bleibt jedoch noch abzuwarten, wann diese neuen Therapieformen in die offizielle Medizin Eingang finden werden. Dies wir u. a. von Ärzten abhängen, die sich mit einer solchen Aufgabe auseinander setzen wollen. (Dr.med. Olaf Titze)

Die heutige Kenntnis über die therapeutische Wirkung der Akupunktur entstammt einer sehr alten Kultur Tibets und Chinas, die hervorgegangen ist aus einem Wissen von geistigen Hintergründen aller Erscheinungen dieser Welt. Die damaligen eingeweihten Priester hatten durch Offenbarungen Einblicke in Naturzusammenhänge, die der heutigen naturwissenschaftlichen Forschung nicht mehr zugänglich sind. In seinen geisteswissenschaftlichen Darstellungen über die Bereiche der Natur (Mineralwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt), des Menschen und des Kosmos gibt Rudolf Steiner dem modernen Menschen die Möglichkeit, sich den einstmals geoffenbarten Naturgeheimnissen auf zeitgemäße Weise wieder zu nähern.

Das Strömende im Menschen: der Ätherleib

Die alten Eingeweihten hatten, so beschreibt es Rudolf Steiner, besondere Einblicke in das bewegte Strömen des Lebendigen innerhalb des physischen Leibes des Menschen. Dieses für das sinnliche Auge nicht sichtbare Lebendige bildet einen einheitlichen Leib, der in der anthroposophischen Terminologie als Lebens- oder Ätherleib bezeichnet wird. Er bewirkt alle Stoffwechselvorgänge im Körper und verbindet zugleich das Seelisch-Geistige des Menschen mit dem physischen Leib. Der Ätherleib durchströmt die rechte und linke Körperhälfte auf zwölf Bahnen, die Hauptmeridianen genannt werden. Bei erhobenen Armen strömt er von den Fingerspitzen zum Kopf, vom Kopf zu den Zehenspitzen, von den Zehenspitzen zur Brust und von der Brust wiederum in die Fingerspitzen. Von den zwölf Hauptmeridianen zweigen unendlich viele neben- und querverbindende Ströme ab - vergleichbar den großen Arterien, die sich immer mehr verzweigen und in kleinsten Haargefäßen, den Kapillaren, enden, um dann im Venensystem zum Herzen zurückzugelangen.

Die Seele als Krankheitsverursacher

Die Seele ist nach Rudolf Steiners Aussagen der Sitz von Krankheitsprozessen. Gedanken und Gefühle, die über ein gewisses Maß hinausgehen, sind Kräfte, die den Ätherleib schwächen, sein gleichmäßiges Strömen behindern und damit krankmachend auf die Stoffwechsel- prozesse des physischen Leibes wirken. Der Ätherleib als solcher erkrankt nicht primär, es sei denn durch äußere Verletzungen mit Narbenbildungen oder Prellungen.

Gesundung für den physischen Leib kann daher nach anthroposophischer Auffassung allein vom Ätherleib ausgehen. Die Ungeordnetheit im Ätherleib muss in ein gleichmäßiges Strömen zurückgeführt werden, um die zu tief eingedrungenen Einflüsse des seelischen Leibes auszugleichen. Werden die seelischen Probleme nicht gelöst, wird durch die Belastung des Ätherleibes der krankhafte Prozess im Physischen erneut hervorgerufen. Wie kann nun das gleichmäßige Strömen des Ätherleibes im Krankheitsfall wieder hergestellt werden?

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Harmonisieren der Meridianströme

In der Ruhelage sollte der menschliche Leib gleichmäßige Spannungszustände rechts-links, oben-unten und hinten-vorne aufweisen. Jeder Physiotherapeut weiß, wo aus physiologisch- anatomischen Gegebenheiten normalerweise eine höhere oder niedrigere Spannung der Gewebeschichten vorhanden ist. Jedes innere Organ ruft bei einer funktionellen oder organischen Störung Spannungsveränderungen bestimmter Zonen in Haut, Unterhaut und Muskulatur des Körpers hervor. Man nennt sie Organzonen in Bindegewebe und Muskulatur.

Der diagnostische Tastbefund gibt dem Therapeuten Auskunft über das ursächliche Störfeld, das nicht immer identisch mit den augenblicklichen Beschwerden sein muss. Ein Beispiel möge dies erläutern: Der diagnostische Tastbefund zeigt eine Magenzone. Der Patient klagt aber nicht so sehr über Magenbeschwerden als über Migräne. Der Magenmeridian beginnt in der Schläfe und endet an der zweiten Zehe des Fußes. Er ist in seinem gleichmäßigen Strömen in Unordnung geraten. Durch ätherische Überfülle (oder auch Leere) entsteht die Migräne. Der Magenmeridian muss in diesem Falle reguliert werden. Massieren, Streichen oder Stechen (Akupunktur) im Verlauf des Meridians regt das Strömen an, Maßnahmen, die gegen die Strömungsrichtung eingesetzt werden, beruhigen sie. Ebenso wirken Zirkelungen im Uhrzeigersinn anregend und Zirkelungen gegen den Uhrzeigersinn beruhigend. Die diagnostische Organzone auf dem Rücken des Patienten reagiert auf jede Maßnahme im Sekundenphänomen., d.h. sie gibt in Sekundenschnelle den Hinweis, welcher Therapieansatz vorgenommen werden muss.

Die diagnostische Tastung wurde an der Freiburger Universität für Innere Medizin durch Prof. Dr. med. Kohlrausch, Frau Dr. Teirich-Leube und Frau Dicke erarbeitet. Die Chinesen – und damit weitgehend alle Akupunkteure – richten sich bei ihren therapeutischen Maßnahmen nach der Pulskontrolle, da auch das strömende Blut Auskunft über die prozessualen Vorgänge im Ätherleib gibt.

In einem seiner Vorträge sprach Rudolf Steiner davon, dass der Ätherleib ein wunderbares Gebilde ineinanderflutender und schimmernder Farben sei, und dass die Farben des Ätherleibes den physischen Leib, ja sogar die Organe aufbauen und dann in dem wirken, was während des Lebens von den Organen des physischen Leibes vollzogen wird. Diese Hinweise veranlassten Frau Heidemann, zu erforschen, ob Farben, die auf die Akupunkturpunkte der Meridiane aufgebracht werden, eine Wirkung ausüben.

Wirkung von Farben

Das Ergebnis war erstaunlich: Jeder Meridian hat seine Farbe, die ihn aktiviert und stärkt. Die Komplementärfarbe bewirkt das Gegenteil. Zunächst verwendete sie anilingefärbte Seiden. Die gewünschte Wirkung trat zwar augenblicklich ein, aber nach zwei bis drei Stunden zeigte sich bei empfindlichen Patienten starke Nervosität und Unwohlsein. Daraufhin färbte sie nach Angaben des Pflanzenfarbenlabors am Goetheanum in Dornach/Schweiz Seiden mit Pflanzendrogen ein. Die Wirkung war milder und wohltuender, auch nach längerem Tragen trat keine negative Wirkung auf. Wie fein und exakt der menschliche Körper, d.h. der Ätherleib auf Farben reagiert, ist immer wieder für jeden Therapeuten, der damit umgeht, eine erstaunliche Erfahrung. Ein gelbliches Rot kann nicht durch ein bläuliches Rot und bläuliches Grün nicht durch ein gelbliches Grün ersetzt werden. Die Nuance muss stimmen!

Der Vorteil dieser Farbtherapie auf Akupunkturpunkten liegt in der Dauerwirkung. Allerdings müssen die Farben täglich einmal, in schweren Krankheitsfällen auch zweimal gewechselt werden. Auch wenn sie ihre Farbe nicht geändert haben, geht offenbar ihre Kraft verloren. Die Farben werden in quadratzentimetergroßen Stückchen auf die Akupunkturpunkte nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten geklebt. Ziel der Behandlung ist die Herstellung des Spannungsgleichgewichts von Bindegewebe und Muskulatur des gesamten Körpers, das zugleich Ausdruck für die Harmonisierung der Ströme des Ätherleibes ist.

Da immer die Gesundung zunächst vom Ätherleib ausgehen muss, ist diese Methode bei allen Krankheitsbildern, ganz gleich, ob sie schwerer oder leichter Natur sind, lokal auftreten oder den ganzen Menschen erfassen, als die Heilung einleitende und unterstützende Maßnahme anwendbar. Die Krankheit entscheidet, wie lange sie durchgeführt wird. Kann der Patient das Spannungsgleichgewicht nach Belastung in Ruhe selbst herstellen, ist das Ziel erreicht. Ist der Körper im Spannungsgleichgewicht und somit im energetischen Gleichgewicht, kann es durch keine von außen herangeführte Therapieform zur Verschiebung des Gleichgewichts kommen, es sei denn durch massive, andauernde Fehleinwirkungen und Fehlbelastungen.

Wie kommt die Meridian-Farbtherapie in meiner Praxis zum Einsatz?

Da bei der physikalischen Therapie mit ihren verschiedenen Behandlungsmethoden immer auch die Meridiane mitbeeinflusst werden, halte ich es für dringend erforderlich, sich vor der Behandlung ein Bild vom Ätherleib des Patienten zu machen. Durch den Tastbefund und mit Hilfe der Farbheptagramme kann ich schnell herausfinden, von welchem Meridian die Hauptstörung ausgeht. Durch das Setzen weniger Farbpunkte gelingt es meist schnell, das Fließen der Energieströme zu ordnen und gleichzeitig ein Spannungsgleichgewicht in den Organzonen herzustellen. Danach kann die Therapie entsprechend der Verordnung fortgeführt werden.

Ich möchte dazu einige Beispiele aufführen:

Ein Patient soll Lymphdrainage an den Beinen bekommen. Diese wird korrekterweise immer in Richtung Leiste ausgeführt. Nun hat der Patient z.B. einen Stau – also eine Energiefülle- im Lebermeridian mit entsprechender Organzone, die am Rücken tastbar ist. Der Lebermeridian ist ein Yin-Meridian, der am großen Zeh beginnt, an der Beininnenseite zur Leiste und dann zur Brust fließt – also von unten nach oben. Ein Ausstreichen in seiner Verlaufsrichtung würde eine weitere Erhöhung seines schon bestehenden Staus bedeuten, was sich sofort in einer starken Spannung in den Organzonen ausdrückt. Das Ausstreichen gegen seine Verlaufsrichtung würde zwar den Rücken wunderbar weich machen, hätte aber eine schlechte Wirkung auf den Lymphabfluss. Durch eine Ordnungstherapie (Meridian-Farbtherapie) vor der Lymphdrainage könnte man vermeiden, dass ungewollte Störungen erzeugt werden.

Ein Ausstreichen des Meridians in die falsche Richtung löst dann keine Verspannung mehr in der Organzone aus. Das gleiche Prinzip finden wir bei einem Patienten, der im Blasenmeridian – er verläuft vom Kopf über den Nacken, seitlich entlang der WS über die Rückseite der Beine in die kl. Zehe – einen Stau hat. Sein Rücken darf auf keinen Fall von oben nach unten massiert, ausgestrichen oder im Uhrzeigersinn gezirkelt werden. Statt einer Anspannung des Rückenstreckers sollte dieser eher gedehnt werden, auf Wärmeapplikationen sollte vorerst verzichtet werden, denn all dies würde den Heilungsprozess, der ja vom Ätherleib ausgeht, unnötig verzögern und somit die Therapie infrage stellen.

Da jeder Meridian einem Organ zugeordnet ist, jedes Organ eine (Headsche) Zone am Rücken und jeder Meridian ein Zustimmungspunkt auf dem Blasenmeridian (entlang der Wirbelsäule) aufweist, kann auch jede Störung, die das Fließen der Energie in einem Meridian verhindert, Ursache für ein Wirbelsäulensyndrom sein.

Die Meridian-Farbtherapie in Ergänzung zur Physiotherapie bietet dem Patienten und dem Therapeuten eine deutliche Verbesserung in Richtung individueller und ganzheitlicher Therapie.

Die Mindestbehandlungszeit beträt 60 Minuten (plus 30 Minuten Ruhe in der Wärme) und kann wie folgt über Privatkassen abgerechnet werden:

  1. Rezept: Bindegewebsmassage einschließlich Meridian-Farbtherapie und Wärmepackung (mit oder ohne Moor), bei Bedarf (Energiestau, Hitze, Entzündung) wird auch Kälte appliziert
  2. Rezept: z.b. Krankengymnastik mit Extension im Schlingentisch (wobei der Schlingentisch nicht nur der Extension, sondern auch zur schmerzarmen, entspannten Lagerung während der Behandlung dient)
Autorin: Anita Hirth
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