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Gesunde Beine: Vorbeugen ist besser als Heilen

Nach langen Tagen können geschwollene Knöchel, müde, schwere Beine und Juckreiz, Kribbeln oder Schmerzen zur Qual werden. Tritt das regelmäßig auf, können dies oft Anzeichen einer Venenerkrankung sein.

Spazierengehen

Der menschliche Fuß ist ein hochkomplexes Wunderwerk. 60 Muskeln, mehr als 50 Knochen, 300 Bänder und Sehnen und über 20 Gelenke sind vorhanden. Für den Bewegungsapparat spielen die Füße eine ganz besondere Rolle.

Schwere Füße am Abend: Haben Sie nach einem langen Arbeitstag dicke Knöchel, dann kann es an dem falschen Schuhwerk oder an einer einseiten Belastung oder zu langem Stehen liegen. Wer beispielsweise auf einer Messe gearbeitet hat, kennt die schweren und schmerzenden Beine. Kommt es bei den Beinen jedoch zu chronischen Beschwerden, dann drohen Venenentzündungen mit den Folgen eines sogenannten offenen Beines und schließlich zu Thrombosen.

Behandlung beim Venenspezialisten
Gerade schon bei geringen Beschwerden sollten die Venen von einem Venenspezialisten untersucht werden, denn vorbeugen ist besser als heilen. Dieser Spezialist, im Fachwort Phlebologe genannt, wird mit Ultraschall die Beine untersuchen und bei einer Notwendigkeit eine Behandlung einleiten.

Vorbeugende Maßnahmen

Zur Vorbeugung gilt die "goldene drei L und drei S-Regel" für die Venen: „Lieber Laufen und Liegen Statt Stehen und Sitzen“. Regelmäßige Bewegung aktiviert die Wadenmuskelpumpe, die wiederum den Rückfluss des Blutes zum Herzen unterstützt. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn man beim Laufen die Fußsohle bewusst abrollt. Bequeme Schuhe mit nicht zu starren Sohlen sind beim Laufen wichtig.

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Wer zu schwachen Venen neigt, der sollte einfache Tipps beherzigen, um seine Blutgefäße zu schonen:

  • Regelmäßige Bewegung mit Schwimmen und Spazierengehen. Nehmen Sie so oft wie möglich die Treppe anstatt den Lift. Steigen Sie eine Station früher aus Bus oder Straßenbahn aus.
  • Lagern Sie Ihre Beine so oft wie möglich hoch und vermeiden Sie stundenlanges Stehen oder Sitzen.
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Bauen Sie möglichst Übergewicht ab, da dies die Beine zusätzlich belastet.
  • Verzichten Sie möglichst auf heiße Vollbäder.
  • Machen Sie auf Reisen und möglichst täglich Gymnastikübungen mit den Füßen, z.B. mit den Fersen auf- und abwippen, Fußspitze in Richtung Nase ziehen, auf Zehenspitzen gehen, versuchen Sie Gegenstände mit den Zehen vom Boden aufzuheben.
  • Patienten mit Fußproblemen können selbst durch regelmäßige Fußgymnastik die Fußmuskulatur stärken und dadurch einer Fehlform entgegenwirken.
  • Legen Sie sich auf den Rücken und strecken Sie die Beine in die Luft. Nun bewegen Sie die Beine wie beim Radfahren. Damit fließt das Blut gut aus den Beinen.
  • Tragen Sie bei besonderen Belastungen, wie bei Reisen im Flugzeug, Auto, Bus oder Bahn, Stütz- oder Kompressionsstrümpfe.
  • Hochhackige Schuhe sind eine Tortur für Füße und Venen. Bevorzugen Sie bequeme Schuhe mit möglichst flachen Absätzen. Die Schuhe sollten ebenfalls ausreichend groß und weit sein.
  • Die Durchblutung wird durch Kneipp'sche Güsse der Unterschenkel angeregt. Belebend wirken kalte Wassergüsse morgens und abends, da sie die Spannung der Blutgefäße erhöhen.
  • Reiben Sie Ihre Beine mit Franzbrandwein, Ringelblumensalbe oder Rosskastanie ein. Schneiden Sie die Fußnägel nicht zu kurz. Am besten halten Sie diese gerade und an den Ecken leicht abgerundet.
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