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Vor und nach dem Urlaub zum Venen-Check

Lange Urlaubsreisen können den Venen schaden. Deshalb wird eine regelmäßige Überprüfung empfohlen.

Abflug

Durch langes, unbewegliches Sitzen bei längeren Flug- oder Busreisen, aber auch bei Zug- und Autoreisen können Thrombosen entstehen. Experten gehen davon aus, dass bei Reisen, die über vier Stunden dauern, einer von 6.000 Reisenden eine Thrombose erleidet. Häufiges Fliegen auf langen Strecken erhöht nach Meinung der Gesundheitsexperten das Risiko für schwere Thrombosen um mehr als das Dreifache.

Gerade bei Busreisen sollte jede Pause genutzt werden, um den Bus zu verlassen und sich draußen die Beine zu vertreten. Das gilt besonders für Senioren, trotz des oft beschwerlichen Busein- und -ausstieges über steile Treppen. Denn sie sind besonders häufig von Thrombosen betroffen. Besonders gefährdet sind ebenfalls Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder Herzschwäche, Diabetiker und übergewichtige Menschen.

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Tückisch ist, dass zahlreiche Beinvenen-Thrombosen im Anfangsstadium fast unbemerkt verlaufen können, weil andere Gefäße die Funktion der verstopften Ader übernehmen. Manchmal beschränken sich die Beschwerden zunächst auf ein leichtes Ziehen oder auf Krämpfe im Bein. Spätestens jetzt ist es Zeit zum Venenspezialisten (Phlebologen) zu gehen. Denn solange diese Venenerkrankung nicht behandelt wird, kann das Gerinnsel durch Anlagerung neuer Blutzellen weiter wachsen. Durch die Abflussbehinderung staut sich Gewebewasser und der Zufluss von sauerstoff- und nährreichem Blut wird behindert.

Es gibt einige Symptome, die als wichtige Alarmzeichen gelten: Beinschwellung, Überwärmung des Beines, Wadenschmerzen, Spannungs- und Schweregefühl oder glänzende spannende Haut. Auch wer sich unsicher fühlt, sollte einen Arzt bzw. Venenspezialisten aufsuchen. Eine rechtzeitige Thrombosetherapie kann mögliche Komplikationen und bleibende Schäden verhindern.

Therapieziele der Thrombosetherapie

Als Therapieziel ist nicht nur das Wachstum der Thrombose zu verhindern, sondern auch eine Gerinnselverschleppung zu vermeiden. Dazu sollte der Zustand des ursprünglichen Blutflusses erreicht werden. Die Therapieformen reichen von der medikamentösen Auflösung des Gerinnsels über die chirurgische Entfernung des Gerinnsels bis zu einer Gefäßoperation mit einer Überbrückung des verengten Abschnitts. Welche Therapieform eingesetzt wird, hängt von den individuellen Faktoren der Thrombose und des Patienten ab.

Tipps auf der Reise zur Senkung des Thromboserisikos

  • Stehen Sie im Flugzeug, Zug oder im Bus öfter auf und bewegen Sie Beine und Füße.
  • Trinken Sie auf der Reise reichlich Wasser. Verzichten Sie auf alkoholische Getränke, da diese die Gefäße erweitern und den Blutrückfluss erschweren.
  • Tragen Sie möglichst bequeme Schuhe ohne Absatz.
  • Meiden Sie enge, einschneidende Kleidungsstücke.
  • Tragen Sie während der Reise Stützstrümpfe/Kompressionsstrümpfe. Sie erhalten diese in Apotheken und Sanitätshäusern.
  • Vermeiden Sie am Ferienort lange Sonnenbäder.
  • Wenn bereits ein erhöhtes Thromboserisiko besteht, sollten Sie mit Ihrem Arzt vor Reisebeginn über Vorbeugungsmöglichkeiten sprechen.
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