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Venentraining

Arbeiten und Venenprobleme: ein kleines Trainingsprogramm für Schreibtischtäter und Stehvermögende. Was können Sie bei Venenschwäche tun?

Treppe anstatt Lift

Viele berufstätige Menschen üben eine vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit aus. Das ist nicht nur schlecht für unser Herz-Kreislaufsystem, sondern auch für unsere Venen, die im Alltag ständigen Strapazen ausgesetzt sind. Bewegungsmangel, stundenlanges Sitzen und Stehen bereiten den Venen große Probleme und schränken ihre Funktion ein. Die Beine werden schwer und schmerzen. Daneben treten unschöne Besenreiser und Krampfadern hervor. Neben schweren und müden Beinen schwellen oft zugleich die Knöchel an.

Verantwortlich für die gesundheitlichen Probleme sind geschwächte Gefäße, in denen sich das Blut staut. Wertvolle Ratschläge sind gefragt, um das Risiko von Venenproblemen entscheidend zu minimieren und den Arbeitsalltag venenfreundlicher zu gestalten. Ein Venenleiden wird oft unterschätzt oder von den Betroffenen zu spät erkannt. Im Akutfall können mit der Zeit entstandene Besenreiser und Krampfadern zu einer Thrombose führen.

Vorbeugen statt nachsorgen

Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Venenfunktion verbessern. Trinken Sie genügend. Am besten Wasser, ungesüßte Säfte oder Kräutertees. Vermindern bzw. verzichten Sie am besten auf entwässernde Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee, auf übermäßigen Alkoholgenuß und auf Nikotin.

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Unterbrechen Sie das lange Sitzen oder Stehen im Büro. Dinge wie Telefonieren oder Post öffnen können auch mit Leichtigkeit im Stehen erledigt werden. Wenn Sie dann noch ein schnurloses Telefon besitzen, gewöhnen Sie sich an, während des Telefongesprächs ein bisschen durch den Raum zu laufen.

Die modernen Kommunikationsmittel lassen uns sekundenschnell Informationen zu Kollegen auszutauschen. Sorgen Sie trotzdem für mehr Bewegung. Wenn Sie etwas mit einem Kollegen oder einer Kollegin zu besprechen haben, rufen Sie nicht an, sondern statten Sie einen kurzen Besuch im Nachbarbüro ab. Falls möglich, nehmen Sie am besten noch die Treppe anstatt den Lift.

Vermeiden Sie zugleich einengende Kleidung. Mit der Wahl einer bequemen und lockeren Kleidung, kann der Blutstrom ohne Probleme fliessen. Achten Sie auch auf passende und bequeme Schuhe. Zwischendurch helfen kleine Übungen, schwere Beine in Schwung zu bringen, dabei reichen manchmal schon kreisende Bewegungen oder das Wippen der Füße im Sitzen oder Stehen.

Starten Sie mit einer kleinen Übung: Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Die Arme hängen locker an der Seite. Stellen Sie nun beide Beine gleichzeitig auf die Zehenspitzen und zügig wieder auf die Fußsohlen. Zehn mal wiederholen. Die gleiche Übung kann auch im Stehen ausgeführt werden. Stellen Sie nun die Füße auf den Fersen auf. Heben Sie abwechselnd je zehnmal die rechte und die linke Fußspitze. Halten Sie sich nun mit den Händen hinter dem Rücken am Stuhl fest. Stoßen Sie die Beine mit den Zehen vom Boden ab, halten Sie diese einen Moment in der Luft und setzen sie langsam wieder auf. Bitte zehn mal wieder holen.

Für eine gute Unterstützung der Venen sorgen spezielle Kompressionsstrümpfe die die Beine entlasten und das Risiko einer Thrombose mindern. Sie fördern durch ihren angenehmen Druck und den stufenlosen Druckverlauf die Blutzirkulation und halten die Beine bis weit nach Feierabend fit.

Sind die Venen bereits geschädigt, dann sind Sie bei einem Venenspezialisten in besten Händen. Heutzutage gibt es Krampfader-Operationsverfahren, die minimal-invasiv und schmerzarm sind. Durch die modernen Verfahren, sowohl beim Sklerosierungsverfahren als auch bei der Laser-Behandlung, sind die Patienten meist schon nach einem Tag wieder schmerzfrei und voll einsatzbereit.

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