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Schimmelpilze in der Wohnung

Schimmelpilzbefall stellt eine Gefahr für das Gebäude und die Gesundheit der Bewohner dar. Insbesondere in der kalten Jahreszeit stellt es ein häufiges Problem dar.

Wohnraum

Schimmelpilze bzw. der umgangssprachliche Begriff Schimmel können unauffällig und harmlos in der Umwelt vorkommen. Bei Nahrungsmitteln gibt es erwünschte Formen, wie Edelschimmel an Schimmelkäse. Wird allerdings eine bestimmte Schimmelpilzkonzentration überstiegen, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen.

Schimmelpilze bilden in Wohnräumen eine zunehmende Allergiequelle und das Thema Schimmelpilz in Innenräumen ist heute so aktuell wie nie zuvor. Nicht nur unschön sind die Flecken an Außenwänden, Zimmerecken und im Bad. Die gesundheitliche Gefährdung bestätigt mittlerweile eine Vielzahl von Studien. Eine dauerhafte Schimmelbelastung der Raumluft erhöht das Risiko an Atemwegserkrankungen oder Allergien zu erkranken. Deshalb ist es wichtig die Lebensbedingungen und die Ursachen der Schimmelpilze an Wand oder im Mauerwerk zu erkennen und erfolgreich zu bekämpfen.

Wie entsteht Schimmel?

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und kommen auch in Innenräumen vor. Fäden und Sporen werden von den Pilzen gebildet, die in der Luft über weite Strecken schweben und mit der Luft eingeatmet werden können.

Nach Expertenschätzungen gibt es in jeder zehnten deutschen Wohnung an einer Stelle Schimmel. Eine der wichtigsten Ursachen für die Erhöhung der Schimmelpilze und der Schimmelbildung in den Wohnungen ist die Feuchtigkeit. Ursachen für die Feuchtigkeit kann eindringendes Wasser wegen schadhafter Dachabdichtung und undichtem Mauerwerk sein. Auch defekte Wasserleitungen und Kondenswasser können eine Ursache sein. Die hohe relative Luftfeuchtigkeit führt zu einer Innenkondensation an kälteren Stellen und lässt die Luft damit weniger Wasser speichern. Vor einigen Jahrzehnten waren die Fensterrahmenfugen noch sehr undicht und gewährleisteten unbemerkt ein Entfeuchten der Raumluft und vermieden eine Schimmelbildung. Mit der verstärkten Abdichtung wegen Energiesparens findet der Luftaustausch nur noch gering statt.

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Schimmel lässt sich bevorzugt in der Küche, im Bad und in dauerfeuchten Ecken und Fugen mit dunklen Flecken beobachten. Herrscht über längere Zeit eine überhöhte Feuchtigkeit, dann sind häufig die Wände neben Fenstern und hinter Schränken, wie auch Fußleisten betroffen. Nicht nur an der Wand, sondern auch in der Erde von Topfpflanzen können große Mengen an Schimmelpilzen vorkommen.

Eine richtige Bekämpfung der Schimmelpilze erfolgt nur durch die Beseitigung der Ursachen. In der kalten Jahreszeit liegt die optimale Feuchtigkeit bei etwa 40 bis 50% relativer Feuchte. Die Luftfeuchtigkeit kann durch Heizen und Lüften beeinflusst werden. Je niedriger die Raumtemperatur ist, desto höher steigt die relative Feuchte. Die hohe Luftfeuchtigkeit sollte jedoch durch die Temperaturen angepasstes und gleichmäßiges Heizen vermieden werden.

In Wohnräumen sollte die Temperatur zwischen 19 und höchstens 21 Grad sein. Selten genutzte Räume, wie beispielsweise das Schlafzimmer, können auch 16 Grad haben. Damit die wärmere und feuchtete Luft aus dem Wohnraum nicht an den kalten Wänden der übrigen Wohnung niederschlägt, sollten die Türen geschlossen sein. Als Regel gilt der Temperaturunterschied von maximal fünf Grad zwischen den einzelnen Räumen.

Sehr wichtig gegen den Schimmelbefall ist das Lüften, bei dem die verbrauchte, feuchte Raumluft gegen frische, trockene Kaltluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich sollte kurz und kräftig gelüftet werden. Das Fenster nur zu kippen nützt wenig, kostet mehr Heizenergie und kann durch Auskühlung der Räume sogar Schimmel verursachen. Auch schlecht belüftete Badezimmer sind anfällig für Schimmelbildung. Hier hilft das Abwischen von Wanne und Fliesen nach dem Duschen. Auch das Wäschetrocknen in der Wohnung sollte möglichst vermieden werden. Möbel sollten möglichst nicht an Außenwände gestellt werden oder wenigstens etwas Abstand zu Wand haben.

Etwas speziell ist es im Sommer beim Keller und für Wohnräume im Souterrain oder Räume am Hang, deren Wände durch Erdreich gekühlt werden. Wenn es schwül ist, sollten Sie besser die Kellerfenster geschlossen lassen. Dies liegt daran, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte. Kommt die warme Luft in den Keller, kühlt sie ab, kann nicht mehr so viel Wasser tragen und lässt sich an den Kellerwänden nieder. Je kälter die Wände und der Boden sind, desto mehr Kondenswasser bildet sich. Je kälter die Luft ist, die man zum Lüften rein lässt, umso weniger Kondenswasser bildet sich. Deshalb nur ausgiebig lüften bei den richtigen Temperaturen.

Was bei Schimmelbildung tun?

Schon bei Verdacht eines Schimmelpilzbefalls müssen die betroffenen Räume möglichst von Fachleuten untersucht werden. Werden Schimmelpilzquellen entdeckt, muss der Ursache für den Schimmelpilzbefall nachgegangen werden. Die nächste Aufgabe ist die Beseitigung des Schimmelbefalls. Dazu muss unter Umständen die befallene Bausubstanz, Tapeten oder Fliesen entfernt und entsorgt werden. In der Regel ist es nicht ausreichend, den oberflächlichen Schimmelbefall zu bekämpfen oder austrocknen zu lassen. Vorsicht bei der Verwendung von Schimmelbekämpfungsmittel (Fungizide), die gesundheitsschädlich für den Menschen sind. Ohne Fachmann sollte nichts unternommen werden.

Letztlich ist der beste Schutz vor Schimmelbefall die Tipps und Ratschläge bei der Vorbeugung zu beachten.

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