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Primel (Schlüsselblume)

Wegen des hohen Gehaltes an Saponinen werden Primeln arzneilich gegen Erkrankungen der oberen Atemwege, Reizhusten und chronische Bronchitis eingesetzt.

Primel (Schlüsselblume)

Vorwiegend im westeuropäischen Raum ist die Primel (Primula veris) zu finden, die auch Echte Schlüsselblume genannt wird. Die Bezeichnung Schlüsselblume ist durch die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit einem Schlüsselbund entstanden. Die wohlriechende Pflanze wächst bevorzugt auf mageren ungedüngten Wiesen in Kalk- und Berggebieten, auf Bergwiesen, im Gebüsch und an Weges- und Waldrändern.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Die Echte Schlüsselblume hat als besonderes Merkmal die dottergelben, stark duftenden Blüten. Diese erscheinen etwa zwischen März und Anfang April und hängen in kleinen Dolden leicht nach unten. Der Blütenduft ist honigartig und lieblich.

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Einsatz in der Volksmedizin

In der Heilkunde werden Schlüsselblumenblüten wegen des Gehaltes an Saponinen arzneilich gegen Erkrankungen der oberen Atemwege, Reizhusten und chronische Bronchitis eingesetzt. Weitere Inhaltsstoffe der Blüten sind Flavonoide und ätherisches Öl. Die Schlüsselblume wird besonders in Form von Hustentee und Hustensäften verordnet. Daneben entfaltet sie eine harntreibende Wirkung und eignet sich ausgezeichnet zur Behandlung des sogenannten Altershustens.

Kombination mit anderen Kräutern zu Hustentees

Die Wirkstoffe sind in den Blüten und vor allem in den Wurzeln enthalten, die im September ausgegraben werden. Allerdings verwendet man die getrockneten Primelwurzeln selten allein. Meist werden Sie vom Apotheker mit anderen Kräutern zu Hustentees kombiniert. In der Volksmedizin wird die Blüte auch als Nervenmittel gegen Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Schlaflosigkeit genutzt.

Wer nicht allergisch auf Primeln ist, muss dabei keine Nebenwirkungen erwarten. Doch lassen Sie andernfalls Vorsicht walten: Bestimmte Primelarten können durch ihre Drüsensekrete allergische Reaktionen oder Hautirritationen auslösen. Die orale Aufnahme könnte zu Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz und Durchfall führen.

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