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Wie setze ich mich durch?

Vielen Menschen fällt es schwer, den eigenen Standpunkt im Alltag erfolgreich zu vertreten. Durchsetzungsvermögen ist in Beruf, Partnerschaft, Familie und Freizeit gefragt und muss erst erlernt werden. Tipps, wie Sie erfolgreicher Ihre Ziele durchsetzen können.

Siegerpose

Mehr Selbstsicherheit und Durchsetzungsvermögen im Alltag ist der Wunsch vieler Menschen. Erfolg im Beruf hängt nicht nur von der Leistung ab, sondern auch von unserem persönlichen Auftreten und davon, wie wir mit anderen Menschen kommunizieren. Auch der fleißigste Mitarbeiter sollte sich in Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden nicht nur auf seine Leistung und Können verlassen, sondern sich durchsetzen können. Gerade zurückhaltenden Menschen fällt es schwer, den eigenen Standpunkt im Alltag erfolgreich zu vertreten.

„Stellen Sie die persönliche Überzeugungskraft und Rhetorik regelmäßig auf den Prüfstand.“

Durchsetzungsvermögen ist keine angeborene Eigenschaft und muss erst erlernt werden. Ebenfalls muss es trainiert und gefestigt werden. Im Detail geht es nicht allein darum, sich grundsätzlich durchsetzen zu müssen und der Sieger in Gehaltsverhandlungen, Streitigkeiten und Diskussionen zu sein, sondern abwägen zu können, ob es sich lohnt, für ein bestimmtes Ziel mit aller Kraft zu kämpfen.

Stärken erkennen und fördern

Wer sich seiner Stärken bewusst ist, bringt sich entscheidend voran und tritt selbstbewusst auf. Was aber sind Stärken eigentlich und wie findet man sie heraus? Dies gelingt durch eine Selbstreflektion über die eigenen Talente und Fähigkeiten. Schreiben Sie auf, welche besondere Fertigkeiten Sie haben und was Sie gut können. Integrieren Sie bei der Findung auch Familie, Freunde, Bekannten und Kollegen ein. Sammeln Sie die Einschätzungen, werten Sie diese aus und lesen Sie sich diese Stärken immer wieder durch.

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Realistische Ziele setzen

Überlegen Sie sich vorher, welche realistischen Ziele erreichbar sind. Das Ziel sollte weder zu hoch noch zu niedrig gesteckt sein. Ziele sollten Ihnen nützen und nicht das Alltagsleben belasten. Auch „nur drauf los zu laufen“ sollte hingegen nicht sein. Klug gesteckte realistische Ziele helfen Ihnen, eine gute Auswahl bei den Tätigkeiten zu treffen. Zugleich können Sie Ihre Fortschritte sehen.

Formulieren Sie klar und verständlich

Wer kennt sie nicht, die Dampfplauderer, die mit Fremdwörtern gespickt Monologe halten. Bringen Sie besser Ihre Argumente einfach, kurz und klar auf den Punkt. Bildhafte Beispiele helfen dem Gegenüber beim Verstehen.

Sicheres Auftreten ohne Arroganz

Sicheres Auftreten vermittelt Überzeugung. Deshalb unterstützt die richtige Körperhaltung bei der Durchsetzung der Standpunkte. Lernen Sie den Blicken des Gegenübers standzuhalten. Reger Augenkontakt signalisiert Aufgeschlossenheit und Interesse. Ein Lächeln wirkt in den meisten Fällen positiv. Aber neigen Sie nicht zu einem arroganten Auftreten. Bleiben Sie bescheiden, sachlich und trotzdem von sich überzeugt.

„Beteiligen Sie sich bei Diskussionen früh und mit kurzen Beiträgen.“

Die richtige Stimmlage kann ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Erfolg beitragen. Die Stimme, Lautstärke und Atmung vermitteln bei der Argumentation eine wichtige Botschaft. Wer viel zu leise spricht, sich oft verhaspelt und keine klare und deutliche Aussprache hat, wird in den meisten Fällen als unsicher angesehen. Setzen Sie Atempausen passend zu Ihrer Argumentation ein. Verzichten Sie auf Konjunktive und formulieren Sie immer Ihre Ziele klar und präzise. Als Regel gilt in den meisten Fällen: Kommen Sie mit Ihrer Argumentation auf den Punkt!

Durch die Stimme können Sie Stimmungen entstehen lassen und beeinflussen. Nervosität kann dazu führen, dass die Stimme flach und gepresst wirkt. Abhilfe schaffen Atemübungen, wie die Bauchatmung. Scheuen Sie zugleich nicht, regelmäßige Stimmübungen zu machen. Lesen Sie möglichst viel laut vor. Der Text ist meistens egal. Sie können sich dafür vor den Spiegel stellen, eine Videoaufnahme vornehmen oder einen Freund um eine Rückmeldung bitten. Variieren Sie beim Vorlesen zwischen laut und leise, verändern Sie die Tonlage und setzen Sie bewusste Atempausen ein.

Gute Vorbereitung und Wissen

Was kann man tun, um sicher, kompetent, sympathisch und glaubwürdig zu wirken? Neben den sogenannten Soft Skills und den Argumentationstechniken ist eine gute Vorbereitung wichtig. Argumentieren aus dem Stegreif ist eine besondere Kunst, die den meisten Menschen nicht unbedingt liegt. Deshalb überlegen Sie sich vor dem Gespräch gute Argumente, um darzustellen, warum Ihre Lösung die beste ist. Fachwissen und eine gute Allgemeinbildung lassen zudem erkennen, dass Sie sich zuvor mit der Materie auseinandergesetzt haben. Wer mit Wissen glänzen kann, bietet zugleich wenige Angriffspunkte bzw. kaum jemand traut einem Experten zu widersprechen. Gehen Sie mit einem Freund oder dem Partner in ein sogenanntes „Diskussionstrainingslager“. Üben Sie verständlich und überzeugend zu argumentieren.

Lernen Nein zu sagen

Viele Menschen leiden darunter, dass sie nicht Nein sagen können. Dahinter steckt die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung. Doch wer ständig nachgibt und es allen recht machen möchte, verliert schnell an Ansehen und wird als nicht durchsetzungsfähig abgestempelt. Lernen Sie, Grenzen zu setzen und ohne Schuldgefühle deutlich Nein zu sagen. Lernen Sie Ihrem eigenen Urteilsvermögen zu vertrauen und sich selbst für wichtig zu halten, damit Ihre Bedürfnisse befriedigt werden.

„Wie wird man besser und sicherer? Durch ständiges üben.“
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