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Rückenbeschwerden: Erste Hilfe bei akuten Beschwerden im Kreuz

Plötzlich sehr schmerzhaft auftretende Rückenschmerzen. Welche Empfehlungen für die Erste Hilfe gibt es?

Schwimmen

Plötzliche Belastung, eine falsche Drehung oder Bewegung, und schon ist es passiert: Möglicherweise ein Hexenschuss! Ein typisches Beispiel für äußerst schmerzhafte Beschwerden, die blitzartig auftreten. Verschleißerscheinungen der Bandscheiben sind häufige Ursachen hierfür. Diese üben durch Verlagerung Druck auf die Nervenbahnen aus und können damit Schmerzen auslösen.

Starke Schmerzen durchziehen den Rücken und machen jede Bewegung zur Qual. Viele Betroffene begeben sich in solchen Situationen am liebsten in die helfenden Hände eines Mediziners. Das ist auch sehr empfehlenswert, doch die Rückenprobleme treten häufig abends, am Wochenende oder im Urlaub auf. Dann sind Erste Hilfe Maßnahmen im Schmerzfall sehr wichtig.

Entspannen und entlasten

Der Schmerz im Kreuz hindert den Betroffenen zumeist an jeder Bewegung. Wichtigste Maßnahme: Versuchen Sie für Entspannung zu sorgen. Dies erreichen Sie am besten durch eine sogenannte Stufenlagerung. Dabei liegt der Betroffene flach auf dem Rücken, die Unterschenkel befinden sich auf einer erhöhten Unterlage wie etwa einem Stuhl. Gleichzeitig bilden die Knie einen Winkel von 90 Grad, die Oberschenkel zeigen senkrecht nach oben. Der Kopf wird auf ein kleines Kissen gelegt. In dieser Position gelingt die beste Entlastung des Rückens, da der Druck auf die Lendenbandscheiben am geringsten ist.

Versuchen Sie erst einmal sich zu entspannen und ruhig durchzuatmen. Bei akuten Schmerzen hilft häufig eine Eisanwendung, die den Schmerz herabsetzt. Einige Eiswürfel in ein dünnes Tuch einwickeln und für etwa fünf Minuten über die Muskulatur im Wirbelsäulenbereich massieren. Bei chronischen Schmerzen sind Wärmebehandlungen ratsam. Eine Decke, wärmende Salben oder eine Wärmeflasche helfen, damit die Durchblutung angeregt wird und der Rücken nicht auskühlt.

Im zweiten Schritt empfiehlt sich eine sanfte Bewegung. Aktivieren Sie wieder leicht den Rücken mit vorsichtigem Dehnen und Strecken für etwa 10 bis 15 Minuten. Danach wieder ausruhen. Am besten in Stufenlagerung. Rollen Sie beim Aufstehen und Hinlegen immer seitlich ab.

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Bei nachlassenden Beschwerden hilft vorsichtige Bewegung. Jedoch bei anhaltenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Kontrollverlust der Blase oder Fieber sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, um Verschlimmerungen zu vermeiden.

Vorbeugung

Die Körperhaltung und Bewegung erlaubt einige Rückschlüsse auf das Befinden und den körperlichen Zustand eines Menschen. Häufige Rückenschmerzen resultieren in vielen Fällen aus Bewegungsmangel. Mangelnde Bewegung beeinträchtigt die lebenswichtigen Umbauprozesse des Körpers. Der Körper benötigt den ständigen Wechsel zwischen Be- und Entlastung. Empfehlenswert sind regelmäßige Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Neben einer geraden Haltung helfen abwechslungsreiche Sitzpositionen. Deshalb sollte in der Büroarbeit häufiger die Sitzposition verändert werden. Alles, was nicht unbedingt im Sitzen erledigt werden muss, einfach im Stehen tun. Das kann telefonieren, Post durchschauen oder lesen am Stehpult sein.

Der Rundrücken gehört zu einer typischen Ursache für Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich. Besonders bei der Schreibtischarbeit am Computer begünstigt diese Haltung verbunden mit einer Überstreckung der Halswirbelsäule wegen dem geraden Blick auf den Monitor Verspannungen. Achten Sie deshalb auf eine gerade Rückenhaltung. Dann fühlt sich der Rücken am wohlsten. Wichtig ist auch eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes. Dabei gilt es, Stuhl, Tisch und Computer optimal aufeinander abzustimmen. Zwischendurch dürfen Sie jedoch gerne die Haltung ändern, damit der Rücken in Bewegung bleibt und keine Verkrampfungen auftreten.

Empfehlenswert ist ein regelmäßiges Training der Bauchmuskulatur, da diese die gerade Rückenhaltung erleichtert. Gehen Sie beim Bücken auch in die Hocke. Beim Heben von Lasten sollte das Gewicht so körpernah wie möglich angehoben und getragen werden. Ihrem Rücken können Sie beim Aufstehen und Hinlegen besonders schonen. Rollen Sie sich am besten über die Seite ab und stützen Sie sich dabei kräftig mit den Händen ab.

Einseitiges Tragen von Handtaschen sollten Sie vermeiden. Große und schwere Taschen, die nur an einer Schulter hängen, beanspruchen den Rückenbereich und führen schnell zu Verspannungen. Zwei gleichmäßig bepackte Einkaufstaschen in der linken und rechten Hand bieten eine Möglichkeit für den rückenschonenden Transport.

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