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Exotische Tees – von Mate über Lapacho bis Pu-Erh

Gesundheitstees sind bei vielen Beschwerden eine große Hilfe und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Nachweis der Wirksamkeit zur Krankenbehandlung ist bisher jedoch nicht erbracht worden.

Tee

Rund 25 Liter Tee trinkt jeder Deutsche pro Jahr. Das heiße Aufgussgetränk ist zwar nicht so beliebt wie Kaffee, doch es wirkt für viele Konsumenten beruhigend und entspannend. Der schwarze Tee ist der Deutschen liebstes Teegetränk. Doch bei dem reichhaltigen Angebot verschiedener Teesorten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Trend liegen Wellnesstees und aromatisierte Sorten, die besonders in der Weihnachts- und Winterzeit getrunken werden.

Teekräuter bekämpfen laut Werbung fast alle Beschwerden: Sie helfen bei Übergewicht, Alterserscheinungen oder Krebs. Ein Nachweis der Wirksamkeit zur Krankenbehandlung ist bisher jedoch nicht erbracht worden. Daher gelten die Tees bei uns auch nicht als Heilmittel, sondern als Lebensmittel.

Gesundheitsexperten raten zum vorsichtigen Umgang mit den „abgebrühten“ Versprechungen. Der Grund: Die Wirkungen sind stark umstritten und wissenschaftlich nicht belegt. Dennoch können Tees als wohlschmeckende Getränke zur Gesunderhaltung beitragen. Sie sind deshalb für den Genuss zwischendurch durchaus zu empfehlen.

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Lapacho-Tee

Aus Mittel- und Südamerika kommt der Lapacho- oder Inkatee. Er wird aus der rotbraunen Rinde des in den Regenwäldern wachsenden Lapachobaumes zubereitet. Lapacho wird von den Indianern als Baum des Lebens bezeichnet und kann bis zu 700 Jahre alt und 20 Meter hoch werden. Neben Calcium, Kalium und Eisen enthält der Tee auch Spurenelemente.

Wirkungen gegen Krebs, alle Arten von Infektionen und schmerzhafte Entzündungen, wie sie die Werbung verspricht, sind nicht nachgewiesen. Aufgrund der enthaltenen Substanzen wird dem Lapacho-Tee eine antibiotische Wirkung zugeschrieben. In der Farbe ist der Tee rötlich bis hellbraun und hat einen erdigen Geschmack mit einer leicht süßlichen Vanille-Note.

Mate-Tee

Mate-Tee ist das Nationalgetränk Südamerikas, leicht rauchig und mild bitter im Geschmack. Besonders in Argentinien, Uruguay und Paraguay trinkt die Mehrzahl der Menschen regelmäßig Mate. In einem ausgehöhlten kleinen Flaschenkürbis werden grüne oder geröstete Mateblätter mehrmals mit siedendem Wasser übergossen und als anregendes Genussmittel mit einem Trinkrohr geschlürft. Coffein ist für die stimulierende und kreislaufstärkende Wirkung verantwortlich. Sein Gehalt ist aber geringer als bei schwarzem Tee. Mate-Tee ist ein ideales Getränk, wenn man abnehmen will. Er hat keine Kalorien und die Flüssigkeit füllt den Magen und vertreibt so das Hungergefühl.

Rooibos-Tee

In Südafrika begleitet der Rooibos-Tee die Menschen durch das Leben. Der coffeinfreie, dunkelrote Teeaufguss aus Blatt- und Zweigstückchen eines einheimischen Strauches ist auch für die Europäer eine gute Alternative zum schwarzen Tee: als süßfruchtiger Durstlöscher für Kinder oder als nicht aufputschender Abendtee. Rooibos wirkt auch nicht Entwässernd und enthält wenige Gerbstoffe, die für den bitteren Geschmack im Tee verantwortlich sind.

Pu-Erh-Tee

Aus China kommt der Pu-Erh-Tee auf den deutschen Markt. Als Schlankmacher ist er nicht geeignet, da keine erfolgreichen Studien vorliegen. Der Tee kann jedoch das Wohlbefinden fördern. Die Chinesen trinken ihn nach fettem Essen und er schmeckt herb-erdig. Chemischen Analysen zufolge handelt es sich bei dieser Teesorte nur um schwarze und rotbraune Blätter des Teestrauches, der auch den grünen und schwarzen Tee liefert. Trotz der in der Werbung hervorgehobenen Behandlung mit Fermenten, konnten keine neuartigen Teeinhaltsstoffe gefunden werden. Wegen seines Gehaltes an den anregenden Substanzen Coffein und Theobromin sollte er aber nur in Maßen getrunken werden.

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