Anzeige

Gesundes Arbeiten in den eigenen vier Wänden

Flexible Arbeitszeiten, moderne Kommunikationstechnik und oft eigenständige Projektarbeit machen es möglich: Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Einige Faktoren beim Home Office beeinflussen das Wohlbefinden und die Effizienz und sollten beachtet werden.

Heimarbeitsplatz

Morgens um 7:30 Uhr in den Verkehrsmeldungen: Glatte, rutschige Straßenverhältnisse und ein kilometerlanger Stau. Falls man flexibel mit Laptop, Internet und Smartphone von zu Hause aus arbeiten kann, dann kann man solchen Meldungen beruhigt zuhören. Mehr und mehr Arbeitnehmer nutzen tageweise oder komplett die Möglichkeit daheim zu arbeiten.

Diese moderne Form der Arbeitsplatzwahl wird von mehr als zwei Drittel der Berufstätigen gewünscht. Doch die Heimarbeit passt nicht für jeden Beruf und jede Tätigkeit. Manche Arbeiten benötigen ständige Teamarbeit und Arbeitsmaterialien im Büro oder in der Arbeitsstätte. Manche Vorgesetzte lehnen hingegen Home Office ab, um nicht die Kontrolle und den direkten Zugriff auf den Mitarbeiter zu verlieren.

Es gibt jedoch auch einige Vorteile des Heimarbeitsplatzes. Firmen benötigen weniger Büroraum und können gewisse Kosten auf den Mitarbeiter verlagern. Viele Mitarbeiter schätzen die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und sparen Fahrtzeit und Fahrtkosten. Doch nur wer sein Telearbeitsplatz richtig eingerichtet hat, kann dort effektiv und konzentriert tätig sein. Neben der Gestaltung des Arbeitsplatzes ist auch die Einhaltung von einigen Regeln wichtig.

Trennung von Arbeit und Freizeit

Damit Sie am Schreibtisch ungestört arbeiten können, ist es am besten, wenn Sie einen eigenen Raum zur Verfügung haben, in dem Sie Ihr Heimbüro unterbringen. Von der Couch oder dem Wohnzimmertisch aus lässt sich längere Zeit nicht effizient und ungestört arbeiten.

Es ist ganz wichtig, dass auch bei einem Arbeitsplatz zu Hause eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit vorgenommen wird. Groß ist die Versuchung abends oder am Wochenende daheim noch schnell etwas fertig zu machen. Es gibt genügend Fälle von Heimarbeiter, die kein Ende bei der täglichen Arbeit finden. Halten Sie sich an Ihre vereinbarte Arbeitszeit. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, da Sie unkontrolliert von daheim die Arbeit erledigen können und meinen, das wäre weniger produktiv als im Büro. Geben Sie den Kollegen eine klare Ansage, wann und wie lange Sie erreichbar und verfügbar sind.

Anzeige

Geeignete Einrichtung

Wer viel Zeit im Heimbüro verbringt, sollte Wert auf die geeignete Einrichtung legen. Achten Sie auf die notwendigen ergonomischen Kriterien, wie genügend Beinfreiheit, passende Höhe und Position des Schreibtisches. Zu klein sollte die Arbeitsfläche des Schreibtisches ebenfalls nicht sein. Wer einen Laptop benutzt mag meist einen zweiten Bildschirm für die Arbeit nicht missen. Achten Sie auf einen Sehabstand zum Bildschirm von etwa 70 Zentimetern. Daneben auf einen aufgeräumten Arbeitsplatz, bei dem man gerne den ganzen Tag produktiv arbeitet.

Angenehmes Licht

Eine wichtige Rolle für das Wohlempfinden spielt das Licht. Einerseits muss sichergestellt sein, dass immer ausreichende, gleichmäßige Beleuchtung durch Tages- oder Kunstlicht vorhanden ist. Anderseits darf das Licht nicht blenden oder zu Reflexionen auf dem Monitor führen, damit die Augen nicht schnell ermüden. Einrichtungsexperten empfehlen, dass die Blickrichtung parallel zum Fenster verlaufen sollte und Sie die Tür möglichst im Blick haben.

Gesunde Sitzposition

Eine gesunde Sitzposition am Schreibtisch ist extrem wichtig, damit keine Verspannungen auftreten. Wichtig ist ein höhenverstellbarer, drehbarer Bürostuhl mit ergonomisch geformtem Sitz und Rücken. Halten Sie sich an die Faustregel: Ober- und Unterschenkel sollten einen 90-Grad-Winkel bilden, wie auch die Ober- und Unterarme. Der empfohlene Sehabstand zum Bildschirm liegt bei etwa 70 Zentimetern. Vergessen Sie in Ihrem Arbeitseifer nicht zwischendurch auch mal aufzustehen und den Rücken zu entlasten. Empfehlenswert ist einmal pro Stunde eine kurze Bewegungspause einzulegen.

Übungen für zwischendurch

Wollen Sie in einer Arbeitspause die Oberschenkel festigen? Wenn ja, dann stellen Sie beim Sitzen Ihre Füße schulterbreit nebeneinander auf dem Boden hin. Legen Sie nun die linke Hand an die linke Knieinnenseite und die rechte Hand an die rechte Knieinnenseite. Pressen Sie nun Ihre Knie nach innen und halten Sie mit den Händen dagegen. Halten Sie die Spannung für etwa 30 Sekunden. Anschließend sollten Sie kurz entspannen und die Übung mehrmals wiederholen.

Eine andere Übung ist das Schenkelspreizen. Die Unterscheidung zur vorigen Übung ist nur dadurch gegeben, dass Sie jeweils die Hand außen ans jeweilige Knie legen. Die Knie werden nach außen gedrückt und mit der Hand halten Sie dagegen. Auch bei dieser Übung etwa 30 Sekunden die Spannung halten und anschließend entspannen.

Präsenz in der Firma zeigen

Heimarbeit schafft viele Freiräume im Alltagsleben und viele Unternehmen bieten dies ihren Mitarbeitern an. Vergessen Sie jedoch nicht den persönlichen Kontakt zu Kollegen aufrechtzuerhalten. Wer sozial unsichtbar ist, wird bei der nächsten Beförderungsrunde übergangen. Deshalb sollten Sie als Heimarbeiter bei den entscheidenden Augenblicken im Büro sein und so viel wie möglich mit Kollegen und Vorgesetzten persönlich kommunizieren. Manche virtuelle Teams helfen sich dadurch, dass sie alle an einen bestimmten Tag im Monat in das Firmenbüro kommen und den Tag vorwiegend für Gespräche und gemeinsames Arbeiten verwenden.

Anzeige