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Norovirus: So können Sie sich schützen

Der Norovirus ist für fast die Hälfte aller Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich. Typische Symptome des Norovirus sind Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Noroviren sind über Kontaktinfektion und Schmierinfektion ansteckend. Man findet die Viren im Erbrochenen oder im Stuhl. Infizierte können die Viren auch noch nach drei Tagen ohne Symptome verbreiten.

Waschbecken

Besonders im Winter und Frühjahr treten regelmäßig vermehrt Norovirus-Infektionen auf. In den Medien sind immer wieder von einem massiven Befall mit den hochgradig ansteckenden Viren besonders in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäuser und Kinderbetreuungseinrichtungen zu lesen. Noroviren sind weltweit verbreitet und für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten Magen-Darm-Infekte verantwortlich. Kinder unter fünf Jahren und Senioren sind besonders oft betroffen.

Hohe Ansteckungsgefahr

Das Magen-Darm-Virus wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Noroviren sind hochansteckend und gelangen häufig durch indirekten Kontakt mit Kranken in den Körper. Das kann durch verschmutzte Türgriffe oder Waschbecken, ungewaschene Hände oder die gemeinsame Nutzung von Handtüchern geschehen. Bereits eine kleine Menge der Viren reicht aus, um eine Krankheit auszulösen. Der Norovirus ist sehr widerstandsfähig und bleibt außerhalb des menschlichen Körpers über Tage ansteckungsfähig. Die Übertragung kann auch über Lebensmittel erfolgen, die während der Produktion oder Verarbeitung verschmutzt wurden.

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Krankheitssymptome

Ist der Virus im Körper, setzt er sich im Dünndarm fest und vermehrt sich dort. Schon nach ein bis zwei Tagen treten dann erste Symptome auf: Starker Übelkeit und Bauchkrämpfen, später Erbrechen und Durchfall. Die heftigen Beschwerden sind meist nach ein bis drei Tagen wieder vorbei. Für gesunde Menschen ist die Infektion daher meist nicht lebensbedrohlich. Gefährdet sind jedoch ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder. Der hohe Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfälle kann auf die Schnelle oft nicht ausgeglichen werden. Dann drohen starke gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie Kreislaufzusammenbruch und Nierenversagen.

Wichtige Maßnahmen

Gegen den Virus selbst gibt es kein wirksames Mittel und daher können lediglich die Symptome bekämpft werden. Wichtige Maßnahmen sind den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und sich Ruhe zu gönnen. Gehen Sie nicht zur Arbeit, bzw. schicken Sie erkrankte Kinder nicht in Schule oder Kindergarten, um Ansteckungen zu vermeiden. Ist die akute Phase vorbei, kann wieder leicht verdauliche Kost aufgenommen werden.

Schutz vor einer Ansteckung

Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Erkrankten und achten Sie auf eine sorgfältige Händehygiene. Benutzen Sie, wenn möglich, nicht dieselbe Toilette und dasselbe Badezimmer. Nach jedem Toilettengang sollte die Toilette mit Handschuhen gereinigt werden. Verwenden Sie beim Putzen Gummihandschuhe und Einwegtücher die nach dem Gebrauch entsorgt werden. Achten Sie auch auf die Reinigung der Waschbecken, Böden und Türgriffe.

Waschen Sie sich gründlich die Hände. Die Hände zum Waschen ganz nass machen und die Seife gründlich auch zwischen den Fingern verreiben. Nach 20 bis 30 Sekunden die Hände mit Wasser abspülen. Zum Abtrocknen sollte jede Person ein eigenes Handtuch beziehungsweise Einwegtücher verwenden. Die Wäsche sollte mit mindestens 60° C gewaschen werden. Beachten Sie bei der Hygiene, dass der Norovirus noch bis zu zwei Wochen nach Abklingen der letzten Symptome im Stuhl ausgeschieden werden kann.

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