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Karies & Co. keine Chance geben

Durch mangelnde Zahnpflege steigt das Kariesrisiko. Lesen Sie unsere Tipps, wie eine gesunde Zahnpflege aussehen sollte.

Zahnpasta

Sie sind in aller Munde – die Zähne. Und dort sollten sie möglichst ein Leben lang bleiben. Wer seine Zähne möglichst lange gesund erhalten möchte, sollte Zähne und Zahnfleisch gut pflegen. Durch mangelhafte Pflege allerdings bieten sie Kariesbakterien eine hervorragende Angriffsfläche. Karies greift den Zahnschmelz an, wenn die Zähne nicht rechtzeitig und gründlich von Belägen und Plaque befreit werden. Bakterien und Krankheitserreger aus dem Mund gelangen über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf und können dort zu Erkrankungen führen.

Mindestens zweimal täglich Zähneputzen

Der Tag sollte morgens mit Zähneputzen begonnen und abends beendet werden. Insbesondere die abendliche Zahnpflege nach dem Essen dient der Mundhygiene und der Vorbeugung gegen Karies und Parodontitis, da die Selbstreinigung im Schlaf vermindert ist. Ganz wichtig ist es die Zahnzwischenräume zu reinigen. Entweder mit Zahnseide oder mit Zahnzwischenraum-Bürstchen.

Wurden säurehaltigen Nahrungsmittel, wie Äpfel oder Orangensaft, gegessen bzw. getrunken, dann sollte zum Schutz des Zahnschmelzes mit dem Zähneputzen etwa 30 Minuten gewartet werden. Säuren entkalken die Zahnoberfläche, die Schutzschicht der Zähne ist kurzzeitig weicher und kann durch festes Bürsten der Zähne angegriffen werden. Damit die säurehaltigen Nahrungsmittel nicht den Zahnschmelz schädigen können, sollte der Mund nach dem Konsum sorgfältig mit Wasser ausgespült werden.

Zahnschmelz schützen

Bei einem gelungenen Zahnpflegeprogramm werden die Zahnbeläge entfernt, ohne den empfindlichen Zahnschmelz zu beschädigen. Schädliche Bakterien werden bekämpft, die gesunde Mundflora bleibt in Balance. Mit der richtigen Zahnpflege lässt sich nicht nur das gesunde Lächeln bewahren, sondern auch die Kosten für den Zahnersatz können erheblich gesenkt werden.

Wichtig: Vorhandenen Zahnverlust niemals unbehandelt lassen. Fällt ein Zahn aus, fehlt den umliegenden Zähnen der seitliche Halt. In der Folge kippen diese nach innen und die gesamte Zahnreihe verschiebt sich, sodass weitere Beschwerden auftreten können. Deshalb ist eine Behandlung notwendig, um mittels Implantat im Kieferknochen den Zahnersatz in Form von Brücken, Kronen oder speziellen Prothesen einzusetzen.

Temperaturempfindliche Zähne

Wer bei dem Genuss von kalten oder warmen Speisen Zahnschmerzen verspürt, leidet möglicherweise unter freiliegenden Zahnhälsen beziehungsweise Dentinkanälen. Diese Kanäle werden normalerweise durch den Zahnschmelz und das Zahnfleisch geschützt. Schlechte Mundhygiene sorgt jedoch dafür, dass sich am Zahnsaum Nahrungsreste ablagern, die Bakterien begünstigen und Entzündungen hervorrufen. Daraufhin zieht sich das Zahnfleisch zurück und Schmerzen treten auf. Beim Zahnarzt erhalten schmerzempfindliche Zähne durch eine Versiegelung neuen Schutz. Erste Beschwerden können auch durch die Verwendung spezieller Zahncremes gelindert werden.

Kieferzysten

Bei Zysten handelt es sich um mit Flüssigkeit oder Narbengewebe gefüllte Hohlräume im Kiefergewebe. Oft werden sie eher zufällig auf Röntgenbildern entdeckt, da die Zyste anfangs oftmals keine Schmerzen verursacht. Drückt die Flüssigkeit auf die Nerven eines Zahnes oder entzündet sich, dann erst stellen sich Schmerzen ein. Verschiedene Ursachen können zu einer Kieferzyste führen. So können entzündete Wurzelspitzen oder Wachstumsstörungen der Kieferknochen mögliche Auslöser sein. Ebenso können Erkrankungen des Zahnhalteapparates oder abgestorbene Zähne Kieferzysten verursachen.

Nach ihrer Entdeckung sollte die Zyste möglichst bald entfernt werden, damit sie weder weiter anwächst oder auch gesundes Kiefergewebe verdrängt. Entfernt werden kann die Zyste durch eine operative Entfernung der gesamten Kapsel. Dabei wird sie aus dem Kieferknochen geschält. Das entstandene Loch wird anschließend mit einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt und wieder zugenäht. In einem anderen Verfahren bei größeren Kieferzysten wird ein kleines Fenster in die Gewebetasche geschnitten, damit die enthaltene Flüssigkeit ablaufen kann. Der Hohlraum wird kleiner, dies führt meist zu einer raschen Linderung der jeweiligen Symptome und einige Wochen später kann die restliche Zyste entfernt werden.

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Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten kann verschiedene Ursachen haben. Es kann Vorkommen, falls Sie zum ersten Mal oder nach längerer Pause Zahnseide verwenden. Dies kann an dem ungewohnten mechanischen Reiz liegen. Blutet das Zahnfleisch jedoch regelmäßig beim Zähneputzen oder Essen, ist das Zahnfleisch geschwollen oder tiefrot gefärbt, dann können andere Ursachen eine Rolle spielen. Auslöser kann oft ein bakterieller Zahnbelag sein, der eine Entzündung im Zahnfleisch verursacht. In diesem Fall sollten Sie am besten sich beim Zahnarzt untersuchen und die Gründe abklären lassen.

Zahnfreundliche Ernährung

Zwar hat sich die Zahngesundheit durch Aufklärung und Pflege gegenüber früheren Generationen gebessert, doch die veränderte Ernährung trägt einen großen Beitrag. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich der weltweite Zuckerverbrauch verdreifacht. Nicht jedes Lebensmittel ist besonders gesund für die Zähne. Beispielsweise Fruchtzucker und die enthaltenen Säuren greifen die Zähne an. Zucker in Form von Fruktose versteckt sich somit in vermeintlich gesunden Säften oder Smoothies. Deshalb besser frisches Obst in Verbindung mit Milchprodukten, wie Joghurt, genießen. Denn in Milchprodukten sind Mineralstoffe, wie Kalzium, enthalten, die das Zahnschmelz stärken. Gerne darf es deshalb auch zwischendurch ein Stück Käse sein.

Tipps für eine gesunde Zahnpflege

  • Die Grundregel: Zwei bis Dreimal täglich Zähne putzen. Für zwischendurch kann ein Zahnpflegekaugummi ohne Zuckerzusatz nach dem Essen gekaut werden.
  • Spülen Sie den Mund zuerst kräftig mit Wasser aus, um grobe Speisereste zu entfernen.
  • Die Zahnbürste sollte mindestens jeden dritten Monat durch eine neue ersetzt werden. Das ist spätestens der Fall, wenn sich die Borsten nach außen verbiegen. Zahnbürsten mit weichen Borsten benutzen; sie schonen auch das Zahnfleisch.
  • Überlegen Sie die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste. Mit geringem Aufwand entfernt sie meist mehr Plaque als eine herkömmliche Bürste.
  • Entscheidend für perfekte Pflege ist die Putztechnik: also besser nicht schrubben, sondern bürsten, etwa drei Minuten lang vom Zahnfleisch im 45-Grad-Winkel weg. Als Regel gilt: von rot zu weiß.
  • Auch die Zahnzwischenräume reinigen. Zahnseide oder spezielle Bürsten helfen, Ablagerungen an schwer zugänglichen Stellen zu beseitigen.
  • Auf der Zunge können sich Bakterien ansiedeln. Ein Zungenschaber kann Abhilfe schaffen.
  • Spezialzahnpasten schonen empfindliche Zähne und pflegen das Zahnfleisch.
  • Bei akuten Entzündungen im Mund sind Mundspülungen sinnvoll. Die Spülung unterstützt den Heilungsprozess, indem sie die entzündeten Stellen desinfizieren.
  • Ein Mundwasser macht einen frischen Atem, jedoch ist es kein Ersatz für das Zähneputzen.
  • Wenn nach den Mahlzeiten keine Zeit zum Zähneputzen bleibt, kann auch ausnahmsweise mal ein zuckerfreies Zahnpflegekaugummi helfen. Eine richtige Zahnreinigung können die Kaugummis aber nicht ersetzen.
  • Vollkornbrot, Obst, Käse, Aufschnitt und knackiges Gemüse reinigen die Zahnoberflächen und halten den Kauapparat fit.
  • So wenig Zucker wie möglich: Karies entsteht, wenn die Mundbakterien den Zucker zu Säure vergären, die wiederum den Zahnschmelz angreift. Außerdem braucht unser Körper Zucker sowieso nur in sehr geringen Mengen.
  • Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt – Kinder und Jugendliche zweimal jährlich, ab dem 18. Lebensjahr einmal pro Jahr – halten die Zähne gesund.
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