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Waveboard – Balance trainieren und Spaß haben

Das Waveboard verbindet Spaß mit Bewegung und trainiert zugleich die Beinkoordination und den Gleichgewichtssinn. Nach etwas Übung macht es großen Spaß Runden zu drehen. Das Gefühl auf dem trockenen Asphalt zu snowboarden oder zu surfen hat Suchtpotential. Welches Waveboard ist empfehlenswert und was gibt es am Anfang zu beachten?

Waveboard

Mancher Anfang ist schwer. Wer keine Erfahrung im Surfen und im Skaten hat, benötigt beim Waveboard, dem im englischsprachigen Raum genannten Casterboard, etwas Übung und Geduld. Auf dem Asphalt wird das Fahrverhalten eines Snowboards oder eines Surfboards nachgeahmt. Doch sobald man den Einstieg geschafft hat, dann ist es ein reines Vergnügen mit dem sogenannten Wellenbrett seine Runden zu drehen. Auch bei kleineren Rückschlägen sollten sich Anfänger nicht entmutigen lassen. Viel Üben ist zwar angesagt, doch manches passiert beim Waveboard auch intuitiv und schon gleitet man wellenartig über den Asphalt. Waveboarden macht nicht nur viel Spaß, sondern es wird zugleich die Beinkoordination und der Gleichgewichtssinn trainiert.

Ausrüstung

Für das Streetsurfing wird ein entsprechendes Waveboard benötigt. Waveboards gibt es von unterschiedlichen Herstellern und in vielen verschiedenen Farbvarianten, Motiven und Fahreigenschaften. Aufgrund der zwei jeweils bis 360°-drehbare Rollen lassen sich dank der besonderen Beweglichkeit besondere Kunststücke ausführen. Manche Modelle haben statt eines durchgehenden Decks, wie es bei Skateboards zu finden ist, zwei aus Kunststoff gefertigte Fußplatten, die durch einen kurzen Torsionsstab verbunden sind. Dieser Stab lässt eine geringfügige gegenläufige Drehung der Fußplatten um die Längsachse zu. Unter jeder Fußplatte ist je eine Rolle angebracht, die je nach Modell frei oder begrenzt schwenkbar sind. Andere Modelle haben keinen Torsionsstab, sondern die Deckplatte ist in einem Stück gegossen. Welches Modell zu einem am besten passt, sollte Sie am besten vor dem Kauf mit einer Probefahrt testen. Ein gutes Waveboard zeichnet sich durch Komfort und optimales Fahrverhalten aus. Vorausgesetzt wird dabei eine gute Steuerung und leise Rollen. Kleine Steine, Rillen oder Löcher im Asphalt sollten möglichst problemlos überrollt werden können. Eine Schutzkleidung mit Helm und Protektoren für Handgelenke, Ellenbogen und Knie ist Pflicht, egal ob Anfänger oder Profi.

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Fahren

Infolge des Rollenaufbaus bei fast allen Modellen ist das Waveboard vor-, seitwärts und schräg, nicht jedoch rückwärts fahrbar. Kein Abstoßen vom Boden ist nötig. Die Beschleunigung des Boards geschieht durch entsprechende Bein- bzw. Hüftbewegungen. So können selbst Steigungen bewältigt werden. Achten Sie beim Fahren stets auf eine gute Haltung. Das heißt, die Beine nie ganz durchzustrecken, sondern immer etwas gebeugt zu halten. Kurven lassen sich durch Gewichtsverlagerung fahren. Falls Sie nach links wollen, dann verlagern Sie das Gewicht auf die linke Seite.

Welcher Fuß ist vorne bzw. hinten?

Das dominante Bein und entsprechend der starke Fuß ist beim Waveboardfahren grundsätzlich vorne. Der andere Fuß ist somit automatisch der Antriebsfuß, der auf der hinteren Fußplatte Platz findet. Natürlich können Sie auch die Füße tauschen, wenn Sie nach einigen Fahrten merken, dass Sie mit einer Fußkonstellation nicht zurechtkommen. Fortgeschritte wechseln auch regelmäßig, um jeweils beide Beine entsprechend zu belasten bzw. zu trainieren.

Einfache Schritte zum Losfahren

  1. Ziehen Sie die entsprechende Schutzkleidung an (Helm und Protektoren für Handgelenke, Ellenbogen und Knie).
  2. Begeben Sie sich möglichst auf eine glatte Fläche mit sehr geringem Gefälle. Auf Kopfsteinpflaster oder Streusplit kann man eher kaum fahren. Legen Sie das Waveboard auf den Boden. Aufgrund der Rollen kippt es seitlich weg. Die Oberfläche zeigt zu Ihnen.
  3. Stellen Sie nun den vorderen Fuß gerade und mittig auf den vorderen Bereich des Boards und bringen Sie dieses in eine waagerechte Position.
  4. Richten Sie durch etwas Druck auf die Zehen das Waveboard auf.
  5. Nun stoßen Sie mit dem hinteren Bein kräftig ab und verlagern das Gewicht auf den vorderen Fuß.
  6. Das Waveboard kommt in Fahrt und setzen Sie den hinteren Fuß auf den hinteren Bereich des Waveboards. Schauen Sie gerade aus. Den Körper richten Sie auf und beugen die Knie etwas.
  7. Beginnen Sie nun sofort nach dem Abstoßen mit leicht verdrehenden Bewegungen des Körpers. Das Waveboard soll sich dabei in S-Form bewegen. Verschieben Sie die Schultern und Hüfte ununterbrochen hin und her. Mit Schlangenbewegungen wird das Waveboard angetrieben, ohne dass Sie den Fuß auf den Boden setzen müssen.

Bremsen

Das Bremsen beim Waveboarden ist ein wenig kompliziert, da keine Bremse am Board vorhanden ist. Bei geringeren Geschwindigkeiten können Sie einfach vom Waveboard absteigen. Danach kippt sofort das Waveboard auf die Seite und kommt nach allenfalls kurzem Rutschen zum Stillstand. Am besten fahren Sie vorausschauend und lassen bei Hindernissen das Brett auslaufen und entschleunigen. Falls Sie bei höheren Geschwindigkeiten abrupt bremsen müssen, dann möglichst neben die Straße fahren und durch den Rollwiderstand der Wiese zum Stillstand kommen.

Tricks für Fortgeschritte

Anfahren, anhalten und sicheres Absteigen sollten Sie gut können, bevor es an besondere Sprünge und Drehungen geht. Prinzipiell ist mit dem Waveboard alles möglich, was Sie auch mit dem Skateboard tun können, doch beim Waveboard können Sie dies nur aus dem Fahren heraus durchführen. Ein Klassiker ist der Ollie, bei dem Sie sich mit beiden Füßen in der Luft befinden, wie auch für einen kurzen Moment das Waveboard unter Ihnen. Eine Steigerung dazu ist der Kick Flip. Es wird im Prinzip ein Ollie ausgeführt mit einer Drehung des Waveboards um sich selbst. Der 360 ist eher schwer zu erlernen und besteht aus einem Sprung in Kombination mit einer 360°-Drehung des Waveboards. Auch wenn Sie das Waveboard gut beherrschen, sollten Sie an die entsprechende Schutzkleidung denken. Daneben sollten Sie nie die Tricks auf der Straße durchführen, sondern auf speziellen verkehrsberuhigten Flächen.

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