Anzeige

Tipps für Wintersportler

Im Winter locken schneebedeckte Berge, idyllische Langlaufloipen, Rodel- und Eislaufbahnen. Wie kann man sich vor Stürzen und Verletzungen schützen? Tipps für eine gesunde Wintersportsaison, damit dem Spaß nichts mehr im Wege steht.

Skiwandern

Im Winter wird der Mensch träge. Kaltes Wetter, Antrieblosigkeit wegen verstärkter Dunkelheit und viele Festtage mit üppigem Essen müssen zuerst einmal überwunden werden. Dabei stärkt Bewegung das Immunsystem und hilft bei der Verdauung von Gänsebraten und Christstollen. Bei nasskaltem Wetter in die Turnschuhe zu steigen, um in der frischen Luft beim Joggen die Ausdauer zu trainieren, das liegt jedoch nicht jedem Freizeitsportler. Daher gibt es auch andere Wintersport-Alternativen die Spaß machen und zugleich das Immunsystem stärken. Doch bevor es überhaupt losgeht, lohnt ein Blick auf die passende Sportbekleidung. Ideal ist Funktionswäsche, die keine Feuchtigkeit speichert und so den Körper nicht auskühlen lässt.

Eislaufen

Eislaufen gehört zu den beliebten Wintersportarten bei Groß und Klein. Wer als Kind schon gerne seine Bahnen auf dem Eis gezogen hat, kann es auch noch im Erwachsenenalter. Man verlernt es nicht. Eislaufen ist eine Sportart für die ganze Familie. Vorteilhaft ist beim Schlittschuhlaufen, dass man eigentlich nur Schlittschuhe benötigt und dann kann es schon losgehen. Eislaufen trainiert den Gleichgewichtssinn, die Körperkoordination und zugleich wird die Bein- und Rumpfmuskulatur gekräftigt. Besonders die seitlichen Oberschenkelmuskeln und die Innenseiten der Beine werden beansprucht. Für Anfänger sind Knie- und Handgelenksschoner empfehlenswert, um bei den ersten Fahrversuchen Verletzungen infolge von Stürzen vorzubeugen. Bei Stürzen trifft es das Hand- und Sprunggelenk.

Eislaufen ist nicht nur in Eissporthallen möglich, sondern auch in der Natur auf zugefrorenen Seen. Doch Vorsicht: Wenn die Eisdecke zu dünn ist, kann ein Einbruch in den See schnell eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Eine Rettung aus dem eisigen Nass muss innerhalb kürzester Zeit erfolgen. Schon wenige Minuten Unterkühlung kann für den Verunglückten zu spät sein. Bitte halten Sie sich an die Verbotsschilder.

Anzeige

Skifahren und Snowboarden

Spaß im Schnee auf Ski oder Snowboard: Ohne richtige Vorbereitung und Ausrüstung ist der Schnee-Spaß schnell zu Ende. Beachten Sie auch einige wichtige Sicherheitstipps, um Knochen und Gelenke zu schonen und nicht im Wartezimmer des Orthopäden oder in der Ambulanz des Krankenhauses zu landen.

Anhand von Studien passieren rund ein Drittel der Ski-Unfälle in den späten Nachmittagsstunden als Folge der Übermüdung und der nachlassenden Konzentrationsfähigkeit. Häufig verletzen sich Skifahrer am Knie, da dort hohe Belastungen auf den Körper auftreten. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich oft Verletzungen vermeiden. Gut trainierte Muskeln stabilisieren das Gelenk und deshalb sollten Sie bereits mindestens sechs bis acht Wochen vor dem Skiurlaub mit Skigymnastik beginnen. Trainieren Sie die Koordinationsfähigkeit, indem Sie Übungen für Kraft, Ausdauer und Dehnung miteinander abwechseln.

Bevor es auf der Skipiste richtig losgeht, sollten Sie sich mit Gymnastik aufwärmen oder wenigstens ganz langsam auf einer einfachen Piste einfahren. Schützen Sie Ihren Kopf mit einem Skihelm. Empfehlenswert ist auch ein Rückenprotektor und Protektor-Handschuhe beim Snowboarden. Suchen Sie die Piste nach Ihrem Leistungsvermögen und der Tagesform aus. Unangepasste Geschwindigkeit und Fahren nach Alkoholgenuss sind weitere Unfallursachen. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit stets Ihren Fähigkeiten an und achten Sie auf andere Wintersportler.

Skilanglauf

Auf der Skipiste herrscht in den Wintersportzentren meist viel Trubel. Manche Wintersportler sehnen sich nach einer stillen Alternative. Da ist Skilanglauf gerade richtig. In der Loipe lässt es sich entspannt und trotzdem sportlich durch den verschneiten Wald gleiten. Bis ins hohe Alter kann man Skilanglauf betreiben und es werden fast alle Muskelgruppen beansprucht. Zugleich werden die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System trainiert. Vorteilhaft: Das Verletzungsrisiko ist relativ gering. Viele Wintersportorte haben den Trend erkannt und bieten mittlerweile herrliche Loipen durch Wälder und über bezaubernde Wiesen an.

Schneeschuhwandern

Winterlich-verschneite Landschaften einmal ganz anders zu erleben. Dazu ganz entspannt die Winternatur genießen und keine besonderen Vorkenntnisse mitbringen. Beim Schneeschuhwandern schnallt man überdimensionierte Schuhe an die Füße und wandert auf tief verschneiten Wegen, ohne in der weißen Pracht zu versinken. Damit wird das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise angekurbelt – vorausgesetzt man mutet sich nicht zu viel zu und hält sich an die persönliche Leistungsgrenze. Abseits der Wege sollte die Lawinengefahr beachtet werden. Empfehlenswert ist es mit einem erfahrenen Bergführer auf Tour zu gehen. Viele Tourismusvereine bieten geführte Schneeschuhtouren an.

Skibrille und Skihelm

Gut geschützt auf die Skipiste

Ein wichtiger Aspekt der Sicherheit beim Skifahren ist die gute Fitness. Mit Skigymnastik einige Wochen vor dem Start auf der Piste lassen sich die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur stärken und der Rumpf stabilisieren. Auch eine verbesserte Skitechnik und eine korrekte Bindungseinstellung durch den Fachmann verhindern Verletzungen. Skihelme, Skibrillen und Rückenprotektoren sind die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, mit denen Skifahrer ihre Sicherheit auf der Skipiste erhöhen können.

Skihelm

Der Skihelm schützt den Kopf beim Aufprall auf Felsen, Bäume und der harten Piste oder bei Kollisionen mit anderen Wintersportlern. Lassen Sie sich im Fachhandel ausgiebig beraten und nehmen Sie sich genügend Zeit bei der Anprobe. Am besten nehmen Sie auch Ihre Skibrille mit. Der Helm muss fest sitzen und darf nicht drücken. Wichtig ist das Belüftungssystem, damit es unter dem Helm nicht zu heiß wird. Bei sehr kalten Temperaturen bieten hochwertige Skihelme meist die Möglichkeit, die Öffnungen zu verschließen.

Skibrille

Eine Skibrille schützt die Augen vor UV-Strahlen der Sonne sowie vor Verletzungen durch Äste oder spitze Steine. Zugleich verhindert sie das Tränen der Augen durch Fahrtwind. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Sichtfeld möglichst groß ist und die Brille gut mit dem Skihelm harmoniert. Ganz wichtig: Doppelscheiben, eine Antifog-Beschichtung und ein Belüftungssystem verhindern das Beschlagen der Brille. Nach CE-Norm UV-400 zertifizierte Skibrillen bieten 100% UV-A-, UB-B- und UV-C-Schutz. Beim Blendschutz ist die Schutzstufe 3 für den Bergsport geeignet. Stufe 4 für den Gletscher.

Rückenprotektor

Rückenprotektoren werden meist getragen von Freestylern, Freeridern und Racern. Aber auch auf der Piste kann der Protektor die Wirbelsäule schützen, beispielsweise bei Kollisionen mit anderen Fahrern. Vor der Kaufentscheidung sollten Sie am besten unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller anprobieren. Nur so lässt sich herausfinden, ob der Protektor perfekt auf dem Rücken sitzt und die komplette Wirbelsäule sowie Schulter- und Lendenbereich abdeckt. Alle im Laden erhältlichen Protektoren müssen nach der europäischen Norm CE EN 1621-2 zertifiziert sein. Zu den Prüfkriterien gehören der Schlag- und Bordsteinkantentest, die Mindestschutzzone am Rücken, ergonomische Anforderungen, Größengestaltung und Kennzeichnungs- und Informationspflichten. Ebenfalls wichtig: Der Protektor sollte waschbar sein, da durch Schweißbildung unangenehme Gerüche entstehen können. Beim Kauf ist zu überlegen, ob ein separater Protektor (ideal für sportliche Fahrer, Tourengeher und alle, die schnell schwitzen) oder eine Weste mit integriertem Protektor (geeignet für schnell frierende Skifahrer) am passensten ist.

Anzeige