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Weihnachtliche Gewürze

In weihnachtlichem Gebäck und Getränken sorgen Gewürze für den besonderen Geschmack. Sie regen nebenbei die Verdauung an und bringen Herz und Kreislauf in Schwung. Wir stellen Zimt, Koriander, Anis, Kardamom, Piment, Ingwer, Muskat, Vanille, Safran und Gewürznelken vor. Woher kommen sie und wie wirken Sie?

Weihnachtsgebäck

Was wäre die Advents- und Weihnachtszeit ohne die typischen Düfte. Weihnachtliche Gewürze werden in der Weihnachtsbäckerei schon seit vielen Jahrhunderten verwendet. Die meisten der Weihnachtsgewürze sind sehr vielseitig. Daneben haben sie eine positive Wirkung auf Verdauung, Kreislauf und Stimmung. Die Gewürze sollten möglichst lichtgeschützt, trocken und kühl gelagert werden. Damit das Aroma erhalten bleibt, die Körnergewürze möglichst ganz lassen und erst kurz vor dem Gebrauch mahlen oder reiben.

Zimt

Zimt gehört wohl zu den bekanntesten Weihnachtsgewürzen. Nicht nur als Zusatz für Weihnachtsplätzchen (Zimtsterne) wird es eingesetzt, sondern es ist oft auch in Getränken (Punsch) und Desserts enthalten. Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaumes oder der Zimtcassia gewonnen. Meist kommt Zimt gemahlen in den Handel, manchmal aber auch als Stange. Zimtstangen sind beliebt für die Verzierung. Beim Kauf von Zimt wird von Experten Zimt aus Ceylon empfohlen. Der meist günstigere Cassia-Zimt enthält wesentlich mehr vom Inhaltsstoff Cumarin, der nicht in größeren Mengen verzehrt werden sollte. Anregend und erwärmend wirkt Zimt. Daneben soll Zimt den Blutdruck senken und die Blutgefäße schützen.

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Koriander

Koriander ist ebenfalls ein typisch weihnachtliches Gewürz. Es wird besonders zur Lebkuchen- und Spekulatiusherstellung und zum Brotbacken genutzt. Koriander stammt aus Südeuropa und dem Vorderen Orient und ist verwandt mit Kümmel, Fenchel und Dill. Die Samenkapseln erleichtern die Verdauung, der Koriander entkrampft und wirkt leicht antibiotisch.

Gewürznelken

Gewürznelken sind getrocknete Blütenknospen vom Gewürznelkenbaum. Sie dienen meist zum Verfeinern von Glühwein, Grog, Feuerzangenbowle oder Weihnachtsgebäck. Aufgrund des hohen Anteil an ätherischen Ölen und des intensiven Aromas sollten Gewürznelken nur sehr sparsam verwendet werden. Gewürznelken haben eine beruhigende Wirkung, sie wirken desinfizierend und betäubend. Sie werden gerne bei Zahnschmerzen verwendet und sind oft in Mund- und Gurgelwässern enthalten.

Ingwer

Ingwer schmeckt zitronig-scharf. Als Backgewürz wird die Wurzel getrocknet, gebleicht, geschält und gemahlen. Verwendet wird es in Ingwerplätzchen, Lebkuchen, Printen und als Kandierter Ingwer. Ingwer regt den Kreislauf an, hilft bei der Fettverdauung und gegen Übelkeit und Erbrechen.

Kardamom

Kardamom gehört zur Ingwer-Familie. Verwendet werden die getrockneten Samen. Kardamom schmeckt aromatisch, fein, süßlich und leicht scharf und wird in Lebkuchen, Spekulatius und als Gewürz im Punsch verwendet. Die Samen sollten immer erst kurz vor dem Verwenden aus den Kapseln gelöst werden, da die Kapseln um die Kardamomsamen das Aroma schützen.

Anis

Anis gilt auch als Klassiker unter den Weihnachtsgewürzen und wird für Lebkuchen, Anisplätzchen und Pfeffernüsse verwendet. Das Gewürz ist sowohl als Samenkorn erhältlich, als auch in gemahlener Form. Anis besitzt ein starkes süßes und leicht herbes Aroma, weshalb Sie es sparsam dosiert einsetzen sollten. Anis hilft bei der Verdauung, da es die Drüsen des Magen-Darm-Traktes anregt.

Sternanis

Sternanis ist die sternförmige Frucht eines immergrünen Magnolienbaumes, der in tropischen Gebieten wächst. Er ist nicht mit dem Anis verwandt, hat jedoch ein ähnliches, leicht lakritziges Aroma. Gemahlen würzt Sternanis Lebkuchen und Pfeffernüsse, daneben kommt er in Glühwein oder Weihnachtstee zum Einsatz. Sternanis kann auch hilfreich bei Husten und Halsentzündungen sein.

Piment

Piment stammt aus Südamerika und der Karibik. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Pfeffer, Muskat, Zimt und Nelken. Verwendet werden die unreifen Früchte, die ätherische Öle enthalten. Piment würzt Honig- und Pfefferkuchen in der Weihnachtsbäckerei. Darüberhinaus wird Piment auch zum Würzen von Fleisch und Wurstwaren verwendet.

Muskat

Die Muskatnuss gibt es in ganzer und gemahlener Form. Verwendet wird sie mit ihrem intensiven Aroma in Lebkuchen, Pfeffernüsse, daneben würzt sie Grog und Glühwein. Sie sollte sparsam verwendet werden. Muskat gilt als stimmungsaufhellend.

Vanille

Ebenfalls sehr beliebt ist Vanille. Was wäre die Advents- und Weihnachtszeit ohne die leckeren Vanillekipferl. Vanille wird eigentlich gerne zu jeder Jahreszeit verwendet und kommt bei allerlei Süßspeisen zum Einsatz. Verwendet wird beim Backen nur das weiche Mark der Vanilleschoten, das herausgekratzt wird. Die Schoten nicht wegwerfen, sie können ganz oder zermahlen mit Zucker vermischt zu Vanillezucker verarbeitet werden. Im Gegensatz zu dem Vanillinzucker, das aus künstlich hergestelltem Vanillin entsteht, bieten Vanilleschoten ein besonderes Geschmackserlebnis. Am besten schmeckt Bourbon-Vanille.

Safran

Safran kennen viele nur aus einem bekannten Kinderlied. Nur die roten Safranfäden werden verwendet. Safran schmeckt bitter-herb-scharf und enthält Carotinoide, sodass sich mit Safran gewürzte Gerichte intensiv goldgelb färben. Zum Einsatz kommt Safran in Kuchen, Milchreis und Pudding.

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