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Inneres Tai Chi – Der eigene Atem lässt uns ungeahnte Energien entwickeln

Ausgewogene, langsam fließende Bewegungsfolgen im Einklang mit dem Atem – das ist „Inneres Tai Chi“. Frieder Anders, der die traditionsreiche fernöstliche Bewegungskunst seit 35 Jahren praktiziert, die ersten professionelle Tai Chi-Schule in Deutschland eröffnete und den ersten Buchklassiker in deutscher Sprache schrieb, hat damit eine Sonderform des Tai Chi entwickelt. Sie nutzt die Kraftquelle Atem auf eine individuelle Weise. Die Übungen können problemlos in den Alltag eingebaut werden.

Tai Chi

„Äußeres Tai Chi ist eine gute Entspannungstechnik, hat aber mit dem ursprünglichen Vorbild nur noch die Bewegungsabläufe gemeinsam und führt nicht zur Entwicklung der inneren Energie, der Qi-Kraft“, begründet Tai Chi-Meister Frieder Anders seine Entwicklung des „Inneren Tai Chi“ im Jahr 2005. Diese von ihm auch „Atemtyp-Tai Chi“ genannten Übungen würden hingegen das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Geist, Atem und Bewegung berücksichtigen.

Bewegungen geistig vorwegnehmen

Der Geist übernehme dabei die führende Rolle und die Bewegungen vor ihrer tatsächlichen Ausführung vorweg, das Qi und der Körper folgen. Das Besondere am Inneren Tai Chi ist, dass nach der geistigen Vorwegnahme einer Bewegung bei der anschließend realen Ausführung keine willentliche Muskelkraft zur Entwicklung der nach außen wirkenden Kraft eingesetzt werden muss.

Auch die Neurobiologie hat schon lange herausgefunden, dass der Körper bereits vor der eigentlichen Bewegungsausführung auf die Vorstellung von Bewegung durch die Aktivierung von Nerven und Muskeln reagiert.

Unsere bedeutsame Kraftquelle Atem

Besonders am Inneren Tai Chi ist auch, dass es beide Atemtypen gleichzeitig berücksichtigt. Denn es gibt „Einatmer“ und es gibt „Ausatmer“. Soll heißen: Der eine bekommt seine Kraft mehr beim Ein-, der andere beim Ausatmen!

Das Atemtyp-Tai Chi berücksichtigt beide Atemtypen gleichberechtigt: den Einatmer, der seine Kraft aus dem Einatmen schöpft und dazu eine aufrechte Körperhaltung hat, und den Ausatmer, dessen Kraftquelle das Ausatmen ist und für den die optimale Körperhaltung der leicht nach vorne geneigte Rumpf ist.

Sie sind einer von zwei Atemtypen

Die Frage nach der persönlichen Atemtechnik beantwortet die Terlusollogie. Sie unterscheidet zwischen zwei konstitutionellen Typen, deren Organismus und Verhalten in Abhängigkeit von Sonne und Mond stehen. Die beiden Typen, solar und lunar, verhalten sich grundlegend verschieden in Atmung, Schlafverhalten, Körperhaltung, Motorik, Bewegungsbedürfnis und Stoffwechsel. Körperübungen helfen, den Unterschieden gerecht zu werden und typenbedingte Fehlhaltungen und deren Folgen abzubauen.

Den individuellen Atemtyp gilt es vor allem bei körperlicher Anstrengung zu beachten, bei der ja der Atem viel intensiver eingesetzt wird als in Ruhephasen. Der Einatmer oder lunare Typ schöpft seine Kraft aus dem aktiven Einatmen: Der Brustkorb weitet sich, die Energie steigt nach oben und gewinnt an Weite, das Ausatmen erfolgt danach passiv als Loslassen. Dabei bleibt die Brust wie in der Einatmungsstellung weit gestellt und sinkt nicht ein.

Der Ausatmer oder solare Typ hingegen atmet aktiv aus und gewinnt daraus seine größte Kraft. Die Flankenmuskulatur zieht sich zusammen, die Lunge und der Brustkorb verengen sich, das folgende passive Einatmen geschieht wie von selbst in den Unterbauch und das Becken hinein, die sich beide ausdehnen.

Ob Tai Chi mit oder ohne Berücksichtigung des Atemtyps – die „Asia Fitness“ ist für praktisch alle Menschen unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand gleichermaßen geeignet. Sie erfordert keine besondere Ausrüstung, Diät oder Lebensweise und kann in den Alltag ohne große Aufwendungen integriert werden. Täglich einige Minuten Übung bringen Energie ohne Anspannung und Vitalität ohne Nervosität. Der Körper wird anmutig, leicht und frei beweglich.

Nicht umsonst sagt ein chinesisches Sprichwort: „Wer Tai Chi regelmäßig übt, erlangt die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen.“

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Haltung bewahren – Die gesundheitlichen Auswirkungen von Tai Chi

Neben den zeitlupenartigen Bewegungen ist die Haltung der Wirbelsäule ein Hauptkennzeichen von Taiji. Durch leichtes Beugen der Beine und ein Absenken des Bekcens kann sie ständig aufrecht getragen werden. Steißbein und Scheitelpunkt befinden sich in einer Linie, so dass die Wirbel balanciert werden wie ein Stapel Teller. Oberkörper und Schultern bleiben entspannt.

Auch die westliche Medizin hat dieser Übung eine bedeutende Stärkung des zentralen Nervensystems mit positiver Auswirkung auf den gesamten Organismus zuerkannt. Die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert, innere Ruhe und Ausgeglichenheit gefördert, Muskeln werden geschmeidiger, Reflexe und Beweglichkeit verbessern sich.

Die Freude an den Übungen wirkt positiv auf das Nervensystem und die Sinnesorgane. Schmerzen, Schlaflosigkeit, Mattigkeit, Nervosität, Verspannungen und vielfältige funktionelle Störungen, die oft mit einer nervösen Erschöpfung auftreten, verschwinden bzw. werden gelindert. Auch körperliche Krankheiten, besonders zur Chronifizierung neigende, werden in manchen Fällen zumindest gebessert.

Ein Übungsbeispiel: „Das Gute heran, das Schlechte weg“

Bei dieser Übung stehen die Füße schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Halten Sie sich aufrecht und atmen Sie tief und ruhig ein. Heben Sie jetzt die Hände im Abstand von 35 cm vor dem Körper bis zur Brust an. Die Arme werden dabei nicht gestreckt. Dann bewegen Sie eine Hand nach vorne, als würden Sie etwas wegschieben. Die andere Hand wird gleichzeitig an die Brust herangezogen. Jetzt umgekehrt. Führen Sie den ganzen Bewegungsablauf fünf- bis zehnmal aus und Sie werden merken, wie ausgeglichen Sie sich danach fühlen.

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