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Hilfe bei Gastritis

Gastritis ist eine entzündliche und schmerzhafte Erkrankung der Schleimhaut des Magens. Sie tritt immer plötzlich auf und kann in einigen Fällen auch mit Blutungen der Schleimhaut verbunden sein.

Magenschleimhaut

Bei Gastritis unterscheidet man die akute und chronische Gastritis. Die akute Form entsteht durch die lokale Einwirkung von Schadstoffen wie Medikamente, Alkohol oder bakterielle Gifte. Nach Beseitigung der auslösenden Ursachen verschwinden die Veränderungen an der Magenschleimhaut und Beschwerden wie Oberbauchschmerzen, Brechreiz und Appetitlosigkeit schnell. Häufiger tritt jedoch die chronische Gastritis auf. Sie verläuft meist beschwerdefrei. Es können jedoch auch die gleichen Beschwerden auftreten wie bei der akuten Gastritis. Bei der chronischen Gastritis werden drei Formen unterschieden:

Typ A (Autoimmungastritis)

Dabei ist die Ursache eine Autoimmunkrankheit, die die Bildung von Antikörpern gegen die Magenschleimhaut hervorruft. Die Folge ist ein Mangel bzw. Fehlen des Magensaftes und des Intrinsic factors.

Typ B (Helicobacter pylori)

Zu 90 % wird diese Form der chronischen Gastritis durch eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori hervorgerufen. Durch die Bakterien wird die Schleimhaut stark geschädigt und die Säurebildung im Magen erheblich reduziert bzw. eingestellt. Unter diesen Umständen ist auch die Entstehung eines Magenkarzinoms möglich.

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Typ C

Hierbei handelt es sich um die nicht eindeutig definierte chemisch-toxische Form der Gastritis, bei der auch die Ursache nicht eindeutig geklärt ist.

Die Behandlung von Gastritis besteht in erster Linie im Ausschalten der Schadstoffe, die zu der Erkrankung geführt haben. Als Kostform wird eine leichte Vollkost empfohlen, die eine ausreichende Versorgung mit allen nötigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gewährleistet. Es sollten lediglich die Lebensmittel und Getränke gemieden werden, die Beschwerden auslösen oder verstärken. Außerdem sollte auf Reizstoffe wie Nikotin, scharfe Gewürze, Alkohol sowie stark kohlensäurehaltige Getränke verzichtet werden. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola sind ebenfalls nicht empfehlenswert und sollten, wenn überhaupt, nur in Maßen genossen werden.

Mit einer ausgewogenen Ernährung kann vorgebeugt werden. Bevorzugen Sie:

  • Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln
  • frisches Gemüse und Hülsenfrüchte
  • frisches Obst
  • fettarme Milch und Milchprodukte
  • mageres Fleisch, max. 2-3 mal pro Woche
  • Seefisch
  • milde Getränke: Stilles Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, insbesondere Magen-Darmtee oder Verdauungstees, Gemüsesäfte, verdünnte Obstsäfte

Schwer verdauliche Gemüse wie z. B. Kohl und zuviel Rohkost sollten eher vermieden werden. Besser ist hierbei gedünstetes Obst und Gemüse. Einer Entzündung der Magenschleimhaut können Sie ebenfalls durch Vermeiden von Stress und Hektik vorbeugen. Verschiedene Entspannungstechniken, wie z.b. Yoga, Muskelentspannungstraining nach Jacobson oder Qi Gong, sind hilfreich beim Stressabbau.

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