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Die Vitaminräuber in unserer Nahrung und Risikofaktoren

Bestimmte Nahrungsmittel, die wir täglich auf unserem Speiseplan haben, beeinträchtigen die Aufnahme bestimmter Vitalstoffe und führen damit zu Mangelzuständen. Daneben gibt es Risikofaktoren für eine Vitamin-Unterversorgung. Wir haben für Sie die wichtigsten davon aufgelistet.

Kaffee

Vitamine sind lebensnotwendig und der Mensch ist auf eine vitaminreiche Nahrung angewiesen, da der Körper die benötigte Menge nicht selbst herstellen kann und damit die Prozesse im Körper ohne Probleme ablaufen. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit Obst, Gemüse und Ballaststoffen werden in der Regel ausreichend Vitamine zugeführt. Doch es gibt einige klassische Vitaminräuber in der Nahrung. Durch gewisse Lebensumstände, wie Alter, Schwangerschaft, Leistungssport, Dauerstress, verstärkter Alkoholkonsum, Rauchen und Dauermedikamenteneinnahme kann eine Unterversorgung mit Vitaminen auftreten.

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Koffein

Nicht nur in Kaffee, Schwarzer Tee, Energy-Drinks und Cola, sondern auch in bestimmten Arzneimitteln (wie z.B. Schmerzmitteln) ist Koffein enthalten. Koffein hat eine belebende, anregende Wirkung, verkürzt die Reaktionszeit und erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium. Dies hat u. a. Auswirkungen auf die Zähne und Knochen. Höhere Koffeinkonzentrationen führen zu Unruhe, Schweißausbrüchen, erhöhter Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Muskelzittern und Gedankenflucht. Extrem hohe Dosen führen zu Krämpfen (Koffeinvergiftung). Auch wenn für viele Erwachsene der Kaffee am Morgen und nach dem Essen wichtig ist, wird empfohlen nicht mehr als 400 Milligramm am Tag zu sich zu nehmen.

Im Kaffee und im Schwarzen und Grünen Tee enthaltene phenolische Verbindungen tragen zu einer verminderten Resorption an Eisen und Kalzium bei. Es ist deshalb besser, Grüner Tee nicht zu den Mahlzeiten zu trinken.

Getreidekleie

Getreidekleie ist vorteilshaft für die Verdauungstätigkeit, doch es ist eine verminderte Resorption an Eisen, Zink, Kalzium und Kupfer gegeben. Darüber hinaus wird die Kupfer-Ausscheidung erhöht.

Eigelb

Auch bei Eigelb ist eine verminderte Resorption an Kupfer (u. a. für Eisenverwertung) bekannt.

Spinat, Rhabarber

Die darin enthaltenen Oxalate sorgen für eine verminderte Verwertung an Kalzium und einen erhöhten Harnsäuregehalt.

Alkohol

Durch einen hohen täglichen Alkoholkonsum werden weniger Vitamine zugeführt und einer Beeinträchtigung des Vitamin-Stoffwechsels zu rechnen. Eine geschädigte Leber kann die Nährstoffe schlechter verwerten. Besonders Vitamin A, B1, B6, Niacin, Vitamin C und Folsäure sind durch das regelmäßige Trinken mit einem Defizit betroffen.

Stress

In Stresssituationen produziert der Körper das Stresshormon Adrenalin. Zur Herstellung von Adrenalin wird Vitamin C gebraucht. Aber auch die B-Vitamine und Vitamin E sind betroffen. Deshalb in hektischen Zeiten auf vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung achten. Auf dem Speiseplan sollten Obst, Gemüse und Vollkornprodukte nicht fehlen.

Rauchen

Rauchen kann ebenfalls zu Mangelerscheinungen führen, da mit jedem Zug aggressive Partikel in den Körper gelangen und wichtige Funktionen des Körpers stören. Raucher haben einen erhöhten Bedarf an den sogenannten Antioxidantien und sollten mehr Vitamine zu sich nehmen, vor allem Vitamin C, B2, B6, B12 und Folsäure.

Diäten

Schlankheitsdiäten führen oft zu einem Defizit von Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders bei einseitigen und schnellen Diäten und ohne ärztliche Begleitung. So führt beispielsweise ein vollständiger Verzicht auf Fett dazu, dass der Körper die fettlöslichen Vitamine D, E und K nicht aufnimmt. Für die dauerhafte Gewichtsabnahme ist die Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten erfolgsversprechender.

Medikamente

Aufgrund Krankheiten sind viele Menschen auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen. Durch die Langzeiteinnahme der Arzneien kann es vorkommen, dass Vitamine vermehrt ausgeschieden oder nur unzureichend vom Körper aufgenommen werden. Dazu gehören Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden und gegen erhöhte Blutfette und Cholesterinspiegel, Entwässerungstabletten und Antibabypillen.

Ist Zucker ein Vitaminräuber?

Lange Zeit glaubte man das, doch es wurde widerlegt. Der Körper benötigt zum Abbau von Zucker Vitamin B1 (in Form von Thiamindiphosphat) als Coenzym, doch dieses Thiamin wird dabei nicht verbraucht. Dazu könnte ein gesunder Mensch mit einer ausgewogenen Ernährung dies kompensieren.

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