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Dynamisch entspannen nach der Rossini-Methode

Die Rossini-Methode ist eine Mischung aus bekannten Bewegungs- und Entspannungsmethoden.

Klavier

Mit Stress und Verspannungen haben viele zu tun. Allerlei Ängste und negative Gedanken lassen den Körper verkrampfen. Methoden zur Auflockerung gibt es viele. Die Rossini-Methode versucht es mit einfachen Bewegungen zu klassischer Musik, die den Körper in Schwung bringen und den Kopf wieder frei machen sollen.

Musik von Rossini eigne sich besonders gut, um wie von selbst in Schwung zu kommen, meint der Diplompsychologe und Körpertherapeut Bergholz. Die Melodien von Rossini sind voller Anspannung und Entspannung, Dynamik und Ruhe, Moll und Dur. So wird der Bauch, wo das emotionale Gehirn sitzt, angesprochen.

Lösen von Spannungen durch Musik von Rossini

Die Rossini-Methode ist das Ergebnis langjähriger psychotherapeutischer Praxis und der Arbeit mit rund zweitausend Gruppen an Volkshochschulen in ganz Deutschland. Peter Bergholz hat Bewegungen entdeckt, die Spannungen lösen und heilen können. Und Entspannung beginnt nach ihm immer mit einem gelösten Kiefer.

Als ultimative Energiequelle- des Menschen, unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand, sieht Bergholz das Zusammenspiel von Kiefer und Becken. Wird es wieder belebt, dann haben seiner Ansicht nach Spannungsschmerzen, Ängste und andere Stresssymptome keine Chance mehr. Der leicht bewegte, entspannte Kiefer holt Sie heraus aus negativen Gedanken und Gefühlen. Auch Heilungsprozesse sollen sich so intensivieren und sich ein ganz deutlicher Zuwachs in der Leistungsfähigkeit einstellen.

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Winning Moves

Folgt man der mittlerweile auch in einem Buch beschriebenen Rossini-Methode, dann sind derartige Winning Moves (erfolgreiche Bewegungen) das, was Kinder, Lebenskünstler und charismatische Erfolgsmenschen gemeinsam haben. Bergholz: „Sobald wir die Winning Moves als neues motorisches Muster ins Nervensystem eingespeichert haben, dann lässt unser Organismus es nicht mehr zu, wenn wir ihn von außen oder innen durch unsere eigenen Gedanken unter Druck setzen wollen“.

Der Körper wehre sich dann mit den kleinen erlernten Bewegungen, die immer vom Kiefer ausgehen und meist auch das Becken mit einbeziehen. Wenn die Gedanken schwer werden oder wenn Nervosität, Unruhe oder gar Ängste in uns hochsteigen und die innere Schwingung kollabiert, dann aktivieren sich die Winning Moves und greifen regulierend ein.

Einen dieser "Moves" stellen wir hier kurz vor. Er ist im Sitzen, Stehen oder Liegen auszuführen, zur Musik von Rossini.

  • Öffnen und schließen Sie den Mund, zunächst erst einmal mit ganz kleinen, milden Bewegungen – ein Lockern, ein Spiel mit den Lippen. Es ist wie ein leises Singen, anfangs ein wenig ungewohnt, aber mit jeder Wiederholung vertrauter. Oft ist es am Anfang leichter, wenn man dabei die Augen schließt.
  • Bringen Sie nun Ihren Unterkiefer ganz behutsam in eine langsame, kreisende Bewegung. Nehmen Sie sich Zeit, um sich nach und nach mit dieser Bewegung vertraut zu machen, sich in sie hineinzufühlen. Stellen Sie sich vor, Sie würden mit diesen kreisenden Bewegungen ganz genussvoll Ihre Lieblingsspeise kauen. Vielleicht probieren Sie einen besonders teuren Wein.
  • Lösen Sie den Kiefer aus der festgehaltenen, angespannten Position, in der er sich oft in stressigen Situationen befindet. Achten Sie darauf, nicht Ihre Zunge an den Gaumen zu pressen.
  • Zu den Kieferbewegungen kommen dann die Bewegungen des Beckens hinzu. Auch hier ist es wieder egal, ob Sie stehen, sitzen oder auch liegen. Es ist nicht nötig, dass Sie unbedingt ausgeprägte Beckenbewegungen finden, denn auch hier gilt: Die Bewegungen sollen Ihnen leicht fallen, sie sollen so passen, dass sie sich automatisieren und verselbständigen. Führen sollte immer der Kiefer, er ist der Impulsgeber, das Becken folgt nach.
  • Nun kommen Armbewegungen dazu, sie machen die Winning Moves komplett. Ihre Arme schwingen oder pendeln oder machen Bewegungen wie beim Dirigieren. Versuchen Sie immer, den Moment herzustellen, in dem Kiefer, Becken und Arme zu einem harmonischen Zusammenspiel verschmelzen. Dann spüren Sie, dass tatsächlich keine ängstlichen oder negativen Gedanken in Ihrem Kopf herumschwirren können.

Mit den Musikbewegungen kann man sich schon am Morgen eine Ladung Energie für den Tag holen. Was würde Rossini wohl sagen wenn er das sehen könnte? Vielleicht würden ihn die Bewegungen zu seiner Musik amüsieren – der italienische Komponist gilt ja als Meister der komischen Oper.

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