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Nahrungsmittelallergie und -unverträglichkeit

Als Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems ist bei der Nahrungsmittelallergie der Auslöser ein Lebensmittel.

Frühstück

Die Allergie, vor 50 Jahren noch eine Seltenheit, ist heute bereits eine häufige und ständig zunehmende Krankheit. Falsche Ernährung, Medikamente, Umweltgifte, Stress und Bewegungsarmut gelten als Ursachen der Allergien. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übersteigert auf einen oder mehrere eigentlich harmlose Stoffe oder externe Einflüsse. Diese werden als Allergene bezeichnet und vom Körper als Krankheitserreger wahrgenommen, die bekämpft werden müssen.

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Häufig treten in der heutigen Zeit Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten auf. Diese können sich auch unerwartet und spontan im Erwachsenenalter ausbilden. Allergien vom so genannten Soforttyp verursachen unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme unerwünschte Nebenwirkungen wie Hautjucken, Durchfall oder Schleimhautschwellungen.

Bei „Allergien vom Spättyp“ tritt die allergische Reaktion erst einige Zeit nach dem Essen auf. Die Zeitdauer kann wenige Stunden bis mehrere Tage sein. Die allergische Reaktion kann sich in Form von Ausschlägen, Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden bemerkbar machen. Dieser Typ wird oft auch als Nahrungsmittelunverträglichkeit bezeichnet, ist aber tatsächlich eine allergische Reaktion. Im Gegensatz dazu fehlt dem Körper bei einer richtigen Nahrungsmittelunverträglichkeit ein Enzym, das gewisse Stoffe im Organismus abbauen kann. Zu den häufigsten Stoffen, auf die Betroffene reagieren, zählen der Milchzucker Laktose, der Fruchtzucker Fruktose, Gluten als Bestandteil einiger Getreidearten und Histamin, ein Gewebshormon, das etwa in gereiften Lebensmitteln wie Käse oder Salami, aber auch in Rotwein oder Weizenbier vorkommt.

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Laktoseintoleranz

Jeder siebte Deutsche verträgt keinen Milchzucker und keine Milchprodukte. Blähungen, Kopfschmerzen, Darmkoliken, Durchfall und Übelkeit treten bei der Unverträglichkeit als Symptome auf. Verantwortlich hierfür ist das Fehlen von Laktase. Dieses Enzym benötigt der Körper, um den Zweifachzucker Laktose in seine Bestandteile Traubenzucker und Galaktose aufzuspalten. Fehlt Laktase, wird die Laktose im Darm von Bakterien vergoren, was zu den Gesundheitsbeeinträchtigungen führen kann.

Eine Milchzuckerunverträglichkeit entsteht, wenn die Enzymproduktion mit den Jahren nachlässt, sie kann aber auch im Verlauf des Lebens durch eine Erkrankung des Dünndarms und durch andere Darmerkrankungen entstehen. Ist die Ursache für die Beschwerden erkannt, muss die Ernährung umgestellt werden. Was die Sache zusätzlich erschwert: Isolierter Milchzucker versteckt sich auch in vielen Produkten der Lebensmittelindustrie, wie z.B. in Würstchen, Pommes frites, Backwaren und Medikamenten.

Fruktoseintoleranz

Nach Schätzungen jeder Dritte ist von der intestinalen Fructoseintoleranz (auch Fructosemalabsorption oder Fruktoseunverträglichkeit) betroffen. Die Unverträglichkeit ist auf ein defektes Transportsystem (GLUT-5) im Dünndarm zurück zu führen, d.h. die Fruktose kann nicht ausreichend in den Körper aufgenommen werden. Dem Speisebrei wird im Dünndarm nicht genug Fructose entzogen, sodass ein größerer Teil dieser Fructose in den Dickdarm gelangt. Die funktionelle Darmstörung führt dann dazu, dass die in den Dickdarm gelangende Fructose unangenehme Symptome wie Durchfall, Blähungen, Koliken, Krämpfe oder Bauchschmerzen verursacht. Fruktose ist in Früchten, aber in geringen Mengen auch in Gemüse enthalten. Aufgrund der Süßkraft des Fruchtzuckers kommt er auch oft in industriell gefertigten Produkten zum Einsatz. In Softdrinks, Light-Produkten und Grillsoßen findet sich Fruchtzucker bzw. Fructose.

Bei der hereditären Fructoseintoleranz handelt es sich um eine erbliche Krankheit, die durch einen angeborenen Mangel des Enzyms Fruktose-1-Phosphat-Aldolase gekennzeichnet ist. Sie kommt nur selten vor und führt zu Leberschädigungen, Nierenschädigungen und Unterzucker. Die Fructose kann nicht richtig in der Leber abgebaut werden.

Histaminintoleranz

Histamin ist eine Substanz, die vom Körper selbst gebildet wird und eine wichtige Aufgabe als Botenstoff übernimmt. Sie ist in zahlreichen Lebensmitteln vorhanden. Dazu zählen vor allem alkoholische Getränke. Rotwein, Sekt und Champagner sind besonders histaminhaltig. Doch auch andere lang gelagerte und gereifte Lebensmittel wie Käse und Wurst und bestimmte Gemüsesorten wie Tomaten und Auberginen und Walnüsse, Schokolade sowie Kakao weisen einen hohen Histamingehalt auf.

Der Genuss histaminreicher Speisen führt zu allergieähnlichen Symptomen, weil das Histamin im Körper nicht abgebaut werden kann. Die Symptome (Durchfälle, Blähungen, Kopfschmerzen oder Hautausschlag) können nach etwa einer dreiviertel Stunde nach Verzehr histaminhaltiger Speisen auftreten und klingen meist erst nach zwölf Stunden wieder ab. Um solche Beschwerden zu vermeiden, müssen Betroffene auf die Nahrungsmittel achten und möglichst auf histaminhaltige Lebensmittel verzichten.

Wie wird auf eine Allergie bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeit getestet?

Seit wenigen Jahren gibt es einen sehr einfach durchzuführenden Bluttest. und zusammen mit den Beschwerden des Betroffenen eine Diagnose gestellt. Schulmedizinisch werden Allergien mittels der Ig-E- und Ig-G-Bestimmung im Blut getestet. Bei der Nahrungsmittelintoleranz gibt es nur für die Histaminintoleranz seit wenigen Jahren einen Bluttest. Dabei wird die Aktivität des histaminabbauenden Enzyms gemessen. Die beiden anderen Formen der Nahrungsunverträglichkeit werden mithilfe eines Belastungstests über die Messung der Atemluft (messen der Konzentration von Wasserstoff und Methan) festgestellt.

Sowohl die Allergie als auch die Nahrungsmittelunverträglichkeit können auch mit dem Kinesiologischen Test nachgewiesen werden. Das ist ein bioenergetisches Verfahren, das sich die Tatsache zunutze macht, dass der menschliche Organismus auf negative Informationen mit Muskelschwäche reagiert. Der Muskel reagiert bei dem Muskeltest auf Stress mit einem kurzen Nachgeben. Die Methode geht davon aus, dass diese kurze Erstreaktion vom autonomen Nervensystem gesteuert wird und nicht willentlich vom Verstand her.

Behandlung durch Laserakupunktur und Medikamenten

Allergien können mit der Laserakupunktur gezielt behandelt werden. Mittels des Lasers und dem indirekten Körperkontakt werden spezielle Akupunkturpunkte stimuliert, so dass ein energetischer Ausgleich geschaffen wird.

Bei Nahrungsmittelintoleranzen bleibt meist nur der weitgehende Verzicht auf belastende Lebensmittel. Nur bei Histamin- und Laktoseintoleranz kann durch medikamentösen Ersatz der fehlenden Enzyme die Beschwerden gelindert werden. Bei allen Krankheitsformen ist eine sorgfältige Auswahl der Nahrungsmittel, wie auch eine Reinigung und Regeneration des Darms empfehlenswert. Hilfreich kann die Moderne Mayr-Therapie sein.

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