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Was tun bei einer Verstopfung?

Was hilft bei Verdauungsproblemen und was kann gegen eine Verstopfung getan werden? Wie bekommen Sie eine geregelte Verdauung?

Toilettenpapier

Es gibt Tabuthemen, über die man sehr ungern spricht. Auch nicht gerne mit einem Arzt. Dazu gehören Verdauungsprobleme und Verstopfung, medizinisch Obstipation genannt. Nach Schätzungen leiden etwa 20 Prozent der Bewohner Deutschlands gelegentlich unter Obstipation. Verdauungsprobleme, wie eine hartnäckige Verstopfung, sind nicht immer so harmlos, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Was bedeutet Verstopfung?

Die Häufigkeit von Stuhlgang variiert bei den meisten Menschen von dreimal täglich bis zu zweimal in der Woche. Unter Verstopfung leidet man, wenn der Stuhlgang zu selten oder zu fest ist. Meistens kommen noch heftige Schmerzen, angeschwollener Bauch, Blähungen, Völlegefühl und Unwohlsein hinzu. Bei einer gesunden Verdauung ist der Stuhl ausreichend weich. Ist der Stuhl dagegen zu hart, muss der Darm Schwerstarbeit leisten. Zieht sich die Verstopfung über Wochen und Monate hin, kann es zu Ausstülpungen in der Darmwand kommen, die sich entzünden können. Harter Stuhl kann aber auch zu schmerzhaften Analfissuren und Hämorrhoiden führen.

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Ursachen der Verstopfung

Abgesehen von speziellen, seltenen Erkrankungen ist Verstopfung fast immer eine Frage der Lebensweise der Betroffenen. Ballaststoffarme Ernährung, wenig Bewegung und geringe Flüssigkeitszufuhr sind Hauptgründe einer Verstopfung. Seltener sind psychische Probleme wie Stress, Depressionen, ungewohntes Essen und Medikamenteneinnahme.

Was kann man gegen Verstopfung tun?

Eine gesunde und gut funktionierende Verdauung ist wesentlich für unser Wohlbefinden. Deshalb bekommen Betroffene mit einer ballaststoffreichen Ernährung, mit viel Vollkornprodukten und reichlich frischem Obst und Gemüse, sowie mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern die Darmträgheit meist gut in den Griff. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindesten 30 g Ballaststoffe täglich aufzunehmen. Nehmen Sie auch ausreichend Zeit für die Mahlzeiten, denn sorgfältiges Kauen unterstützt die Verdauung. Dabei nicht trinken, um den Speichelfluss anzuregen. Warten Sie noch einige Minuten nach dem Essen, bevor Sie Wasser, Tee oder Obst- und Gemüsesäfte trinken.

Auch durch regelmäßige Bewegung kann man die Darmtätigkeit unterstützen. Zudem sollte dem Stuhldrang immer nachgegeben werden, man sollte ihn nicht aus Zeitgründen unterdrücken. Falls diese Maßnahmen keine Verbesserung bewirken, können Quellstoffe wie Lein- oder Flohsamen die Verdauung verbessern. Einfach morgens dem Müsli beimischen und ausreichend dazu trinken.

Bei Verstopfungen kann eine Bauchmassage anregend auf die Darmaktivität wirken. Massieren Sie den Bauch in kreisenden, uhrzeigerförmigen Bewegungen. Die Hand sollten am besten dabei etwas angewärmt sein. Die Durchblutung der Bauchorgane kann dazu mit einer Wärmflasche angeregt werden.

Chronische Verstopfung

Die bekannten Empfehlungen führen bei Menschen mit chronischer Verstopfung nicht immer zum Erfolg. Deshalb werden oft Abführmittel eingesetzt, wenn nichts anderes mehr hilft. Doch Abführmittel sollten auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum genommen werden, ohne dass ein Arzt die Ursachen einer Verstopfung abgeklärt hat. Abführmittel sollten keine Nebenwirkungen haben und auch nicht abhängig machen.

Informationen zu Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind ein spezielles Gefäßsystem, das ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt ist und dem Feinverschluss des Afters dient. Vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden können Beschwerden, wie anale Blutungen und Nässen, quälender Juckreiz und Stuhlschmieren, auslösen. Erkennen lassen sich Hämorrhoiden im Anfangsstadium äußerlich weder durch Sehen noch durch Tasten. Da die Beschwerden immer noch ein Tabuthema sind, ignorieren Betroffene meist die ersten Symptome und treten nicht den notwendigen Gang zum spezialisierten Facharzt an. Akute Reizzustände lassen sich mit schmerzstillenden Salben oder Zäpfchen schnell lindern. Warme Sitzbäder mit Kamille wirken entzündungshemmend.

Hilfreich im frühen Stadium der Erkrankung sind das Befolgen von einigen Ratschlägen. Vermeiden Sie das starke Pressen beim Stuhlgang. Zur Reinigung nach dem Toilettengang ist lauwarmes Wasser empfehlenswert. Vermeiden Sie Seife, Duschgels oder feuchtes Toilettenpapier. Trocknen Sie den Analbereich gut ab. Regen Sie die Darmtätigkeit an, indem Sie für ausreichende Bewegung sorgen und ausreichende Mengen an Ballaststoffen und Flüssigkeit zu sich nehmen. Wirken Sie auch dem Risikofaktor Übergewicht entgegen.

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