Anzeige

Dem Venenstau vorbeugen – mit naturheilkundlichen Therapien

Viele ältere weibliche Patienten klagen – vor allem in der Sommerzeit – beim Arzt über Schweregefühl in den Beinen, geschwollene Füße oder aber über beginnende, entzündete Krampfadern. Doch dagegen lässt sich etwas tun!

Ehepaar

Die Sommerzeit ist für die Venen eine echte Stresszeit. Die Beine werden schwer, durch einen zunehmenden Stau in den Venen tritt langsam Flüssigkeit in das umliegende Gewebe aus, die Unterschenkel schwellen an und beginnen zu schmerzen.

Nach dem 50. Lebensjahr ist eine Veränderung im Venensystem der Beine keine Seltenheit. Frauen haben damit häufiger zu tun als Männer, wobei nicht zuletzt die jahrelange Einnahme der „Pille“ eine Vorschädigung unterstützt.

Unter einer Venenentzündung versteht der Arzt eine Entzündung an der innersten Hautschicht der Venen. Durch diese Veränderungen kommt es innerhalb des Gefäßes zu einer Wirbelbildung des Blutflusses und damit auch zu einer Strömungsverlangsamung. Durch sitzende Tätigkeiten oder Langstreckenflüge wird diese schlechte Blutströmung weiter negativ beeinflusst. Die gefürchtete Komplikation einer Venenthrombose ist die Lungenembolie: Kleine Blutgerinnsel – entstanden durch den Stau in den Venen der Unterschenkel – gelangen mit dem Blutstrom in die Lunge, wo sie Gefäße verstopfen.

Als Risikofaktoren kennen wir heute: höheres Lebensalter (über 50 Jahre), Veränderung und Mangel von auflösenden Enzymen im Blut, Übergewicht, Bewegungsmangel, Arteriosklerose, lange Liegephasen (z.B. nach Operationen).

Eine der häufigsten Ursachen ist die mangelnde Bewegung. Patienten, die in ihrem Beruf viel am Schreibtisch sitzen, sollten den Feierabend für einen mindestens 20-minütigen Spaziergang nutzen. Wer sich bewegt, aktiviert die Muskelpumpe in den Beinen und diese ist verantwortlich dafür, dass das Blut regelmäßig in Richtung Herz zurückgepumpt wird.

Anzeige

Die Naturheilkunde hat einige therapeutische Möglichkeiten für starke Venen

Bewegung: Machen Sie zwischendurch kleine Gymnastikübungen, wie z.B. die Füße anheben und absenken, dann mit ihnen links und rechts herum kreisen und sie zwischendurch immer wieder hoch legen. Das Hochlagern ist vor allen Dingen auf langen Reisen wichtig. Beim Sitzen nicht die Beine übereinander schlagen – denn das ist für die Venen eine Quälerei. Gehen Sie im Sommer öfters mal barfuß. Vor allem hohe Absätze an den Schuhen sind Gift für die Venen. Eine Wohlfühlmassage für Ihre Füße können Sie mit einem kleinen Platikball mit Noppen ganz einfach machen. Den Igelball legen Sie vor sich auf den Boden und rollen ihn mit der Fußsohle vor und zürück und jeweils zur Seite. Damit wird die Durchblutung angeregt, die Fußmuskeln gekräftigt und die Bänder entlastet.

Phytotherapie: Nutzen Sie die Kraft der Natur, wie z.B. Rosskastaniensamen, Buchweizenkraut oder Mäusedornwurzelstock. Äußerlich können Arnikablüten als Creme oder Rosskastanien-Gel bei heißen und schmerzenden Beinen eine wertvolle Hilfe sein.

Physikalische Therapien: Diese sind in ihrer Anwendung einfach und können von jedem selbst durchgeführt werden. Die Wasser- oder Hydrotherapie in der typischen Anwendung bei etwa 10 bis 15 Grad Wassertemperatur verbessert den Venentonus. Kalte Unterschenkelwickel nach Prießnitz helfen bei Entzündungen. Lehmwickel, kalte Heilerde-Auflagen oder der bekannte Quarkwickel sind in der Eigentherapie bei entzündeten Venen nicht mehr wegzudenken. Aber auch das Tautreten und der Knie- und Schenkelguss nach Pfarrer Kneipp können die Durchblutung fördern. Barfuß durch das taunasse Gras gehen, ist ein gute Streicheleinheit für die Füße.

Ernährung: Mehr trinken – gerade im Sommer. Geeignet sind kohlensäurearmes Wasser, Haustees und Saftschorle (bei Herzerkrankungen vorher mit dem Arzt sprechen). Grundsätzlich sollten Venenkranke darauf achten, evtl. vorhandenes Übergewicht zu reduzieren. Zu viele Kilos schaden den Venen.

Wenn Sie diese einfachen Tipps beachten, wird der Sommer Ihnen kaum etwas anhaben und schon gar nicht Ihren Venen!

Anzeige