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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Auch im jüngeren Alter sollten Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Blutdruck messen

Wer spürt, dass sein Kreislauf nicht in Ordnung ist, sollte gründlich abklären lassen, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen. Denn diese sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – sie können nicht nur im Alter, sondern auch bei Jugendlichen gefährlich sein.

Der Begriff „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ ist sehr allgemein gefasst. Folgende Krankheitsbilder gehören dazu:

  • einfache Blutdruckschwankungen
  • Herzschwäche im Alter, zunehmend aber auch nach Infektionskrankheiten
  • Herzinfarkt
  • Durchblutungsstörungen am Herzen (Angina pectoris)
  • Herzrhythmusstörungen mit schneller oder langsamer Herzschlagfolge; sehr gefährlich das Vorhofflimmern mit der Gefahr einer Blutgerinnungsbildung (Thrombus) und einer nachfolgenden Lungenembolie oder eines Schlaganfalls
  • Blutdruck / niedriger Blutdruck

Schnelles Handeln bei Herzinfarkt oder Lungenembolie

Treten so dramatische Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Lungenembolie auf, bedarf es eines klaren Notfallmanagements. Es muss eine schnelle Versorgung des Patienten gewährleistet sein, dazu ist eine stationäre Einweisung Bedingung. Die moderne Medizin hat sich so weit verbessert, dass ein Herzinfarkt oder eine Lungeembolie bei richtiger Erstversorgung nicht immer einem Todesurteil gleichkommt. Es gibt heute Methoden, die – rechtzeitig durchgeführt – in der Lage sind, den Patienten vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren.

Dies geschieht in der Regel auf einer Intensivstation: Durch eine systemische (wirkt im ganzen Körper) Thrombolyse, also Auflösung eines Blutgerinnsels, zum Beispiel durch das Medikament Streptokinase, können wirksame Erfolge erzielt werden.

Unter dem Begriff einer Herz-Kreislaufstörung wird von Patienten vielfach auch eine Bluthochdruckerkrankung (Hypertonie) verstanden. Hierbei handelt es sich um eine anhaltende Erhöhung des systolischen Blutdruckes (erster Wert bei der Blutdruckmessung) und/oder des diastolischen Blutdruckes (zweiter Wert bei der Blutdruckmessung).

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Regelmäßige Kontrollen bei erhöhtem Blutdruck

Dabei kommt es zu einer Zunahme des peripheren Gefäßwiderstandes, einer Veränderung der Herzauswurfleistung und einer deutlichen Abnahme der Elastizität an den Gefäßen. Entscheidend für die Beurteilung sind Blutdruckveränderungen unter häuslichen Bedingungen, die mit einer Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden abgeklärt werden können. Da mehr als 20 Prozent der Gesamtbevölkerung einen erhöhten Blutdruck haben, sind regelmäßige Blutdruckkontrollen sinnvoll.

Bei der Hypertonie handelt es sich um einen vielfältigen Prozess. Neben einer vererbten Komponente müssen auch Faktoren wie Übergewicht, Alkohol (mehr als 30 Gramm täglich), eine erhöhte Kochsalzzufuhr (über sechs Gramm täglich), Bewegungsmangel, verschiedenen negative Stressfaktoren und vor allem die seelische Belastung diskutiert werden. Bei der Therapie ist neben der Nahrungsumstellung ein positives Selbstmanagement mit einer optimierten Stressbewältigung wichtig. Aus der Naturheilkunde sind als Medikamente die Mistel, der Weißdorn und die Goldrute hilfreich.

Nachlassende Schlagkraft im Alter

Vermehrt anzutreffen sind in letzter Zeit Erkrankungen an Herzschwäche, die durch viele Faktoren ausgelöst werden können. Die unzureichende Herzleistung (Insuffizienz) ist eine Pumpstörung des Herzens. Es befördert nicht genügend Blut in den Körper, so dass es zu einer Minderdurchblutung in den Gefäßen und Organen kommt. Der Patient ist dann in seiner Leistungsfähigkeit deutlich reduziert. Aus der Pflanzenheilkunde kann schon bei sehr frühen Störungen der Weißdorn (Crataegus) in Dosierungen um 900 Milligramm pro Tag helfen. Zusätzlich wirkt das Maiglöckchen oder die Meerzwiebel unterstützend. Auch von Strophanthin ist bekannt, dass es die Herzkraft entscheidend stärken kann. Besondere Beachtung muss einer Herzschwäche nach Infektionskrankheiten, zum Beispiel durch Streptokokken oder nach einem grippalen Infekt, geschenkt werden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer eins in der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb ist es wichtig, dass schon bei geringsten Beschwerden am Herzen ein Arzt aufgesucht wird. Durch einfache Methoden lässt sich meist ohne Schmerzen herausfinden, welche Belastungen vorliegen. Liegt ein Schlaganfall vor, dann ist es ein Wettlauf mit der Zeit. Nur durch rasches Handeln können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und so spätere Beeinträchtigungen gemindert werden.

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